… das Lau­sit­zer Seen­land wurde es wie geplant mal wie­der heute für mich, und glück­li­cher­weise spielte das Wet­ter nach lücken­los grauer Wol­ken­de­cke am frü­hen Mor­gen dann doch noch mit und die Gegend um Senf­ten­berg erwar­tete mich mit viel Son­nen­schein. Nach dem Aus­tüf­teln etli­cher Vari­an­ten blieb ich nun doch bei der 25km-Tour mit sta­bi­ler Bahn­an­bin­dung an Start und Ziel in Bran­den­burg, da alle Bus­li­nien im Grenz­raum zu Sach­sen eine deut­lich län­gere Anfahrt bedeu­tet hätten.

Tat­säch­lich waren in mei­ner heu­ti­gen Wan­de­rung vier der nun unter­ein­an­der schiff­bar ver­bun­de­nen fünf Rest­loch­seen ent­hal­ten, auch wenn es nur jeweils wenige Bli­cke auf den Groß­räsche­ner See und den Part­wit­zer See gab. Der ‘Dino­sau­rier’ unter den geflu­te­ten Tage­bau­seen (seit den 1970er Jah­ren) direkt am Rand von Senf­ten­berg machte den Anfang, drei­ein­halb Kilo­me­ter weit beglei­tete ich seine Marina und die schon lange fest eta­blier­ten Strände am Nord­ufer. Um den Ort Klein­ko­schen herum und nach Que­rung der mal wie­der an der Stelle aus­ge­trock­ne­ten Schwar­zen Els­ter ging es dann hin­über zur Sorn­oer Bucht des viel grö­ße­ren Sedlit­zer Sees, dort zur Land­marke ‘Ros­ti­ger Nagel’ und gut zur Hälfte um den See herum (mit kur­zem Abste­cher zum Part­wit­zer See) zum Tun­nel des Ilse­ka­nals und wei­ter zum Groß­räsche­ner See kurz vor dem Ziel.

Auch heute beein­druckte mich wie­der der Sedlit­zer See mit sei­nem enor­men ‘Kari­bik-Flair’ aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln, wenn man die Augen leicht zukneift ;-)

Unterm Strich benutzte ich natür­lich viele Rad­weg­ab­schnitte, deren Summe mit ’nur’ gut 10 Kilo­me­tern aber deut­lich gerin­ger aus­fiel als erwar­tet. Zahl­rei­che aus mei­ner Sicht erlaubte Alter­na­ti­ven erga­ben sich teils auf Natur­we­gen, meist aber auf mehr oder weni­ger gro­bem Schot­ter. Eine zumin­dest sehr inter­es­sante Tour mit vie­len Län­gen, bei der man sich aber nicht wun­dern darf, auf den Asphalt­bän­dern als Wan­de­rer von den Rad­fah­rern fas­sungs­los und mit­lei­dig ange­schaut zu werden … 

Hier noch ein klei­nes von mir auf­ge­nom­me­nes ‘Mood-Video’ vom Lies­ker Strand:

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof in Senf­ten­berg, zunächst geht es ent­lang der Bahn­hof­straße zum Markt­platz im Stadt­kern, dann über die Schloß­straße in den Park mit sei­nem Schloss. Der Schloss­teich wird pas­siert, die Schwarze Els­ter über­quert und der Stadt­ha­fen erreicht. Nach dem Besuch der See­brü­cke führt der Weg ufer­nah durch die schmale Park­an­lage zum Strand­ho­tel, anschlie­ßend auf dem Rad­weg an den aus­ge­dehn­ten Strän­den ent­lang in Rich­tung Osten. Etwa einen Kilo­me­ter danach wird das See­ufer ver­las­sen und nörd­lich auf den Tram­pel­pfad durchs Feld abge­bo­gen. Die Bun­des­straße wird gekreuzt und noch ein­mal die Schwarze Els­ter über­quert, anschlie­ßend geht es an der Dat­schen­an­lage ent­lang bis zu deren Ende.

Ein leicht wil­der Wald­weg schließt sich an, der nach einer Weile auf einen geschot­ter­ten Wald­weg trifft. Die­sem wird nun gefolgt zum west­li­chen Ende der Sorn­oer Bucht (Betre­tungs­ver­bote beach­ten!) und im Bogen wei­ter leicht hin­auf immer in der Nähe des See­ufers bis hin zum Aus­sichts­turm ‘Ros­ti­ger Nagel’ am Sorn­oer Kanal. Noch ein­mal kann der direkte geschot­terte Ufer­weg genutzt wer­den zum ‘Schwim­men­den Steg’, danach geht es wei­ter auf dem asphal­tier­ten Rad­weg bis fast zum Rosen­dor­fer Kanal. Dort an der engs­ten Ent­fer­nung zwi­schen dem Sedlit­zer See und dem Part­wit­zer See ergibt sich auf natur­be­las­se­nen Wegen ein klei­ner Abste­cher hin­über zum Nach­barn und wie­der zurück zum Sedlit­zer See.

Es fol­gen erneut zwei Kilo­me­ter auf dem Rad­weg, bevor wie­der bei Lieske der emp­feh­lens­wer­tere Weg direkt am See genutzt wer­den kann ab der ers­ten Treppe. Hier erge­ben sich die wohl schöns­ten ein­ein­halb Kilo­me­ter der Tour, wich­tig ist der Auf­stieg am Hang zum Rad­weg ein Stück vor der Boots­halle der LBMV, da spä­ter durch die Zäune rings­herum kein Durch­kom­men mehr mög­lich ist! Es schlie­ßen sich gut vier Kilo­me­ter auf dem Rad­weg am Hoch­ufer an bis zum Ilse­ka­nal, dem gefolgt wird durch den inter­es­san­ten Tun­nel hin­über zum Groß­räsche­ner See. Noch ein­mal sind wenige hun­dert Meter fäl­lig auf dem asphal­tier­ten Weg am Hoch­ufer, mit einem letz­ten Blick auf den Groß­räsche­ner See wird vom Ufer abge­zweigt und die Dat­schen­an­lage außen pas­siert zum Bahn­hof Sedlitz-Ost hin, an dem die Tour endet.