… am Vormittag wollte ich die Zeit vor dem angekündigten Regen nutzen, um einmal eine umfangreiche Runde im Wildpark Potsdam zu drehen. Ende Juni war mir bei einer kurzen Etappe auf dem E10 dort aufgefallen, dass ich noch nie eine ausgiebige Rundtour in dem mehr oder weniger zusammenhängenden Wald gemacht hatte, der leider seit dem Bau der Bahntrasse des Berliner Außenrings in zwei Teile zerschnitten ist.
Enthalten waren die drei bestehenden historischen Tor-Forsthäuser sowie die zentrale Wildmeisterei neben dem Weißer-Hirsch-Gedenkstein und dem Großen Stern.
Als Start und Ziel mit bequemem Zugang bot sich der Bahnhof Sanssouci an, den in der Regel scheinbar nur Studenten und Touristen nutzen. So ergab sich für mich eine wirklich schöne Strecke, bei der ich zahlreiche Waldwege bisher noch nicht genutzt hatte. Abrupt herausgerissen aus dem angenehmen ‘Flow’ wird man leider bei den beiden kurzen alternativlosen Unterquerungen der Bahntrasse, wobei die nördliche an der vielbefahrenen Landstraße ohne Fußgängerweg auch nicht ganz ungefährlich ist trotz der Markierung als offizielle Wanderroute …
Schon erstaunlich, wie schnell man von Berlin aus vor Ort ist und eine knapp dreistündige entspannte Waldrunde drehen kann. Werde ich sicher bei Gelegenheit wiederholen oder auch mal im Winter als Gruppentour anbieten.
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Infos und Tourbeschreibung:
Dies ist eine Rundtour, die am Bahnhof Sanssouci beginnt und endet. Zunächst geht es über die Straße ‘Am Wildpark’ zum Torhaus, dann direkt in den Wald hinein auf dem Werdersteig. Nach dem Abzweig auf die Eichenallee wird der zentrale Große Stern erreicht, weiter führt der Weg über die Lindenallee zur Wildmeisterei. Nun wird der Großen Wildpark-Route (Markierung: gelber Balken) südöstlich gefolgt bis zur Siedlungsgrenze, auf der Schneise der unterirdischen Erdgasleitung geht es anschließend zur Unterquerung der Bahntrasse.
Im westlichen Teil des Wildparks führt der Weg im Wald etwas entfernt parallel zur Zeppelinstraße zur Alten Försterei und weiter südwestlich bis fast zum Siedlungsbeginn von Geltow, bevor der Weg die Richtung ändert. Jetzt geht es nördlich auf dem Großen Hirschweg um den Schäfereiberg herum, danach einigermaßen nahe am Zaun der Tresckow-Kaserne entlang im hügeligen Gelände hinüber zur Trasse des Außenrings. An der Bahnstrecke entlang wird der Werdersche Damm erreicht und die Bahngleise unterquert, bei erster Gelegenheit abgebogen auf den Kuhfortdamm.
Hier führt der Weg im östlichen Teil gleich wieder in den Wald hinein, im großen Bogen geht es zum Torhaus und dem Antoniusweg wird auf kompletter Länge gefolgt bis hin zum Ausgang des Waldes. Über die Straße ‘Am Wildpark’ wird abschließend wieder der Ausgangspunkt der Tour erreicht.
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