… heute stand mal wieder eine kleine Potsdamer Entdeckungstour für mich an, bisher war ich dort im Nordwesten noch nicht am ‘Geografischen Mittelpunkt Brandenburgs’ gewesen und auch das bergige Waldstück Heineholz wollte ich mir anschauen. Als Prolog wählte ich die Strecke vom gut per Bahn erreichbaren Spukschloss Marquardt mit seinem Schlosspark am Schlänitzsee, dann ging es quasi immer am Sacrow-Paretzer-Kanal entlang und auf den Deichen um den Fahrlander See herum.
Sah in der Planung entspannt und naturbelassen aus und den mir bekannten Abschnitt des Treidelpfads am Kanal hatte ich sehr positiv in Erinnerung. Diesmal jedoch war der Pfad stark zugewachsen und im Hang galt es oft über die dicken Wackersteine der Uferbefestigung zu balancieren, während die Brombeerranken gierig nach den Hosenbeinen schnappten …
Auch der per Schild markierte und eigentlich schöne Teil der Strecke zwischen Fahrland und dem Heineholz scheint seit Jahren nicht mehr gepflegt zu werden, er war ebenfalls an vielen Stellen leicht zugewachsen und an den Feldrändern einfach weggepflügt. Soviel zum Thema Abenteuer ;-)
Die Hinweistafel zum ‘Geografischen Mittelpunkt Brandenburgs’ (https://www.politische-bildung-brandenburg.de/themen/so-ist-brandenburg/zahlen-fakten/der-mittelpunkt-brandenburgs) wächst langsam zu im Hang des Weinbergs und viele Touristen kommen sicher nicht extra dafür her.
Highlight unterm Strich war gegen Ende die Querung des hügeligen und gar nicht so kleinen Waldstücks Heineholz mit dem Aussichtspunkt des Kirchbergs (zwei Plattformen mit Bänken) in seiner Mitte. Man sieht zwar leider rundum nicht mehr so viel wie noch Fontane im 19. Jahrhundert, der bereits damals das langsame Zuwachsen der Aussicht bemängelte, aber jeder exponierte Punkt mit ein paar Höhenmetern ist in Brandenburg an sich ja schon eine Attraktion jeder Tour.
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Infos und Tourbeschreibung
Diese Tour startet am Bahnhof in Marquardt, über die Fahrländer Straße führt der Weg zunächst zur Hauptstraße, dann ums Schloss herum und hinab zur großen Badestelle. Nach dem kleinen Exkurs im Schlosspark mit jeweils halber Umrundung der drei kleinen Teiche geht es auf dem Königsweg zum Sacrow-Paretzer-Kanal und auf dem gut ausgebauten Uferweg zur Bahnbrücke, die überquert wird. Auf der anderen Seite wird dem Uferweg entlang der Datschenanlage gefolgt bis zur Brücke der Bundesstraße, über die erneut die Kanalseite gewechselt wird. Der kleine Hafen wird passiert und weiter der Uferpfad genutzt, der allerdings sehr zugewachsen und schwer begehbar ist, alternativ kann in dem Bereich der Wiesenweg direkt neben dem begleitenden Wassergraben begangen werden.
Beim Auftreffen auf den Fahrlander See wird nun der Naturweg auf dem Deich gewählt bis hin zur Marquardter Straße am Ortseingang von Fahrland. Nach etwa 250 Metern auf der Straße wird am Polderkanal abgezweigt und dem Feldweg zum Weinberg gefolgt. Das Schild mit dem Hinweis auf den ‘Geografischen Mittelpunkt Brandenburgs’ wird im Hang passiert, am Schilfgürtel des Gewässers entlang geht es zum Uferzugang am Pumpenhaus, danach wird dem leicht zugewachsenen Pfad auf dem Deich gefolgt bis zu einer kleinen Siedlung am Ostufer des Sees. Hier erfolgt der Abzweig hinauf in den Wald auf dem Aussichtsweg und dem Hügelweg, um die Wasserbehälter herum geht es noch ein Stück nach oben bis zum Aussichtspunkt des Kirchbergs mit den Plattformen.
Der Abstieg erfolgt auf schmalen Pfaden in östlicher Richtung bis zur Bundesstraße, die überquert wird und noch ein Stück weit im Wald auf dem Promenadenweg umgangen werden kann. Es schließt sich der unvermeidbare knapp einen Kilometer lange Abschnitt entlang der vielbefahrenen B2 an über zwei Wasserstraßen hinweg, am Sacrow-Paretzer-Kanal wird noch einmal nach dem Treppenabstieg der sehr schmale Pfad neben dem Gewässer genutzt, der später in den Promenadenweg mündet. An der kleinen Aussichtsplattform am Yachthafen ändert sich die Gehrichtung, zwischen den Wohnanalagen und dem IT-Campus führt der Weg hinauf und die Tour endet an der Tramhaltestelle ‘Campus Jungfernsee’.
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