… wie so oft eine sehr spon­tane Wan­de­rung heute von mir mit aktu­el­lem Thema: ges­tern am Abend hatte ich zufäl­lig gele­sen, dass jedes Jahr an Pfingst­mon­tag der ‘Deut­sche Müh­len­tag’ ist, kein Witz! 

Da meine letz­ten umfas­sen­den Tou­ren zu den acht Ber­li­ner Wind­müh­len schon viele Jahre her sind, habe ich mich heute auf die vier Hol­län­der­müh­len am süd­li­chen Stadt­rand kon­zen­triert, die tat­säch­lich an ihren his­to­ri­schen Ori­gi­nal­stand­or­ten ste­hen und sich gut durch eine Wan­der­stre­cke ver­bin­den las­sen. Kurze Hin­ter­grund­in­for­ma­tion: es gibt wei­tere vier Wind­müh­len in Ber­lin und zwar in Gatow (Bock­wind­mühle), in Mar­zahn (Bock­wind­mühle) und im Tech­nik­mu­seum (je eine Bock­wind­mühle und eine Hol­län­der­mühle). Diese wur­den aber neu­ge­baut oder dort ‘hin­ver­setzt’.

Die Route hatte ich eher nicht in Bezug auf Attrak­ti­vi­tät opti­miert son­dern wollte unter 20 Kilo­me­ter Länge blei­ben wegen des hohen urba­nen Asphalt­an­teils. Die Mühle in Zehlen­dorf zu Beginn der Tour besteht nur noch aus dem stei­ner­nen Rumpf, der aber gut gepflegt ist und offen­sicht­lich pri­vat bewohnt wird. Bei der Adler­mühle ärgerte mich, dass nicht wenigs­ten an die­sem beson­de­ren Tag der Schwimm­ver­ein ‘Frie­sen’, auf des­sen Ver­eins­ge­lände die Mühle steht, sie der Öffent­lich­keit zeigt. Der Mühle fehlt zwar eines der vier Rotor­blät­ter, ansons­ten ist sie aber noch äußer­lich gut in Schuss, sofern man das bei den weni­gen Blick­mög­lich­kei­ten durch die dichte Vege­ta­tion drum­herum beur­tei­len kann. 

Das ent­ge­gen­ge­setzte Bild an der schö­nen und gut erhal­te­nen Brit­zer Mühle mit dre­hen­dem Rad(!) im Grü­nen: hier ’steppte der Bär’ schon am spä­ten Vor­mit­tag bei Live­mu­sik und Bewirt­schaf­tung, ich musste aber natür­lich weiter ;-)

Die Jung­fern­mühle wirkt am Rand der wuch­ti­gen Gro­pi­us­stadt wie eine Fata Mor­gana, spe­zi­ell durch die selt­sam künst­lich erschei­nen­den Neu­bau­ten im hol­län­di­schen Stil dahin­ter. Der Müh­len­auf­satz an sich ist dage­gen ein tol­les Foto­mo­tiv und man kommt auch sehr nahe heran.

Bei der Tour ging es mir — neben der ‘Wind­müh­len-Bestands­auf­nahme’ — vor allem wie­der mal um das direkte Erfah­ren der spe­zi­el­len Ein­drü­cke und der Über­gänge zwi­schen den Ber­li­ner Kiezen und Orts­tei­len von Dah­lem über Zehlen­dorf, Lich­ter­felde, Lank­witz, Mari­en­felde, Mari­en­dorf und Buc­kow bis nach Gro­pi­us­stadt, wes­halb ich auch nur wenige Fotos gemacht habe.

Eine wie ich finde inter­es­sante Tour in dem Kon­text, die man im Bereich von ca. 25 Kilo­me­tern Länge (inklu­sive einer Runde im kos­ten­pflich­ti­gen Brit­zer Gar­ten) aber deut­lich schö­ner aus­ar­bei­ten könnte. 

Hier alle Infos zu den Ber­li­ner Windmühlen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Windm%C3%BChlen_in_Berlin