… eine eher ungewöhnliche Streckenkombination, die ich heute vom neuen ‘verrückten’ Bahnhof Fangschleuse aus nach Woltersdorf und weiter nach Rüdersdorf gewandert bin. Normalerweise wählt man ja dafür vom Start den Abschnitt der Löcknitz in westlicher Richtung zum Wupatzsee und folgt dann dem Ufer des Flakensees, ich erinnerte mich aber daran, dass mir der ‘Höhenwanderweg’ zwischen Altbuchhorst und dem Aussichtsturm Kranichsberg vor einigen Jahren sehr gut gefallen hatte. So wurde es diese Routenverknüpfung mit einem Stück Löcknitztal in östlicher Richtung, später den Peetzsee streifend. Der letzte Teil der Wanderung erfolgte dann ’standardmäßig’ auf dem dort besonders schönen 66-Seen-Weg bis nach Rüdersdorf hinein.
Zur Verstärkung hatte ich nach langer Zeit mal wieder Steffen Lehmann dabei, ohne den die Begegnung mit einer kleinen Wildschweinrotte (zwei Schwarzkittel und mehrere gestreifte Jungtiere) mitten auf dem Weg vielleicht anders für mich ausgegangen wäre …
Sehr grün ist die Rüdersdorfer Heide, auch Grüne Heide genannt, aktuell noch, obwohl der Herbst sich am heutigen Tag schon sichtbar andeutete. Zum Thema Grüne Heide / Grünheide behalte ich zwei Bilder im Kopf: einen kettensägenschwingenden Horrorclown, der hoffentlich zur Kontrolle ab und zu mal die Tassen in seinem Schrank nachzählt, und einen schmalzigen Schnulzensänger, der hoffentlich seine Liedtexte nicht selbst geschrieben hat …
Unterm Strich eine wirklich überaus empfehlenswerte Tour in der Form, die somit auch ein heißer Kandidat für eine meiner nächsten Gruppenwanderungen ist.
————
Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am Bahnhof Fangschleuse, der über den provisorischen Ausgang nördlich zum neuen Radweg verlassen wird. Über den naturbelassenen Waldweg geht es nördlich über den kreuzenden Oberförstereiweg geradeaus bis zur Löcknitz und dem dortigen 66-Seen-Weg. Auf naturnahen Pfaden führt der Weg im Wald und über eine Schafweide über knapp drei Kilometer Länge immer in der Nähe der Löcknitz östlich bis zur Landstraße, die überquert wird. Noch einmal wird dem 66-Seen-Weg wenige hundert Meter weit gefolgt bis zum Rastplatz ‘Heidealm’, dort erfolgt der Abzweig und es geht nun im dichten Grün nördlich bis zum Waldfriedhof, dann um diesen herum und weiter zum Ufer des Peetzsees.
Dem Uferpfad wird an den Badestellen entlang so weit wie möglich gefolgt, es schließt sich die Durchquerung des Ortes Altbuchhorst auf der Straße ‘Am Reiherhorst’, dem Feldweg und der Altbuchhorster Straße an bis hin zum nördlichen Siedlungsende. Hier wird zunächst im Wald der breite Forstweg östlich umgangen, später an einem markanten Wegekreuz dem Schild ‘Höhenwanderweg’ gefolgt. Auf drei Kilometern Länge geht es merklich langsam bergauf auf naturbelassenen und sichtlich kaum genutzten Wegen, nach dem Passieren einer Freifläche am Waldrand wird die Autobahn überquert.
Anschließend wird der Hortwinkler Weg genutzt, später auf den Försterweg abgezweigt, der bis zum Aussichtsturm Kranichsberg führt. Der Abstieg erfolgt über den geschotterten Brotsteig und die Schleuse Woltersdorf wird erreicht, weiter geht es an der Liebesquelle vorbei und dem Kanal folgend bis zum Kalksee. Dem tollen schmalen Hochuferpfad wird gefolgt bis zu dessen Ende, das in die Karlstraße in Rüdersdorf übergeht. An deren Ende wird der Kalkgraben auf der Peter-Lübke-Brücke überquert und über die Schulstraße wird das Ziel der Tour an der Straßenbahnhaltestelle ‘Rathaus’ erreicht.
Hinterlasse einen Kommentar