… nach einem beruflichen Termin am Rand des Rollbergviertels am späten Vormittag im Norden Neuköllns musste ich mal wieder daran denken, dass ich dort seit ewigen Zeiten noch zwei mögliche Drehorttouren offen habe. Der große ‘Gangsta-Hype’ um die grandiose Serie ‘4 Blocks’ ist ja inzwischen stark abgeflaut, für mich war tatsächlich ein Highlight in dem thematischen Umfeld bereits 2006 der aus meiner Sicht letzte gute Detlev-Buck-Film ‘Knallhart’. Der ebenfalls sehenswerte ‘Sonne und Beton’ (2023) spielt dagegen schwerpunktmäßig rund um die Gropiusstadt weiter südöstlich.
Bei ‘Knallhart’ denke ich sofort an die U‑Bahnstation Boddinstraße, bei ‘4 Blocks’ ist die ikonische High-Deck-Siedlung eins der Zentren der Handlung. Beide hatte ich heute erstmalig besucht, ebenso die ‘Weiße Siedlung’, die aus Richtung Plänterwald von der S‑Bahn aus betrachtet bei bestimmten Lichtverhältnissen immer noch fast wie eine Fata Morgana wirkt …
Die ‘Weiße Siedlung’ entpuppte sich dann aus der Nähe als inzwischen eher in mehr oder wenige helle Grautöne gehüllt, aber auf den ersten Blick längst nicht so ‘abgehangen’ und vermüllt, wie ich es in diversen Berichten über die letzten Jahre gelesen hatte. Highlight diesmal ganz klar aber die einzigartige High-Deck-Siedlung, ebenfalls viel sauberer als von mir angenommen und architektonisch ein absolutes ‘Must See’! Unglaublich, wie verrückt Mitte der 1970er Jahre im Westen Berlins die Idee der autogerechten Stadt selbst rund um den sozialen Wohnungsbau dominierte.
Auch spannend für mich die letzte Station der kurzen Tour mit dem neuen ‘Estrel Tower’, dem nun ersten deutschen Wolkenkratzer (176 Meter Höhe, 45 Stockwerke) außerhalb von Frankfurt/Main!
Hier der Titelsong ‘NB4’ von ‘4 Blocks’ in der dub-mäßigen Instrumentalschleife (ich mag eigentlich nur Oldschool-Hip-Hop):
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