… ges­tern noch in Kame­run, heute dann am Kongo (so heißt der Ver­bin­dungs­ka­nal zwi­schen Katja- und Hele­ne­see). In der Gegend im süd­li­chen Oder­vor­land zwi­schen dem Fried­rich-Wil­helm-Kanal und der Trasse der Nie­der­schle­sisch-Mär­ki­schen Eisen­bahn hatte ich schon sehr lange diese Tour geplant, die zwei abso­lute High­lights der Region ver­bin­det und die ich ein­zeln bereits kannte. Wie so oft also ‘die Suche nach dem Mit­tel­teil’ wie im berühm­ten Didi-Sketch …

Zum Glück war ein guter Wan­der­freund schon die Stre­cke fast iden­tisch in 2024 gewan­dert, nur mein opti­mier­tes Ein­tau­chen direkt in den Wald zu Beginn am Rand der Sied­lung Fin­ken­heerd kam hinzu. Frag­lich war natür­lich die Begeh­bar­keit des süd­li­chen Ufer­be­reichs am Hele­ne­see, nach­dem an dem sehr belieb­ten Bade­ge­wäs­ser (geflu­te­ter Tage­bau) nach einer Abrut­schung des öffent­li­chen Stran­des vor genau fünf Jah­ren am ent­ge­gen­ge­setz­ten Ende des Sees sehr schnell die Betre­tungs­ver­bote um den gesam­ten See ergänzt bzw. erwei­tert wur­den. Vor­aus­sicht­li­cher Beginn der Sanie­rung: 2028!

Mir erschließt sich die aktu­elle Logik der Ver­bote an vie­len Stel­len ent­lang des Ufer­we­ges nicht, anders herum aus­ge­drückt: ich kann/darf das Bewan­dern des Abschnitts so nicht emp­feh­len, obwohl in OSM nur ein sehr kur­zer Stre­cken­teil als nicht erlaubt geflag­ged wurde, der sich sogar halb­wegs sinn­voll ver­mei­den ließe.

Abge­se­hen von die­ser mehr oder weni­ger dunk­len Grau­zone wäre der Gesamt­wan­der­weg in die­ser Kon­stel­la­tion viel­leicht sogar in mei­ner Top 10 der emp­feh­lens­wer­tes­ten Bran­den­burg-Tou­ren zu fin­den! Die Wald­an­teile waren herr­lich ebenso wie die Aus­bli­cke auf die bei­den gro­ßen Seen. Im erstaun­lich schön im Hang gele­ge­nen Hohen­walde (mit 3 Dorf­tei­chen!) war ich noch nicht gewe­sen und die Seen­kette der Hohen­wal­der Höl­len und Bie­ge­ner Hel­len gefiel mir jetzt im üppig grü­nen Früh­lings­kleid bestens.

Im Titel ver­steckt sich mal wie­der eine musi­ka­li­sche Anspie­lung, in dem Fall bezo­gen auf eine mei­ner Lieb­lings­bands, die Pixies. Und da ich im schma­len, tief ein­ge­schnit­ten Tal der Bie­ge­ner Hel­len tat­säch­lich auf ein paar kapi­tale Hir­sche traf, hier ‘Cari­bou’ von der EP ‘Come on Pil­grim’ in einer Live-Version:

—————-

Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof Fin­ken­heerd, über die Bahn­hof­straße, dann über die Straße ‘Am Fin­ken­hain’ geht es zum Sied­lungs­ende und rechts dane­ben direkt in den Misch­wald hin­ein. Dem Wald­weg wird mit eini­gen Rich­tungs­wech­seln grob im Gru­ben­ge­lände nord­west­lich gefolgt, an einer mar­kan­ten Kreu­zung wird auf den geschot­ter­ten Weg abge­zweigt und die­sem zum Süd­ufer des Kat­ja­sees gefolgt. Am Ende des Sees geht es auf dem schma­len Pfad (ACHTUNG: Betre­tungs­er­laub­nis aktu­ell stel­len­weise unklar!) wei­ter nörd­lich par­al­lel zum See­ufer durch den Wald, spä­ter am Durch­stich ‘Kongo’ wei­ter zum Hele­ne­see. Auch hier führt der Weg immer oben am Hang des Hoch­ufers (ACHTUNG: Betre­tungs­er­laub­nis aktu­ell stel­len­weise unklar!) ent­lang bis hin zum asphal­tier­ten Kai­ser­müh­ler Weg am Strandbad.

Nach weni­gen hun­dert Metern auf der Straße wird in den Kie­fern­forst abge­zweigt, hier geht es nord­öst­lich zur Bahn­un­ter­füh­rung und nach einem wei­te­ren Stück durch den Wald zwi­schen den aus­ge­dehn­ten Obst­plan­ta­gen hin­durch nach Hohen­walde. Der lang­ge­streckte Ort wird kom­plett durch­quert, am Ende der geschot­ter­ten Dorf­straße schließt sich gleich das Natur­pa­ra­dies der Hohen­wal­der Höl­len auf natur­be­las­se­nen Wegen an mit eini­gen schma­len Seen im rela­tiv tief ein­ge­schnit­te­nen Tal mit dich­ter Vege­ta­tion. Spä­ter folgt mit den Bie­ge­ner Hel­len ein wei­te­rer sehr ähn­li­cher Abschnitt, wobei der Pfad aber auf dem letz­ten Teil­stück (gel­ber Bal­ken) in Rich­tung Nor­den anschei­nend kaum noch gepflegt wird.

Auf dem höchs­ten Punkt wird der Wald ver­las­sen, am Feld­rand ent­lang führt der Weg lang­sam hinab und die Auto­bahn wird auf der Brü­cke über­quert. Dem von dich­ten Hecken gesäum­ten Weg wird gefolgt zum Orts­ein­gang von Pill­gram und das Dorf wird abschlie­ßend auf der Bie­ge­ner Straße und der Straße ‘Zum Bahn­hof’ durch­quert durch die Wohn­ge­biete zum Ziel der Tour am Bahn­hof Pillgram.