… der Natur­park Dahme-Hei­de­seen lässt mir in die­sem Jahr keine Ruhe und so war ich zur Hei­de­blüte dort wie im Sep­tem­ber 2025 bereits wie­der in der gar nicht so klei­nen Massower Heide (https://www.dahme-heideseen-naturpark.de/themen/natura-2000/massow/), die im ‘tou­ris­ti­schen Nie­mands­land’ an der Grenze zwi­schen zwei Land­krei­sen trotz der Nähe zur Auto­bahn­ab­fahrt ihr ein­sa­mes Dasein fristet.

Das abge­schot­tete Areal der Sied­lung Massow mit ihrer span­nen­den Geschichte (erst Stasi-Aus­bil­dungs­camp für Para­mi­li­tärs aus dem Nahen & Mitt­le­ren Osten, dann Auto­bahn­rast­stätte mit Hotel nach der Wende, spä­ter auch genutzt als Gewer­be­park und Reha­kli­nik, heute als Flücht­lings­un­ter­kunft) umging ich dies­mal kom­plett, nahm nur den Blick auf den süd­li­chen Wach­turm im Wald mit, den ich noch nicht gese­hen hatte. Mein Plan war dies­mal, im Gegen­satz zur letzt­jäh­ri­gen Tour in der Gegend noch den ‘Dorn­s­wal­der Mär­chen­wald’ mit sei­nen bizar­ren Kie­fern zu integrieren. 

Um auch sonst Sied­lungs­durch­que­run­gen größt­mög­lich zu ver­mei­den, nutzte ich an Start und Ziel Bus­hal­te­stel­len mit sehr direk­tem Wald­zu­gang, was gut von der Prak­ti­ka­bi­li­tät und vom Timing her funk­tio­nierte. Auch heute war mein Ein­druck wie­der, dass der süd­li­che Teil der blü­hen­den Heide ganz nett ist, der nörd­li­che aber deut­lich attrak­ti­ver und unge­wöhn­li­cher erscheint. Das liegt daran, dass es wohl die ein­zige grö­ßere Calluna-Blüte in Bran­den­burg ist, die sich in einer Hang­lage befin­det und so weite Aus­bli­cke zulässt.

Im Prin­zip war es eine Stre­cke über­wie­gend im ‘Kie­fern­stan­gen­wald’ und auf Schot­ter­pis­ten und trotz­dem machte sie eine Menge Spaß. In der Kom­bi­na­tion der drei schö­nen Seen mit der idyl­li­schen Klin­ge­spring-Quelle und den Mär­chen-Kie­fern (High­light wie­der: das ein­zig­ar­tige Exem­plar mit 360-Grad-Dre­hung im Stamm). Aus Wan­der­per­spek­tive war die Umrun­dung des Brie­sen­sees auf schma­len Pfa­den und von üppi­gem Farn­be­wuchs umge­ben der Höhe­punkt der Tour.

Kann man defi­ni­tiv mal so machen, even­tu­ell wäre aber der Start in Halbe mit ein paar zusätz­li­chen Kilo­me­tern die bes­sere Option, da man dann den sehens­wer­ten Schä­fer­see eben­falls in der Stre­cke mit drin hätte.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt an der Bus­hal­te­stelle im Ort Staa­kow, der gleich über die Dorf­straße nord­west­lich ver­las­sen wird. Auf vier­ein­halb Kilo­me­tern Länge wird dem Wald­weg gefolgt, der meist geschot­tert durch den jun­gen Kie­fern­forst ver­läuft, in dem sich aber auch auf hal­ber Stre­cke ein schö­ner Buchen­be­stand in natür­li­che­rer Umge­bung befin­det. Nach der etwas trost­lo­sen Unter­que­rung der Auto­bahn­ab­fahrt geht es einige hun­dert Meter weit an der Dorn­s­wal­der Straße ent­lang, bevor west­lich auf einen leicht zuge­wach­se­nen Wald­weg am Rand des ehe­ma­li­gen Mili­tärare­als abge­zweigt wird.

Nach dem Auf­tref­fen auf den Schot­ter­weg wird die­ser süd­west­lich genutzt bis hin zu dem klei­nen Mär­chen­wald, der sich deut­lich von der umge­ben­den Kie­fern-Mono­kul­tur abhebt. Das Gelände wird rus­ti­kal in einer ange­deu­te­ten Schneise durch­quert zur par­al­lel ver­lau­fen­den Schot­ter­piste hin, anschlie­ßend führt der Weg nord­öst­lich bis zum Bereich der offe­nen Massower Heide. Nach Durch­que­rung der san­di­gen Hei­de­flä­che schließt sich ein Misch­wald an, gefolgt vom zwei­ten Hei­de­ab­schnitt, bei dem man auch den Blick abseits der Stre­cke von oben am Hang genie­ßen sollte. 

Es folgt ein wei­te­rer fein geschot­ter­ter Weg bis zum Tabak­see, kurz danach knickt die Route drei­mal fast recht­wink­lig ab und eine breite san­dige Schneise wird genutzt. Bei nächs­ter Gele­gen­heit wird nörd­lich abge­bo­gen, spä­ter der öst­li­che nicht im Kar­ten­ma­te­rial vor­han­dene Weg genutzt, der in sei­ner Ver­län­ge­rung hinab zum Tor­nower See führt. Hier wird der schöne Ufer­weg began­gen, der kurz nach der Klin­ge­spring-Quelle abzweigt zum Brie­sen­see. Kom­plett pfad­ar­tig wird der kleine See in dich­ter Vege­ta­tion umrun­det und wie­der das Ufer des Tor­nower Sees erreicht. Noch ein­mal geht es nahe am Ufer ent­lang, die Hohe Mühle wird pas­siert und das Sied­lungs­ge­biet von Tor­now gestreift. Über die Teupit­zer Straße geht es abschlie­ßend zur Bus­hal­te­stelle ‘Fried­hof’, an der die Tour endet.