… im vier­ten Jahr hin­ter­ein­an­der durfte ich auch in 2026 wie­der als Wan­der­füh­rer für ein Team des B2B-Ser­vice-Toch­ter­un­ter­neh­mens eines gro­ßen deut­schen Kre­dit­in­sti­tuts unter­wegs sein. Mit acht Teil­neh­men­den ging es dabei quer durch den Ber­li­ner Gru­ne­wald, wobei dies­mal mein Fokus dar­auf lag, nicht die attrak­tivste Stre­cke zusam­men­zu­stel­len, son­dern eine mit ein paar ver­meint­lich weni­ger bekann­ten High­lights, zu denen ich jeweils Fotos auf dem iPad zeigte und ein wenig Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen präsentierte.

Als ‘War­mup’ gab es direkt die kna­ckige Bestei­gung des Dra­chen­bergs, der Weg führte dann nach dem Abstieg halb um den Fuß des Teu­fels­bergs herum zu High­light Num­mer eins: die ehe­ma­lige Ski­piste, die ein­ma­lig im Jahr 1986 für ein hoch­ran­gi­ges Welt­cup-Par­al­lel­sla­lom­ren­nen Aus­tra­gungs­ort war.

Auf mei­ner typi­schen Ver­bin­dungs­route ging es danach zum Wald­fried­hof Gru­ne­wald mit dem Grab der Sän­ge­rin Nico, von der über­ra­schen­der­weise nie­mand in der Gruppe jemals etwas gehört hatte. Somit ver­puffte die Strahl­kraft die­ses mir beson­ders wich­ti­gen High­lights lei­der etwas … 

Nächs­tes Ziel war dann der Kai­ser­gar­ten am Gru­ne­wald­turm zur Ein­kehr, bevor es hinab zum Havel­strand an der Lie­per Bucht ging und anschlie­ßend der viel­leicht schönste Abschnitt des Havel­hö­hen­wegs absol­viert wurde. An der Gro­ßen Steinlanke erfolgte spä­ter der eher unge­wöhn­li­che Rich­tungs­wech­sel in süd­öst­li­cher Rich­tung zur unvoll­ende­ten Südsteil­kurve der AVUS-Renn­stre­cke mit dem etwas ver­steck­ten maß­stabs­ge­treuen Beton­mo­dell in der Nähe.

Mir hat es erneut gro­ßen Spaß gemacht und für mich war es wie­der ein beson­ders schö­nes Expe­ri­ment, um zu tes­ten, wie man a) einem eher sehr bekann­ten Wan­der­ge­biet noch ein paar unbe­kannte Sei­ten hin­zu­fü­gen kann und b) zu einer frem­den Gruppe mög­lichst schnell und ziel­ge­rich­tet ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis auf­baut, sie dezent unter­hält und ohne große Anstren­gung quasi die Wan­der­füh­rer­tä­tig­keit im Hin­ter­grund absolviert.

Da ich inzwi­schen schon so viele Wege­kom­bi­na­tio­nen im Gru­ne­wald gewan­dert bin, fällt es mir schwer, zu ent­schei­den, wel­ches denn nun die beste ist. Unterm Strich emp­fand ich die Vari­ante heute aber defi­ni­tiv als eine der interessantesten.

Anmer­kung: die Fotos stam­men teil­weise aus zwei Teil-Vorwanderungen.