… weil die Bahnverbindung eine der wenigen im Großraum Berlin/Potsdam ist, die an den Wochenenden aktuell stabil funktioniert, ging es für mich wieder mal in die Gegend um Treuenbrietzen im Fläming. Bereits vor zwei Monaten war ich vom Alten Lager nach Treuenbrietzen-Süd gewandert, damals aber nördlich der Gleise durch das riesige ehemalige Truppenübungsgelände und über den Keilberg. Diesmal wurde es das Pendant dazu im südlichen Bereich und nur kurz zu Beginn durch einen alten militärischen Schießplatz, heute als offene Heide Malterhausen bekannt. Leider war die Besenheide dort schon fast verblüht, das gar nicht so kleine Areal sollte man sich aber merken für die Zeit der Blüte, der Weg quer hindurch ist begehbar und laut Beschilderung auch komplett munitionsberäumt.
Im Mittelteil durchquerte ich den kleinen Ort Lüdendorf, um den herum drei Findlinge zu sehen sind: der ‘Hochzeitsstein’ liegt direkt vor einem Haus, der verzierte kleine ‘Heidestein’ befindet sich am Wegesrand und der leicht im Wald versteckte ‘Hasenstein’ wird offensichtlich von Kindern gerne zum Spielen als Teil einer von ihnen gebauten ‘Festung’ genutzt.
Den Hinweis auf einen ‘Kammergutstein’ habe ich mehrfach auf Wegweisern gesehen, aber keine Ahnung, wo er sich genau befindet. Den ‘Behlhardtstein’ in der Nähe des Reichhelms Parks (so zumindest laut handgezeichneter Karte) habe ich heute wiederholt intensiv gesucht, ihn aber nicht gefunden.
Ein Erlebnis war es auch diesmal wieder für mich, nach vielen Kilometern des Wanderns durch regionstypisch äußerst trockene Kiefernwälder ins Nieplitztal zu kommen mit seinen Mooren und zahlreichen Wasserläufen, Teichen und Quelltöpfen und mich dort wie in einer grünen Oase zu fühlen.
Eine ganz passable Streckenvariante, die ich — gerade wegen ihrer sehr guten Bahnanbindung — durchaus in der Form empfehlen kann.
Der ‘Klassiker’ der Region ist und bleibt für mich aber die Runde um Treuenbrietzen mit Reichhelms Park und Zarth.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am Bahnhof ‘Altes Lager’, zunächst geht es südlich um das verlassene Kasernenareal herum auf altem Kopfsteinpflaster zum Sportplatz, durch ein kleines Waldstück wird die offene Landschaft der Heide Malterhausen erreicht und nordöstlich durchquert. Etwas nördlich versetzt wird der Waldweg genutzt, der die Landstraße kreuzt, nach deren Überquerung führt der Weg leicht zugewachsen an einer Schonung entlang einige hundert Meter weit in derselben Richtung. Nach dem erneuten Wechsel auf den nördlich versetzt verlaufenden breiten Schotterweg wir diesem nun gefolgt leicht hinab bis zur einsamen Kiesgrube, die nördlich umgangen wird.
Es schließt sich ein ausgeprägter Kiefernwaldabschnitt an, der über die Kreuzung mit dem alten Wegeplan und dem bemalten ‘Baumgesicht’ hinweg weiter östlich führt. Nach dem Abbiegen nach Nordosten auf der markierten ‘Steintour’ wird der Heidestein passiert, gut einen Kilometer später ebenso der Hasenstein. Der Wald wird verlassen und am Feldrand entlang geht es nach Lüdendorf und quer durch den Ort hindurch, am letzten Haus der Siedlung befindet sich mit dem Hochzeitsstein der dritte Findling der Tour.
Entlang der Schneise der Erdgaspipeline führt der Weg nun eineinhalb Kilometer durch den Wald, bevor der Abzweig nach Nordosten erfolgt. Dem Weg im dichten Kiefernforst wird eine ganze Weile gefolgt bis hin zur Nieplitz, dort geht es dann auf dem Wanderweg zum Trichterteich und weiter hinauf zum Forellenteich, der zur Hälfte umrundet wird. Über den schmalen Pfad des Panoramawegs (Achtung: Stand 09/2026 an einer Stelle durch umgestürzte Bäume schwer passierbar und sehr sumpfig) geht es hinüber zum Reichhelmsteich, der komplett umrundet wird.
Nun wird dem Nickert-Rundweg gefolgt zurück zum Hufeisenteich und die Nieplitz wird auf dem Steindamm ‘gefurtet’ (Achtung: bitte unbedingt einen Stock zur Abstützung nutzen, einige Trittsteine wackeln bedenklich). Nach der Beschilderung des markierten Nickert-Rundwegs geht es mit einigen Richtungsänderungen weiter zum Ausgang des Waldes in Treuenbrietzen-Süd und die Tour endet am dortigen Bahnhof.
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