… ange­sichts der zu erwar­ten­den hohen Tem­pe­ra­tu­ren und der schwül-gewitt­ri­gen Wet­ter­lage kam bei mir heute nur eine kür­zere, nicht weit ent­fernte Tour in Frage. Von den Ber­li­ner Natur­high­lights hatte ich den Span­dauer Forst am längs­ten nicht mehr besucht und so wurde es dies­mal eine aus­gie­bige Runde um die zahl­rei­chen Was­ser­grä­ben zwi­schen Kuh­lake und Kreuz­gra­ben, aus mei­ner Sicht immer eine ’sichere Bank’, was die Attrak­ti­vi­tät angeht. Aller­dings hatte es seit mei­ner letz­ten Wan­de­rung dort im Mai 2025 ziem­lich genau vor einem Jahr den ver­hee­ren­den Sturm gege­ben, der im Span­dauer und im Tege­ler Forst wütete. 

Für mich ein ech­ter Schock, auch jetzt noch die Fol­gen zu sehen, da spe­zi­ell zwi­schen der Kreuz­tränke und dem Eis­kel­ler­weg ent­lang der Kuh­lake der eigent­lich wun­der­bare Weg immer noch nicht beräumt ist. Zusätz­lich muss es kürz­lich einen wei­te­ren klei­nen Sturm gege­ben haben, einige Laub­bäume mit noch grü­nem ‘Blät­ter­dach’ lagen ent­wur­zelt quer und einige kurze Klet­ter­pas­sa­gen waren angesagt.

Bei die­ser Tour hatte ich zum ers­ten Mal den etwas unför­mig recht­ecki­gen Exkurs um die große Wiese ent­lang der Hori­zon­tal­fil­ter­brun­nen im Kern des Fors­tes inte­griert. Zumin­dest an des­sen Ende bekam ich noch einige schöne Aus­bli­cke auf den Kreuz­gra­ben, dem ich zurück zur Kuh­lake folgte.

Also heute nichts zu sehen gehabt? (das Wort­spiel im Titel ist natür­lich eine Anspie­lung auf das WM-Fuß­ball­spiel und auch eine Hom­mage an den Film-Klas­si­ker ‘Night on Earth’ des gro­ßen Jim Jar­musch): für mich gab es — bis auf den Hori­zon­tal­fil­ter­brun­nen-Schlen­ker — nichts Neues aber den­noch wie immer eine der schöns­ten fließ­ar­ti­gen Natur­land­schaf­ten, die Ber­lin zu bie­ten hat. Ob ich aber nach den irrever­si­blen Sturm­schä­den den Weg immer noch als meine Lieb­lings­stre­cke inner­halb der Stadt bezeich­nen würde, weiß ich gerade nicht … 

Und weil es passt, die Szene aus ‘Night on Earth’ (das Wort­spiel funk­tio­niert natür­lich nur auf Französisch):