… so, das war sie bereits, meine erste eigene Etappe im Rahmen der 2026er Staffelwanderung auf dem E10 quer durch ganz Brandenburg. Im Prinzip war das erneute Absolvieren exakt dieser Strecke auch eine Art ‘Wander-Traumabewältigung’ für mich: vor gut neun Jahren war ich sie zum ersten Mal im schwülheißen Hochsommer gewandert und sie hatte mich durch ihre vielen Längen (zahlreiche kilometerweite Geradeaus-Abschnitte) gepaart mit der sehr speziellen Charakteristik (nur ca. 5% Naturweganteil) komplett gefordert. Dazu kamen damals hunderte von Stechmücken, die mich im letzten Drittel verrückt machten und denen ich auch durch kräftezehrende Laufschritteinlagen kaum entfliehen konnte.
Heute dagegen war das Wanderwetter sehr angenehm, die flugfähigen Insekten nervten nur wenig und es blieb bei einem einzigen halbstündigen Schauer direkt zu Beginn. Trotz der düsteren Wolken konnte ich mich nun besser im Detail mit der Route und der Umgebung beschäftigen. Unterm Strich blieb es zwar beim ‘humorlosen Kilometerfressen’ (so mein Urteil von 2017), aber es gab auch durchaus ein paar nette Ausblicke hier und da in die regionstypisch sumpfige Luchlandschaft rund um den Rhin. Da ich am Ende noch Zeit hatte, gönnte ich mir zusätzlich den Schlenker zur Badestelle am Ruppiner See in Altfriesack. Möglich wären noch die Extra-Exkurse zur ‘Kleinen Goldelse’ in Hakenberg, der ausgedehntere Besuch der Linumer Teichanlagen sowie das Zietenschloss in Wustrau gewesen, was die Länge der Tour aber an die 40km-Marke gebracht hätte.
Meine Erkenntnis des Tages: diese Etappe ist definitiv eher als alternativlose(?) notwendige Verbindung des E10 zu sehen zwischen dem Havelland und der Ostprignitz und ich werde sie in der Form sicher nicht noch einmal wandern. Bin trotzdem froh, diese ‘Handicap-Challenge’ gemeistert zu haben in ungewohnten Regenklamotten und dicken wasserdichten Socken ;-)
Hier die Collection zur Staffelwanderung:
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Etappe startet an der Bushaltestelle ‘Dorfanger’ in Tietzow, über den Weg ‘Zu den Priestergärten’ ist gleich der Ort verlassen. Nun geht es fünf Kilometer weit zunächst auf Schotter, dann auf alten Betonplatten an einem Wassergraben entlang von Baum- und Buschreihen flankiert westlich bis zum Kleinen Havelländischen Hauptkanal. Nach eineinhalb Kilometern auf naturnahen Feld- und Waldwegen in nordwestlicher Richtung wird auf den Schotterweg abgezweigt, der nach gut einem Kilometer in die Kastanienallee des Dorfes Kuhhorst übergeht. Der Ort wird zur Kreisstraße hin durchquert und anschließend dieser über fünf Kilometer hinweg bis nach Linum gefolgt.
Auch dort wird das Dorf auf direktem Weg durchquert durch die Nauener Straße sowie die Straßen ‘Zu den Teichen’ und ‘Trompeterberg’. Es schließt sich ein Radwegabschnitt an parallel zum Wassergraben, später wird dem Hinweisschild in Richtung der Hakenberger Schleuse gefolgt. Nach der Überquerung des Alten Rhins geht es auf der schmalen Asphaltpiste mit einigen Richtungsänderungen durch die Luchgebiete und die Siedlung Zietenhorst wird gestreift, nach einer Weile wird auf einen modernen Verbundplattenweg getroffen. Diesem wird geradeaus gefolgt über zweieinhalb Kilometer, danach geht es weiter auf dem geschotterten Sommerdamm neben einer groben Kopfsteinpflasterstraße, nach der Überquerung des Wustrauer Rhins ist das Gemeindegebiet von Wustrau-Altfriesack erreicht, über die Flatower Straße und die Ernst-Thälmann-Straße führt der Weg zum südlichen Ende des langgestreckten Ruppiner Sees.
Wenige hundert Meter weit wird dem straßenbegleitenden Radweg gefolgt, dann der Weg an den Datschen entlang zum Obelisk-Denkmal genutzt. Wenig später wird eine große Badestelle passiert, auf schmalen Waldpfaden geht es zur Datschenanlage ‘Rhingarten’ und weiter nach Altfriesack hinein. Auf der historischen Zugbrücke wird der Ruppiner Kanal überquert, danach führt der Weg durchs alte Fischerdorf und in der Verlängerung zum Auftreffen auf die Landstraße. Parallel zu ihr wird der Pfad wenige Meter daneben im Wald genutzt in Richtung des Bahnhofs Wustrau-Radensleben und die Etappe endet dort.
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