… am heutigen Tage wollte ich zum Test meiner frühsommerlichen Hitzeverträglichkeit im näheren Berliner Umland bleiben und hatte ja auch noch eine Rechnung offen mit der Anfang Mai leider erst sehr schwach ausgeprägten Ginsterblüte in der Döberitzer Heide. Um mal eine für mich ganz neue Variante auszuprobieren, startete ich am Bahnhof in Priort und begann die Tour mit dem großen Zubringer-Bogen zum Sielmann-Naturerlebniszentrum südlich von Elstal. Es folgten dann etwa sechs Kilometer auf dem erstaunlich frequentierten offiziellen großen Rundweg, bevor ich wieder abzweigte und die Heide südlich bei Krampnitz verließ.
Die Ginsterblüte war diesmal ‘on point’ und so ergaben sich viele attraktive gelbe Flächen und Farbtupfer unterwegs. Selbst der sonst so karge und sandige Rastplatz ‘Wüste’ war ringsherum von sattem Grün und vielen gelben Blüten umgeben. An drei Stellen konnte ich heute sogar kleine Gruppen von Przwalski-Pferden in einiger Entfernung sehen. Im südlichen Teil der Heide gab es in den letzten Jahren viel Umformung des Geländes und Kampfmittelräumung, großflächige ‘Wilde Weiden’ werden dort bald ebenfalls robuste Rinder- und Pferderassen beherbergen.
Im zweiten Teil ging es dann auf einem richtig schönen Forstweg durch den Mischwald zwischen Krampnitz und dem nördlichen Ende des Sacrower Sees. Am Gewässer konnte ich keine Fotos machen, da die Badestrände und der See bereits voll in Beschlag genommen waren ;-)
In der Kombination eine empfehlenswerte Tour, die aber gerade in der Döberitzer Heide doch so manche Längen aufweist und in dem Bereich eher wenig Abwechslung bietet.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am Bahnhof in Priort, das Dorf wird nur südlich über die Straße ‘Am Upstall’ gestreift und dann durch das kleine Wäldchen sofort verlassen. Auf dem gut zweieinhalb Kilometer langen markierten Zubringerweg geht es im leicht hügeligen Gelände zum offiziellen Haupteingang der Sielmann-Naturlandschaft und nach Passieren des Naturerlebniszentrum führt der Weg erst einmal sehr sandig durch den Zaunkorridor in der kargen Umgebung hinauf zum Wolfshügel.
Das Geländeniveau steigt anschließend im Wald weiter leicht an und der Rastplatz ‘Wüste’ wird später erreicht, danach führt der leicht sandige Weg meist am Waldrand entlang östlich des Ferbitzer Bruchs und um den Upstall-Berg herum. An der markanten Kreuzung mit Abbiegehinweis zum Aussichtsturm geht es stattdessen geradeaus weiter und im welligen Gelände an den neu eingezäunten Wildtierweiden vorbei zum Parkplatz an der vielbefahrenen Bundesstraße B2. Nach deren Überquerung wird kurz die Straße genutzt zum Ortseingang von Krampnitz, dort aber gleich wieder abgezweigt in den Wald hinein. Dem historischen Krampnitzer Weg wird im dichten Mischwald grob geradeaus gefolgt über zweieinhalb Kilometer hinweg, dann abgezweigt zum Nordufer des Sacrower Sees.
Nach dem Passieren der beiden großen Badestellen geht es am Hang über den Pfad hinauf und eine Weile parallel zum Mauerradweg naturbelassener im Wald leicht bergauf. Der Radweg wird überquert und der schmale Pfad genutzt, der nahe am Zaun um die Blücher-Kaserne herum führt bis zu den Wohngebieten im südlichen Kladow. Über die Sakrower Landstraße wird abschließend das Ziel an der Bushaltestelle Hottengrund erreicht.
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