… wieder ging es für mich heute an den Rand des Unterspreewalds im Bereich des Tropical-Islands-Areals, diesmal jedoch zu einer knackigen Streckenwanderung. Unterwegs war ich mit Wanderfreund Martin aus dem Cottbuser Umland und da wir beide die Gegend der Tour schon gut kannten, wollten wir etwas experimentieren. Das betraf im ersten Teil die Verbindungswege bis nach Krausnick, danach wählten wir statt des Sommerdamms der Wasserburger Spree den naturbelasseneren Weg entlang des Kranichfließes viel tiefer im grünen ‘Spreewald-Dschungel’. Daraus ergab sich auch im Anschluss die alternative Route außen herum nach Lubolz hinein, bei der ich erst relativ spät merkte, dass Teile davon der Strecke meiner Gruppenwanderung vom Mai entsprachen.
Obwohl die Planung sehr vielversprechend erschien, präsentierte sich der Weg entlang des Kranichfließes jetzt im Hochsommer leider als sehr zugewachsen und ‘rumpelig’ von der Begehbarkeit her, dafür konnte der Naturaspekt aber klar punkten. Es ist sicher eher ein Abschnitt für die vegetationsfreie Periode, aber Achtung: die Wege um den Sommerdeich sind nun auch offiziell per eindeutiger Beschilderung jährlich vom 1. Februar bis zum 30. Juni mit Betretungsverbot versehen aus Naturschutzgründen!
Interessant unter dem Aspekt, dass komoot nun endlich auch solche temporären Angaben zur Begehbarkeit aus OSM ausliest (falls dort eingegeben) und gleich in der Planung als Warnhinweis anzeigt.
Highlight — auch bei eher trübem Himmel und nicht optimaler Weitsicht — mal wieder der Blick vom Wehlabergturm über die schier endlosen Wälder rundherum. Skurril dagegen der junge Eichelhäher im Kiefernwald, der uns aggressiv im Kamikaze-Modus attackierte und standhaft und laut rufend sein Revier behauptete.
Ansonsten war es für mich eine schöne Gelegenheit, mal wieder einige kleine weißen Flecken meiner eigenen brandenburgischen Wanderkarte mit frischen Eindrücken zu füllen. Danke an Martin für die recht-interessante und gewohnt amüsante Unterhaltung und speziell auch für die Empfehlungen für brandenburgische Weine ;-)
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am Bahnof in Oderin, entlang der Hauptstraße wird nördlich der Ort verlassen, über die Felder geht es östlich leicht bergauf und nach Querung des Seegrabens wird an der ersten Kreuzung im Wald südöstlich abgezweigt. Nach knapp zwei Kilometern wird auf den Gedenkstein ‘Hungriger Wolf’ getroffen, nun geht es südlich durch den Kiefernforst, bis an der nächsten Kreuzung wieder östlich abgebogen wird. Mit einigen kleinen Richtungswechseln wird der tiefliegende Schibingsee erreicht und dessen östliches Ufer naturnah passiert. Um eine eingezäunte Schonung herum geht es zum markierten 66-Seen-Weg und diesem folgend sehr schön am Triftsee und am Mittelsee entlang zur Paul-Gerhardt-Hütte.
Nun wird dem Ufer des Schwanensees einige hundert Meter weit gefolgt, danach führt der Weg pfadartig am Hang hinauf, später wird es noch etwas steiler bis zum Gipfel des Wehlabergs mit dem Aussichtsturm. Der Abstieg erfolgt östlich, geradeaus geht es am Feuerwachturm entlang bis zum markierten Wanderweg mit dem grünen Balken, auf diesem dann wird nach einer Weile Krausnick erreicht und durchquert. Südöstlich im Bogen über die Felder wird das Dorf verlassen und anschließend auf den Sommerdamm der Wasserburger Spree getroffen. Dem Betonplattenweg wird allerdings nur einen Kilometer weit gefolgt, bevor der Abzweig in naturbelasseneres Gelände erfolgt.
Auf einer Länge von zwei Kilometern überwiegend am Kranichfließ entlang wird es sehr rustikal, die Wege sind kaum erahnbar und einige hölzerne Übergänge über die Fließe werden zwischendurch genutzt.
Es folgt ein drei Kilometer Schotterwegabschnitt durch dichtes Grün bis hin zu den Wassergräben, die südwestlich auf Naturdeichen passiert werden. Etwas parallel zum Kabelgraben führt der Weg später in einem Feld-Wald-Mix nach Groß Lubolz hinein, über die Hauptstraße geht es durch den Ort, über die Lübbener Straße und die Bahnhofstraße wird abschließend das Ziel der Tour am Bahnhof Lubolz erreicht.
Hallo Frank, ich gebe den Dank zurück für die gute Tourplanung und die angenehme Gesellschaft — und soooo rumpelig fand ich den Weg am Kranichfließ nicht, da gehen diverse Wanderleiter diverser Wandersportvereine mehr in die Vollen. Dein Tourtitel hat ein anerkennendes Schmunzeln bei mir hervorgerufen — alles drin, kann man nur sagen. Zu meinem blöden rechten Fuß meint Dr. Google (auf eine Zweitmeinung von Dr. Yahoo verzichte ich einstweilen) das, was sich mit meiner Beobachtung deckt, nämlich dass ich eher offene Schuhe tragen soll, also werde ich diese Woche in Trekkingsandalen investieren und die von dir erworbenen Treter erst einmal auf Frist legen. So entwickelt man also einen Schuh-Tick, aber bis zu Imelda ist es hoffentlich noch weit. Auf ein baldiges wanderndes Wiedersehen!
Vielen Dank auch an dieser Stelle noch einmal für die schöne gemeinsame Tour, Martin! Und natürlich alles Gute für eine schnelle und gute Lösung für das Fußproblem, das ich ja nur allzu gut nachvollziehen kann. Bis bald mal wieder …