… eigent­lich hatte ich für heute eine Fern­tour geplant, aber auf­grund der ange­kün­dig­ten star­ken Sturm­böen über­all in Bran­den­burg blieb ich dann doch lie­ber im wind­ge­schütz­ten Ber­li­ner Innen­stadt­ge­biet. So wurde es sai­son­be­dingt mal wie­der eine ‘Hanami’-Tour ent­lang der Zier­kirsch­bäume und der all­ge­mei­nen Blüte in den Parks.

Mein ‘Sakura’-Geheimtipp, der kurze Baum­strei­fen par­al­lel zum S‑Bahnhof Wollank­straße, ent­puppte sich auch dies­mal wie­der als sol­cher: hier kann man noch in aller Ruhe die attrak­ti­ven Blü­ten­bü­schel im Detail foto­gra­fie­ren, ohne in irgend­wel­che Sel­fie-Orgien zu plat­zen oder Hoch­zeits­bil­der zu torpedieren … 

Auf der Kirsch­blü­ten­al­lee an der Born­hol­mer Brü­cke war erwar­tungs­ge­mäß schon viel los, ich konnte trotz­dem (frü­her Vogel und so) noch ein paar gute pas­san­ten­freie Auf­nah­men abpas­sen. Im Rosen­gar­ten des Hum­boldt­hains war ich tat­säch­lich bei der Gele­gen­heit zum aller­ers­ten Mal und mich ver­blüffte total, wie sau­ber und gepflegt er sich prä­sen­tierte. Dort im Park nebenan steht übri­gens ein Zier­kir­schen-Pracht­ex­em­plar, das sicher bereits vor der Ent­ste­hung von TV Asahi existierte ;-)

Rich­tung Tier­gar­ten nahm der Strom der Tou­ris­ten und Spa­zier­gän­ger bestän­dig zu, an Fon­ta­nes Grab war sogar die Dau­er­aus­stel­lung mit Beleuch­tung geöff­net. Der frühe weiße Rho­do­den­dron ist im Tier­gar­ten gerade schon leicht über den Peak der Blüte, die ande­ren Far­ben fol­gen wohl in Kürze.

Span­nend unter­wegs fand ich die vehe­mente Pla­ka­tie­rung rund um Haupt­bahn­hof / Regie­rungs­vier­tel für eine Volks­be­geh­ren ‘Ber­lin Wer­be­frei’ (https://berlin-werbefrei.de). Eine mas­siv insze­nierte Pla­kat­kam­pa­gne, die für die Abschaf­fung von groß ange­leg­ten Wer­be­kam­pa­gnen per Pla­ka­ten und Panels kämpft …

Ich selbst bin da in der Mei­nung zwie­ge­spal­ten und kann die Argu­mente für den Pro­test zwar ver­ste­hen, mich per­sön­lich stö­ren große stumme digi­tale Wer­be­pa­nele aber auch nicht, spe­zi­ell wenn sie dem dauer-lee­ren Ber­li­ner Geld­beu­tel Ein­nah­men bringen.

Durch das Thema getrig­gert fie­len mir auch zum ers­ten Mal bewusst die reser­vier­ten Flä­chen für die ‘Kul­tur­pla­ka­tie­rung’ (https://www.kulturplakatierung.de/) sowie wie­derum die aktu­elle Wer­bung dafür auf.