… eine Tour um den Liepnitzsee heute mit gleich drei ‘Motivationsspritzen’, die mich dazu brachten, die Wanderung zu machen. Zunächst war dies in ähnlicher Form ebenfalls eine meiner allerersten Touren, die ich vor ziemlich genau elf Jahren ernsthaft mit komoot aufgezeichnet habe. Ich weiß noch, wie ich damals fluchte, weil ich den Zug für die Rückfahrt um wenige Minuten verpasste, da ich mein Tempo komplett falsch eingeschätzt hatte. Heute klappte dagegen alles perfekt entspannt.
Punkt zwei: der Liepnitzsee ist für Daniela Bialk, die Autorin des neuen Buchs ‘Von See zu See’, der Lieblingssee des 66-Seen-Wegs. Nachzuhören im gerade veröffentlichten interessanten und unterhaltsamen einstündigen ‘Frei Raus’-Podcast von ihr im Studio beim bekannten Christo Foerster zum Thema Wandern und 66-Seen-Weg: https://freiraus.podigee.io/400–66seen
Wer meinen Newsletter abonniert hat, weiß ja bereits, dass ich mit Daniela als besonderer Gastteilnehmerin meine Gruppenwanderung veranstalte Anfang Juli. Wer den Newsletter nicht bekommt und trotzdem mitwandern möchte, findet hier die Infos: https://www.reiseland-brandenburg.de/aktivitaeten-erlebnisse/aktiv-natur/wandern/66-seen-wanderweg/
Und zu guter Letzt: die hier von mir aufgezeichnete Tour entspricht der etwas erweiterten Vorlage einer Empfehlung aus dem neuen Buch ‘Märchenhaft wandern: Unterwegs zu sagenhaften Orten in Berlin und Brandenburg’ ( https://klartext-verlag.de/buecher/klartext-aktiv/wandern/maerchenhaft-wandern-berlin-und-brandenburg/ ), das ich ja kürzlich erst rezensiert hatte. Je nach Abstimmung und Zeitplan wird es vielleicht in einem der nächsten Monate so oder ähnlich die Route meiner Gruppenwanderung werden in Anwesenheit der Buchautoren …
Diese Wanderung inklusive der ‘Waldsiedlung Wandlitz’ war wahrscheinlich so offensichtlich, dass ich bisher nie auf die Idee kam, sie selbst so anzugehen. Insofern war mir auch der nordwestliche Zugang durch die grüne Mauer neu zu den ehemaligen abgeschotteten Wohnanlagen der SED-Prominenz versteckt im dichten Wald. Auch am ‘Seechen’ bin ich bei dieser Tour zum ersten Mal gewesen. Es gibt leider nur zwei halboffizielle Trampelpfad zum ansonsten schön und einsam am Rand einer Datschensiedlung gelegenen Gewässer nördlich des Liepnitzsees.
In der Form eine schöne Kombination wie ich finde, bei der ich zwar etwas ‘verkopft’ die Vorlage um etwa vier Kilometer erweiterte, wobei sich aber zumindest die Extra-Schleife um den Regenbogensee und damit die Rückkehr zum tollen Hochuferweg definitiv lohnte. Am Ende aber wieder die klare Erkenntnis: der Uferweg südlich am Liepnitzsee ist so viel attraktiver als der amorphe Originalverlauf oben herum und die Zeit wäre definitiv reif gewesen, um die sinnvolle Optimierung bei der ‘touristischen Neuaufstellung’ des 66-Seen-Wegs in diesem Jahr zu berücksichtigen. Na ja, vielleicht dann beim nächsten ‘Relaunch’ nach weiteren 25 Jahren ;-)
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am Bahnhof in Wandlitz, nach Überquerung des Bahnübergangs geht es zunächst südöstlich durch die Eigenheimsiedlung auf der Sieglindestraße, etwas versetzt wird in den Wald abgezweigt und die Wensickendorfer Chaussee gekreuzt. Dem Waldweg auf der gegenüberliegenden Seite folgend geht es zum breiten Forstweg der Lanker Straße und dann südwestlich zur ehemaligen Einfahrt an der Lücke der auffälligen grünen Betonmauer. Der Baumallee auf altem Asphalt wird geradeaus gefolgt, später in die Parkallee abgezweigt.
In der ehemaligen SED-Wohnsiedlung wird in den Habichtweg abgebogen, am Haus der Honeckers vorbei wird der Fußweg zum Bussardweg genutzt zum Wohnhaus von Egon Krenz, anschließend führt der Weg östlich zum neu angelegten Kurklinikgelände und um den Teich herum zum Ausgang mit dem Wachhaus in der Brandenburgallee. Die Wandlitzer Chaussee wird überquert und der erste nördlich an einer Rasthütte abzweigende Waldweg genutzt, in der Folge geht es auf dem Radweg zu einer alten Asphaltstraße und auf dieser hinab zum Westufer des Liepnitzsees. Auf einer Länge von knapp vier Kilometern wird nun dem tollen naturbelassenen Uferweg gefolgt, der in Ützdorf endet. Nach dem Passieren der Siedlung im Bereich des Jägerheims wird dem Betonplattenweg gefolgt, dann jedoch gleich auf die alternative Sandpiste zum Seechen abgebogen.
Später geht es wieder steil hinauf zur Straße, die eine Weile genutzt werden muss bis zum Campingplatz. Auf dem markierten 66-Seen-Weg geht es hinab in den Wald und nach einem kleinen Exkurs zum Ufer des Seechens weiter zum Liepnitzsee, dessen Ufer erneut für knapp einen Kilometer nahe gefolgt wird. Weiter führt der Weg nach dem Abzweig fast komplett um den langgestreckten Regenbogensee herum, danach hinauf auf den Höhenweg über dem Ufer und auf diesem bis zum umzäunten Waldbad. Im Wald geht es nun grob nördlich mit kleinen Richtungswechseln zum Dritten Heiligen Pfuhl und an dessen Ufer entlang, über eine Kuppe hinweg direkt zum benachbarten zweiten Gewässer in der Seenkette.
An der Siedlungsgrenze führt der Weg hinauf und aus dem Wald heraus, über die Straßen ‘An den Pfühlen’ sowie ‘An der Bogenheide’ geht es zur Ruhlsdorfer Straße, über die das Ziel am Bahnhof Wandlitzsee erreicht wird.
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