… ‘Sie sind bestimmt uff da Suche nach die Elche, wa?’ fragte mich der Spreenhagener Revierförster, der plötzlich in der Mitte der Tour in seinem Auto aus dem Nichts neben mir auftauchte. Und natürlich hatte ich diese spontane Wanderung genau anhand der Stellen geplant, an denen die beiden jungen Elche in den letzten Tagen im Friedersdorfer Forst gesichtet wurden. Der Förster betreut ein 10.000 Hektar großes Gebiet, konnte mir aber leider keine aktuellen Tipps oder neue Informationen liefern. Und auch wenn ich die beiden vermutlich aus Polen eingewanderten Tiere am Ende nicht zu Gesicht bekam, fand ich die Tour in der Form zumindest halbwegs interessant.
Spannend dagegen eine andere Sache: der Oberförster in Hammer hatte vor ein paar Wochen beim Besuch noch erzählt, dass man nun als Testprojekt im Landkreis Dahme-Spreewald zum Waldumbau ‘den Eichelhäher spielt’ und Eicheln zwischen den Kiefern vergräbt, statt Setzlinge zu pflanzen, die wohl vermehrt eingehen wegen der unnatürlichen Verwurzelung. Im Forst nördlich von Dannenreich hat man nun dazu Waldstücke so präpariert und mit Elektrozäunen begrenzt, dass die Wildschweine nicht die Eicheln gleich wieder ausbuddeln können.
Bei der Tour bin ich ja quasi einmal rund um die kleine Siedlung Uckley gewandert, in der sich sehr abgeschieden das Trainingsquartier des DDR-Rekord-Oberligameisters BFC Dynamo befand, heute überwiegend ein ‘Lost Place’
Um nun die Wortspiel-Frage zu beantworten: Pretty oder Ugly?
Den Abschnitt der Strecke zu Beginn am Zernsdorfer Lankensee entlang war ich lange nicht mehr gewandert und das aus gutem Grund: das Ufer ist stark verbaut und es gibt leider nur sehr wenige öffentliche Zugänge zum Wasser genau wie am Krüpelsee und an vielen anderen Gewässern der Region.
Den Wald nördlich der Autobahn im Bereich meiner Wanderung muss man nicht gesehen haben, er dient größtenteils der profanen Nutzholzgewinnung und der Stromerzeugung durch die gigantischen Windräder. Außerdem war das Wegematerial hier polarisierend: meist gab es nur die Wahl zwischen staubigen Schotterpisten und einigermaßen zugewachsenen schneisenartigen Naturwegen. Sehr viel schöner ist dagegen die Gegend um das NSG Swatzke- und Skabyberge weiter östlich.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am Bahnhof in Zernsdorf, über den Knorrsweg, die Niederlehmer Straße, die Platanenallee und den Einsiedelweg geht es zunächst durch die Wohngebiete zum Ufer des Zernsdorfer Lankensees. Auf einer Länge von gut zweieinhalb Kilometern führt der Weg mal nahe und naturbelassen, dann wieder an Stegen oder leicht versetzt auf den Straßen und Schotterpisten am Seeufer entlang, anschließend über die Straße ‘Am Lankensee’ und die Wernsdorfer Straße zur Autobahn, die auf der Brücke überquert wird.
Im Friedersdorfer Forst geht es nördlich über den Großen Stern hinaus, über leicht zugewachsene Wege zum ersten Windrad und weiter nordöstlich an einer kuriosen Wildtier-Fütterungsstelle vorbei geradeaus bis zum nächsten breiteren Feldweg. Diesem wird eine ganze Weile südöstlich gefolgt und die Autobahn A10 auf der Brücke überquert. Weiter geradeaus führt der Weg über die Sauerkohlberge bis zum Dannenreicher Gestell, an dessen Ende wird die Autobahn A12 an dem versteckt liegenden Übergang überquert, im Zickzack führt der Weg im Wald von der Autobahn weg.
Über einen Verbindungsweg (nicht im Kartenmaterial!) geht es südlich zum ‘Aufforstungswald’ und dann im großen Bogen nach Westen zum Blackberggestell. Diesem wird gefolgt knapp zwei Kilometer weit über eine kleine Anhöhe hinweg meist an Agrarflächen und Wiesen entlang bis nach Kablow, wo über die Ziegeleier Straße abschließend das Ziel am Bahnhof Kablow erreicht ist.
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