… spon­tan habe ich heute eine ‘Bonus­etappe’ an mein Oder-Spree-Kanal-Pro­jekt ange­han­gen, wahr­schein­lich folgt in Kürze auch noch eine zweite offen­sicht­li­chere. Dies­mal stand im Fokus, die Fürs­ten­wal­der Spree, also den gemein­sa­men Ver­lauf von Spree und Oder-Spree-Kanal, zwi­schen Fürs­ten­walde und Berken­brück auf der süd­li­chen Seite zu bewan­dern. Bis­her war ich wegen der iso­lier­ten Lage dort noch nie gewe­sen und ent­spre­chend groß war die Neu­gier. Ziem­lich klar war vorab, dass ich erst auf Höhe der Auto­bahn­brü­cke nahe an den Kanal her­an­kom­men würde. 

Daher bestand der Pro­log aus dem mir bereits bekann­ten Wald­ab­schnitt von Alt Golm hinab zum Wrack der ‘Hed­wig’ in den Sumpf­wie­sen, im Mit­tel­teil wurde es ein schö­ner Mix aus natur­be­las­se­nen Wald­rand­we­gen mit Bli­cken in die wei­ten Sumpf­auen. Geschot­terte Wald­au­to­bah­nen gab es nur ganz kurz und vor allem der letzte Teil der Stre­cke nahe an der Fürs­ten­wal­der Spree auf einem attrak­ti­ven Wald­weg mit eini­gen Ufer­zu­gän­gen konnte mich voll über­zeu­gen. Natür­lich gab es auch einige ‘Expe­ri­mente’, die berei­nigte Auf­zeich­nung (Ach­tung: ver­kehrt herum!) ent­hält aber nur die Bestand­teile, die funktionierten ;-)

Die Erkennt­nis am heu­ti­gen Tag für mich: Maul­wurfs­hü­gel zei­gen wohl doch nicht immer ganz kor­rekt an, wo die Sumpf­wie­sen begeh­bar sind …

High­light neben dem letz­ten Drit­tel der Tour war der Blick auf das Schiffs­wrack, das ich nun zum ers­ten Mal bei foto­ge­nem Wet­ter aus der Nähe sah. Schon sehr skur­ril die Hin­ter­grund­ge­schichte zu dem vor über 60 Jah­ren schein­bar mit­ten in den heu­ti­gen Sumpf­wie­sen gestran­de­ten Dampf­schlep­per, hier ein paar gute Droh­nen­fo­tos: https://erkunde-deutschland.de/ausflugsziele/brandenburg/oder-spree/die-alte-hedwig/

Eine wun­der­bare und sicher­lich ziem­lich unbe­kannte Wan­der­stre­cke, die ich in der Form unbe­dingt emp­feh­len kann!

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet an der Bus­halts­telle an der B168 in Alt Golm, der Ort wird gleich nord­öst­lich über die Neue Straße ver­las­sen und auf dem Schot­ter­weg geht es über die Höhe durch die Agrar­flä­chen, anschlie­ßend hinab und um die Über­reste der ver­fal­le­nen Lins­mühle herum. Danach wird dem Wald­weg gefolgt, der meist natur­be­las­sen, kurz auch geschot­tert in nörd­li­cher Rich­tung zu den aus­ge­dehn­ten Sumpf­auen rund um den Führ­mann­see­gra­ben führt. Nach Que­rung der Feucht­wie­sen mit Blick auf das Schiffs­wrack der ‘Hed­wig’ geht es im Bogen im Kie­fern­wald nach Wes­ten, dann auf leicht wil­den Wegen am Wald­rand ent­lang bis zur Kreu­zung der schma­len Straße nach Streitberg.

Danach wer­den die über­wie­gend natur­be­las­se­nen Wege mal näher und mal etwas wei­ter ent­fernt vom Tegern­see­gra­ben genutzt zur Fürs­ten­wal­der Spree an der Auto­bahn­brü­cke hin. Nach Unter­que­rung der Brü­cke ergibt sich in einem klei­nen Exkurs der Ufer­blick hin­über auf die Sied­lung Roter Krug, dann wird dem sehr schö­nen meist 20 — 100 Meter vom Kanal ent­fern­ten Ufer­weg etwas erhöht gefolgt über gut vier Kilo­me­ter hin­weg bis zur Unter­que­rung der B168 am Rand von Fürs­ten­walde. Über den schma­len asphal­tier­ten Fahr­rad­weg­strei­fen geht es abschlie­ßend durch die Bra­chen in der Nähe der Bahn­trasse zum Hal­te­punkt Fürs­ten­walde-Süd, an dem die Tour endet.