… eine mode­rat lange Tour heute bei meist tie­fer Wol­ken­de­cke und leich­ten Wind­böen süd­öst­lich des Schar­müt­zel­sees. Auf der Suche nach von mir noch unent­deck­ten Wan­der­stre­cken zwi­schen gut erreich­ba­ren Bahn­hö­fen war ich kürz­lich auf diese mög­li­che Wan­der­op­tion gesto­ßen, die die bei­den stünd­lich ver­keh­ren­den Regio­nal­bahn­li­nien RB35 und RB36 mit­ein­an­der ver­bin­det. An den End­punk­ten war ich bereits gewan­dert und kannte mich gut aus, den Mit­tel­teil galt es also dies­mal zu entdecken.

Immer­hin besteht die­ser von der Süd­spitze des Herz­ber­ger Sees bis hin nach Diens­dorf-Rad­low am Ufer des Schar­müt­zel­sees aus sie­ben Kilo­me­tern zusam­men­hän­gen­dem Wald, bei dem der Anteil der Kie­fern-Mono­kul­tur dabei erstaun­lich gering aus­fiel. Der (Hoch-)Uferweg ent­lang des Herz­ber­ger Sees gefiel mir bes­tens und auch die ande­ren Abschnitte im Wald waren abwechs­lungs­reich und eher durch schmale und natur­be­las­sene Forst­wege geprägt.

Als die dunk­len Wol­ken immer dich­ter wur­den, hatte ich kurz über­legt, die Tour bereits am Bahn­hof in Pies­kow zu been­den, was wahr­schein­lich auch die bes­sere Option ist, um eine attrak­tive Wan­de­rung von Anfang bis Ende zu rea­li­sie­ren. Die drei Kilo­me­ter lange Sied­lungs­que­rung kurz vor dem Ende auf dem Karl-Marx-Damm zieht sich ganz schön und nur wenige wei­tere öffent­li­che Zugänge zum Was­ser erge­ben sich dabei. Erschreckt hat mich, dass das schöne Moor­ge­biet am Schar­wen­kasteig in Bad Saa­row in die­sem Jahr kom­plett aus­ge­trock­net ist.

Natür­lich ergibt sich bei ‘Lin­den­berg’ the­ma­tisch immer die Anspie­lung auf den nölend-nuschelnd-kau­zi­gen Sän­ger, für den alle Tage gleich lang, aber nicht gleich breit sind. Dabei besagte eine Wer­be­ta­fel bei Diens­dorf-Rad­low, dass genau dort die Tage län­ger sein sollen ;-)

Sehr wit­zig übri­gens die Beschil­de­rung ‘Udos Lin­den­berg’ kurz vor Ver­las­sen des Wal­des bei The­re­si­en­hof, dar­auf einen Eierlikör!

Wie dem auch sei: eine wirk­lich schöne und emp­feh­lens­werte kür­zere Stre­cke, bei der ich mich frage, warum ich sie erst jetzt für mich ent­deckt habe …

————–

Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof in Lin­den­berg, zunächst wird der nörd­li­che Teil des Dor­fes auf der Herz­ber­ger Straße durch­quert bis hin zur Gemar­kung ‘Busch’, die bereits zum Nach­bar­ort Herz­berg gehört. Um die Sied­lungs­ge­biete herum wer­den west­lich die Wie­sen­wege am Feld­rand genutzt, wei­ter geht es auf der alten geschot­ter­ten Baum­al­lee, die hinab zum Herz­ber­ger See führt. Dem schma­len Ufer­pfad wird gefolgt auf kom­plet­ter Länge des Sees nach Nor­den, kurz nach der Haupt­ba­de­stelle ist eine schmale Asphalt­straße erreicht.

Auf die­ser geht es hinab tie­fer in den Wald hin­ein, bei ers­ter Gele­gen­heit erfolgt der Abzweig in nörd­li­cher Rich­tung auf den natur­be­las­se­nen Wald­weg. An der mar­kan­ten Wege­kreu­zung mit Beschil­de­rung wird wie­derum der nörd­li­che Abzweig gewählt, spä­ter wird der mit dem grü­nen Bal­ken mar­kierte Wan­der­weg etwas abge­kürzt direkt um den Dachs­berg herum. Den Ori­gi­nal­weg kreu­zend geht es wei­ter gera­de­aus durch den Wald (Wan­der­weg roter Bal­ken) und das Schild ‘Udos Lin­den­berg’ wird pas­siert. Nun führt der Weg wei­ter hinab an einem gro­ßen Acker vor­bei zur Land­straße und nach deren Über­que­rung ist der Pro­me­na­den­weg am Schar­müt­zel­see erreicht.

Dem Ufer­weg fol­gend wer­den die Feri­en­an­lage The­re­si­en­hof und die Vil­len­an­lage ‘Klein Sans­souci’ pas­siert, dann geht es durch den alten Orts­kern von Pies­kow zum Schwar­zen Weg. Neben einer umzäun­ten Bra­che ergibt sich die Mög­lich­keit, noch ein Stück Wald auf pfad­ar­ti­gen Wegen see­nah zu durch­que­ren. Danach führt der Weg zwei­ein­halb Kilo­me­ter weit auf dem Karl-Marx-Damm — unter­bro­chen durch die kur­zen Ufer­ex­kurse zum Ceci­li­en­park, am Mark­gra­fen­platz und am Stein­platz — zum Kur­park und im klei­nen Schlen­ker wei­ter nörd­lich am Was­ser­turm vor­bei zum Schar­wen­kasteig, schließ­lich über die Ulmen­straße auf den Bahn­hof Bad Saa­row zu, an dem die Tour endet.