… in die­sem Monat stelle ich erneut ein Buch aus der Reihe ‘Mär­chen­haft wan­dern’ vor, in dem Fall das ganz frisch im August erschie­nene Werk zum Spree­wald und der bran­den­bur­gi­schen Lau­sitz von Autorin Kris­tina Offer­mann. Ich war vorab sehr gespannt, han­delt es sich doch bei der betrach­te­ten Region um eine Gegend, die in den Kern­ge­bie­ten tou­ris­tisch sehr gut erschlos­sen ist, aber auch etwas abseits davon viel Poten­tial für echte Geheim­tipps bie­tet. Es kom­men dann im Inhalt auch einige emp­feh­lens­werte aber eher erwart­bare kür­zere Stre­cken vor etwa auf der Achse zwi­schen Schlep­zig, Lüb­ben, Lüb­benau und Burg, gerade die vor­ge­schla­ge­nen Tou­ren drum­herum machen jedoch die Beson­der­heit aus. So wird etwa eine Rund­tour um Straupitz beschrie­ben, es geht in die Spree­auen bei Dis­sen und auf den Libel­len­pfad bei Rad­dusch. Natür­lich dür­fen die wun­der­schö­nen Parks in Krom­lau und Bra­nitz nicht feh­len und als Stell­ver­tre­ter für die Lau­sit­zer Seen­land­schaft ist eine Wan­de­rung am belieb­ten Senf­ten­ber­ger See enthalten.

Die Beschrei­bungs­texte zu den zwölf Tour-Emp­feh­lun­gen sind dabei kurz aber sehr unter­halt­sam ver­fasst, neben der Weg­be­schrei­bung fin­den sich inter­es­sante Info­bo­xen und — das Wesen der Buch­reihe dar­stel­lend — selbst­ver­ständ­lich bezug­neh­mend zum Ort oder der Gegend jeweils ein Mär­chen meist aus der sor­bi­schen Sagen­welt inhalt­lich inte­griert, was einen beson­de­ren Reiz bietet. 

Über­aus gefreut habe ich mich spe­zi­ell über die eher wenig bekann­ten Wan­der­vor­schläge in den Stei­nit­zer Alpen und im Hei­de­ge­biet ‘Forst­haus Prösa’ mit der Grube Gott­hold. Alle Tou­ren sind reich­hal­tig groß­for­ma­tig, teils dop­pel­sei­tig bebil­dert, der Hin­weis auf den übli­chen GPX-Track­down­load fin­det sich etwas ver­steckt ganz am Ende des Werks.

Nach­dem ich nun die drei Bücher der Reihe ‘Mär­chen­haft wan­dern’ für Berlin/Brandenburg gele­sen habe, muss ich sagen, dass mir das gene­relle Kon­zept und die Umset­zung im Ein­zel­nen sehr gut gefal­len. Gerne hät­ten es aber — in allen vor­lie­gen­den Fäl­len — noch ein paar mehr Vor­schläge sein dür­fen und auch die übli­chen Stre­cken­län­gen ori­en­tie­ren sich eher an moti­vier­ten Spa­zier­gän­gern als an halb­wegs ambi­tio­nier­ten Wan­de­rern. Aber an der Stelle ist ja der indi­vi­du­el­len Erwei­te­rung keine Grenze gesetzt und aus mei­ner Sicht sind auch die ÖPNV-Anbin­dun­gen für alle vor­ge­stell­ten Ideen pro­blem­los in deren Umge­bung ergänzbar.

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