… heute musste in alter Tra­di­tion mal wie­der eine Bench­mark-Wan­de­rung in Bran­den­burg sein, wie ich sie in der Regel jedes Jahr im Herbst zur Laub­fär­bung mache. Ziel ist dabei, eine bran­den­bur­gi­sche Pre­mium-Wan­der­re­gion zu wäh­len und dort eine mög­lichst attrak­tive Stre­cke zu absol­vie­ren, die dann wie­der mein per­sön­li­ches Urteils- und Ein­schät­zungs­ver­mö­gen für andere Tou­ren ’nach­jus­tiert’.

Dies­mal fiel meine Wahl kurz­ent­schlos­sen auf den nord­west­li­chen Kern­be­reich der Mär­ki­schen Schweiz und zumin­dest wollte ich eine Stre­cken­va­ri­ante aus­pro­bie­ren, die ich noch nicht kannte. So kamen bei dem Menü neben den übli­chen wohl­schme­cken­den Zuta­ten (Pan­ora­ma­weg, Poe­ten­steig, Weg am Stöb­ber­bach) die Gewürze Wolfs­schlucht und Erlenweg/Gummiweg hinzu. Ich beschränkte mich auf eine etwas kür­zere Weg­länge, ver­suchte aber ent­spre­chend ‘acht­sa­mer’ die Umge­bung wahr­zu­neh­men und zu fotografieren.

Die resul­tie­rende Rund­stre­cke gefiel mir sehr gut, auch wenn ich gerne noch mehr auf Sied­lungs­durch­que­run­gen ver­zich­tet hätte. So emp­fehle ich unterm Strich eher meine Vari­ante wei­ter öst­lich vom letz­ten Jahr, mit Start in Wald­sie­vers­dorf (https://www.komoot.com/de-de/tour/2488123409) oder die Stre­cke, die ich mit der Grün­der­gruppe vor vier Jah­ren absol­viert habe (https://www.komoot.com/de-de/tour/953792762). Auch die mar­kierte Natur­park­route ist prima, beson­ders wenn man sie noch etwas öst­lich und süd­lich erwei­tert (https://www.komoot.com/de-de/tour/111004855).

Vor­sicht gebo­ten ist bei dem lan­gen Knüp­pel­damm im Sumpf­ge­lände des Gum­mi­wegs zwi­schen Luna­park und Wer­der­straße am Buc­kower See: er ist inzwi­schen wirk­lich sehr marode und wacke­lig, teil­weise ste­hen Nägel her­vor, land­schaft­lich ist der Abschnitt aber toll.

Fazit: die ‘Nach­jus­tie­rung’ ist erfolgt und ich kann in nächs­ter Zeit wie­der meine Tou­ren hof­fent­lich mög­lichst objek­tiv einordnen ;-)

Zum Titel: mir kam unter­wegs die Asso­zia­tion zu mei­ner aktu­el­len Lieb­lings­band The Leaf Library mit ihrem herbst­li­chen Sound­spek­trum, und da ja auch die Fär­bung der Blät­ter der Bäume gerade wie in einer — nur teil­weise auf­ge­räum­ten — Biblio­thek schon von wei­tem unge­fähr die Gen­res (hier: Baum­ar­ten) erken­nen lassen. 

Hier ‘I Lear­ned To Swim Under Water’ von The Leaf Library:

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Infos und Tourbeschreibung:

Dies ist eine Rund­tour die an der Bus­hal­te­stelle ‘Markt’ in Buc­kow beginnt und endet. Zunächst geht es nach kur­zem Abste­cher zur Aus­sichts­platt­form am Ufer des Buc­kow­sees einige hun­dert Meter süd­lich über die Haupt­straße, dann wird dem etwas ver­steck­ten Zugang zum Erlen­weg gefolgt hinab zum Stöb­ber­fließ im dich­ten Grün. Der Pro­me­nade wird gefolgt zum Luna­park, es schließt sich der einige hun­dert Meter lange Knüp­pel­damm am See­ufer im moras­ti­gen Gelände an hin­über zur Wer­der­straße. Das Brecht-Weigel-Haus wird auf der Straße pas­siert, bevor auf den Wan­der­weg zum Wei­ßen See abge­bo­gen wird. Durch dich­ten Wald wird der See erreicht und zur Hälfte umrun­det, die Sied­lung am Fischer­berg wird gekreuzt und der Weg führt auf Kopf­stein­pflas­ter am Hang hinauf.

Nach einer Weile erfolgt der Abzweig auf den Pan­ora­ma­weg, pfad­ar­tig geht es im Wald an der Hang­kante ent­lang mit weni­gen Bli­cken auf den Scher­müt­zel­see, bevor der Weg wie­der lang­sam hinab führt zur Sied­lung Buchen­ried. Dem brei­te­ren Wan­der­weg wird gefolgt am Ufer des Scher­müt­zel­sees ent­lang oft natur­be­las­sen, dann wie­der an klei­nen Sied­lun­gen und Dat­schen­an­la­gen ent­lang zur Wrie­ze­ner Straße. Nach deren Über­que­rung führt der Weg pfad­ar­tig par­al­lel zum Sophien­fließ bis zur Holz­brü­cke, auf der die Gewäs­ser­seite gewech­selt wird. Nun geht es hin­auf auf dem Poe­ten­steig mit eini­gen Anstie­gen bis zum höchs­ten Punkt ‘Jena­s­höhe’, anschlie­ßend wird der steile Abstieg durch die schmale Wolfs­schlucht gewählt zum Klei­nen Tornowsee.

Der See wird nörd­lich pas­siert, danach geht es am benach­bar­ten Gro­ßen Tor­now­see süd­lich ent­lang bis zu des­sen Ende. Hier dreht sich die Geh­rich­tung um, ab hier wird dem Stöb­ber­bach oft sehr idyl­lisch und nahe gefolgt über zwei Kilo­me­ter bis hin zur Gün­ther­quelle, an der über die Brü­cke am Natur­park­zen­trum abge­zweigt wird nach Buc­kow hin­ein. Über die Lin­den­straße und den Wein­bergs­weg geht es zur Pro­me­nade, die in ihrem wei­te­ren Ver­lauf in den Schloss­park hin­ein­führt. Das Ufer des Grie­pen­sees wird gestreift und der Park über den Sebas­tian-Kneipp-Weg süd­lich ver­las­sen zum Markt­platz, dem Aus­gangs­punkt der Tour.