… nachdem die eigentlich geplante Bahnfahrt ins Ruppiner Land wegen Unzulänglichkeiten im Betriebsablauf bereits in der ‘Ofenstadt’ Velten unerwartet für mich endete, musste schnell ein ‘Plan B’ gefunden werden. Durch die eingekesselte Insellage des Städtchens zwischen Industrieanlagen, Bahntrassen, Autobahnen und Wasserläufen ohne Brücken ist das Finden einer Wanderstrecke dort immer wieder eine Herausforderung.
Ich ersann mich der ganz passablen Tour, die ich erst in diesem Jahr an Ostern absolviert hatte (https://www.komoot.com/de-de/tour/2865317965) und verwendete deren ersten Teil bis hin zur Querung der Autobahnbrücke der A111, im Anschluss ging es dann aber durch die langgestreckte Stolper Heide weiter nach Heiligensee. So wurde es eine sehr unspektakuläre Wanderung überwiegend im Kiefernwald, der sich hier aber ‘parterre’ relativ grün und im Umbau befindlich präsentierte.
Sozusagen brandenburgische Hausmannskost, bestehend überwiegend aus Sättigungsbeilage …
Zumindest scheinen es die Kiefernprozessionsspinner noch nicht bis ins Havelland geschafft zu haben.
Highlight: der schöne — an einigen Stellen leicht zugewachsene — Uferpfad entlang des Stichkanals.
Auch wenn der Geräuschpegel der Autobahn nur selten komplett verschwand, so war doch die Einsamkeit der großen Forstwälder erstaunlich. Skurril wirkte auf mich wie beim letzten Mal wieder der Planeten- & Naturlehrpfad östlich von Velten quasi im Niemandsland, nicht weit davon gibt es dann wieder das stets gut besuchte Restaurant ‘Zum Weißen Schwan’ in Hohenschöpping an der Havel.
Wie schon an Ostern wieder mein Hinweis, dass nicht ganz klar ist, ob die Querung der Autobahnbrücke so erlaubt ist. Die Rampen erschienen mir auch diesmal wieder stark frequentiert und komoot routet darüber, da in OSM kein Verbot eingetragen ist.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am Bahnhof in Velten, zunächst geht es an der Poststraße entlang, dann auf dem asphaltierten Luchwiesenweg nach Heidekrug. Die Siedlung ‘Velten Grün’ wird durchquert und im Bogen durch den Wald der Stichkanal erreicht. Dessen östlichem Uferpfad wird einige hundert Meter weit gefolgt, dann der Feldweg durch die breite Stromschneise genutzt. Nun geht es dem Planeten- & Naturlehrpfad durch den Kiefernforst im Zickzack zum Waldausgang am Abzweig nach Hohenschöpping, über den das Gasthaus zum Weißen Schwan erreicht wird.
Nach dem Passieren am Ufer der Havel wird diese über die Autobahnbrücke überquert und auf der anderen Seite eine Weile der Asphaltstraße südöstlich gefolgt. Hinter der Bahnunterführung wird in den Wald abgezweigt und der Weg in südlicher Richtung genutzt, später auf den versetzt verlaufenden Forstweg etwas weiter östlich gewechselt. Die Ruppiner Straße wird gekreuzt, nach zwei Kilometern die Siedlung Stolpe-Süd erreicht und auf der Straße ‘Einheit’ durchquert.
Über den Meisensteg wird die Berliner Stadtgrenze erreicht, durch das kleine Wäldchen geht es zur Ruppiner Chaussee und die Tour endet an der S‑Bahnstation Heiligensee.
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