… heute habe ich mich bereits auf die zweite Etappe ent­lang des Finow­ka­nals bege­ben, im Mit­tel­teil des Gewäs­ser­ver­laufs zwi­schen dem Kanal­kreuz bei Zer­pen­schleuse und dem West­end in Ebers­walde. Das Wit­zige daran: ich war diese Stre­cke sehr ähn­lich (ohne die Opti­mie­run­gen vom heu­ti­gen Tag) schon ein­mal vor knapp elf Jah­ren gewan­dert und es war damals eine mei­ner ers­ten mit komoot auf­ge­zeich­ne­ten Wan­de­run­gen gewesen.

Im Bereich der Mün­dung des Finow­f­lie­ßes in den Kanal hatte ich ver­sucht, zwei natur­be­las­sene Abschnitte zu inte­grie­ren und so den mono­to­nen Rad­weg für eine Weile zu umge­hen, was gut klappte. Wie vorab bereits erwar­tet war der schmale Pfad am Finow­ka­nal west­lich von Finow­furt (nicht im Kar­ten­ma­te­rial) das High­light der Stre­cke, aber auch sonst konn­ten mich spe­zi­ell die weni­gen nicht asphal­tier­ten Abschnitte überzeugen.

Aktu­ell wer­den gleich meh­rere Schleu­sen im his­to­ri­sier­ten Gewand saniert oder sogar ganz neu auf­ge­baut, was ich nicht auf dem Schirm hatte. Trotz­dem lie­ßen sich alle regu­lä­ren Teile des Trei­del­wegs bes­tens nutzen. 

Am Ende mein Ein­druck vor elf Jah­ren wie jetzt wie­der: eine nicht unat­trak­tive Route, deren Genuss­fak­tor aber mit der Zahl der Rad­fah­rer auf den schma­len Asphalt­strei­fen steht und fällt. Heute war es noch ok und die Wahl des Werk­tags für die Tour hat somit abso­lut Sinn gemacht ;-)

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Etappe star­tet am Bahn­hal­te­punkt Ruhls­dorf-Zer­pen­schleuse, hier geht es über die Bahn­hofstrasse direkt hinab zum Trei­del­weg, der über den Groß­teil der Stre­cke als asphal­tier­ter Rad­weg aus­ge­baut ist. Knapp fünf Kilo­me­ter weit beglei­tet der Weg unmit­tel­bar den Finow­ka­nal und zwei Schleu­sen wer­den pas­siert. Kurz nach Mari­en­wer­der ver­lässt der Rad­weg das Gewäs­ser und ver­läuft in eini­ger Ent­fer­nung par­al­lel dazu, ab der Schleuse Grä­fen­brück geht es wei­ter für fast sie­ben Kilo­me­ter alter­na­tiv­los weit ins ‘Lan­des­in­nere’.

Im Bereich der Grä­fen­brü­cker Mühle wird aller­dings vom Rad­weg abge­wi­chen und der natur­be­las­sene Wald­weg im Bogen genutzt, etwas spä­ter kurz nach der Über­que­rung des Finow­f­lie­ßes geht es erneut auf einen schö­ne­ren Wald­weg in Rich­tung Huber­tus­mühle und nach Unter­que­rung der Auto­bahn wer­den zwei grö­ßere Gru­ben­tei­che pas­siert. Um die ‘Holz­grube’ herum führt der Weg natur­be­las­sen zum Ufer des Finow­ka­nals und dort pfad­ar­tig neben dem Gewäs­ser bis zum schö­nen Rast­platz in Finow­furt. Über die Holz­brü­cke geht es auf die schmale Schleu­sen­in­sel und auf ihr zur Alten Mühle an der Schleuse Schöp­furt, ab dort folgt der mit den Rad­fah­rern gemein­sam genutzte Trei­del­weg erneut direkt dem Kanal­ufer, dies­mal jedoch auf der nörd­li­chen Seite. 

Nach wei­te­ren knapp drei Kilo­me­tern wird die ‘Fon­ta­ne­brü­cke’ in der Mes­sing­werk­sied­lung pas­siert, es fol­gen spä­ter die impo­san­ten Rui­nen des Kraft­werks Hee­ger­mühle sowie der Papier­fa­brik Wolfs­win­kel. An der Schleuse Draht­ham­mer mit Blick auf die his­to­ri­schen Borsig­hal­len und den iko­ni­schen Mon­ta­ge­kran wird wie­der die Ufer­seite gewech­selt und am Zaun des Fami­li­en­gar­tens ent­lang geht es (mit einem letz­ten ‘Sei­ten­wech­sel’) zur Schleuse Kup­fer­ham­mer. Über das Schleu­sen­wehr hin­weg führt der Weg hin­auf in den klei­nen West­end­park in Ebers­walde und durch ihn hin­durch zur Hee­ger­müh­ler Straße, über die abschlie­ßend und nach Über­que­rung der Bahn­brü­cke das Ziel der Etappe am Bahn­hof Ebers­walde erreicht wird.