… nun habe ich wirk­lich den Kanal voll! Zumin­dest den Oder-Spree-Kanal ;-)

Am heu­ti­gen meist sehr son­ni­gen Tag war sie dann end­lich fäl­lig, die letzte noch offene Etappe, oder bes­ser gesagt die län­gere Kom­bi­na­tion aus den bei­den Mit­tel­stü­cken, die ich vorab eigent­lich als sepa­rate Kurz­tou­ren geplant hatte. Da aber die ÖPNV-Anbin­dung im Bereich der ein­sam gele­ge­nen Kers­dor­fer Schleuse sehr schlecht ist und ich sowieso mal wie­der gerne eine Ü30-Tour ange­hen wollte, passte es so für mich.

Vom Stre­cken­ver­lauf her gab es nichts zu meckern, auch wenn ich auf­grund der Etap­pen­länge auf allzu viele Expe­ri­mente ver­zich­tete. So blieb es vor allem beim knapp sie­ben Kilo­me­ter lan­gen asphal­tier­ten Rad­weg zwi­schen der Kers­dor­fer Schleuse und dem Dehm­see im Mit­tel­teil, die übri­gen Abschnitte — bis kurz vor dem Ende — waren aber alle natur­be­las­sen und ziem­lich schön. Das große Fra­ge­zei­chen in der Pla­nung war die Durch­gän­gig­keit des Weges in Deich­nähe am Rand des gro­ßen Natur­schutz­ge­biets Busch­schleuse auf dem ehe­ma­li­gen Trup­pen­übungs­platz gewe­sen, aber auch der funk­tio­nierte bes­tens auf kom­plet­ter Länge.

Wie zu sehen habe ich — um den Anschluss zur ande­ren Müll­rose-Etappe naht­los zu schlie­ßen — wie­der nach dem Start die aktiv befah­rene Bahn­brü­cke ohne Fuß­gän­ger­weg genutzt. Bitte aus Sicher­heits­grün­den so nicht nach­ma­chen, son­dern die bei­den Brü­cken öst­lich und west­lich ver­wen­den, um jeweils das Kanal­ufer zu wechseln!

Hier nun die kom­plet­tierte Coll­ec­tion: https://www.komoot.com/de-de/collection/4241561

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Etappe beginnt am Bahn­hof in Müll­rose, über die Straße ‘Ernst­win­kel’ geht es zunächst zum Oder-Spree-Kanal und über die Bahn­brü­cke (Vor­sicht!!!) auf die andere Seite. Nun wird dem Trei­del­pfad in west­li­cher Rich­tung gefolgt, wobei Stand 04/2026 wegen Ufer­be­fes­ti­gungs­ar­bei­ten stück­weise ein Tram­pel­pfad im Wald genutzt wer­den muss. Nach dem Pas­sie­ren der Anle­ge­stel­len auf Höhe des Katha­ri­nen­gra­bens wird der Kanal kur­zei­tig an der Brü­cke ver­las­sen, da ein Umge­hen durch die Wohn- und Gewer­be­ge­biete über die Bie­ge­ner Straße und den Kra­nich­weg not­wen­dig ist.

Nach dem erneu­ten Errei­chen des Ufers führt der Weg unter der Brü­cke der Bun­des­straße hin­durch und es schließt sich die Durch­que­rung des NSG Busch­schleuse an. Hier geht es zu Beginn etwas ver­wil­dert im Wald um den teils ver­lan­de­ten alten Kanal­bo­gen herum, danach fast vier Kilo­me­ter weit hin­ter dem Deich auf schö­nen Wald­we­gen bis zur Ein­mün­dung des Spei­se­ka­nals Neu­haus. Ab hier ist der freie Blick auf den Kanal wie­der mög­lich bis kurz vor der Kers­dor­fer Schleuse, die danach über eine breite geschot­terte Wald­au­to­bahn erreicht wird.

Nach der Über­que­rung der Schleu­sen­brü­cke wird dem Rad­weg gefolgt, der kurz danach das Gewäs­ser noch ein­mal auf der tol­len höl­zer­nen Fluth­brü­cke kreuzt. Anschlie­ßend führt der Weg fast vier Kilo­me­ter weit auf dem schma­len Asphalt­band durch den dich­ten Brie­se­ner Wald zum ehe­ma­li­gen Stasi-Feri­en­la­ger am Dehm­see. Nach Que­rung des Müh­len­flie­ßes wird dem schma­len, teils kaum zu erken­nen­den Pfad rund um das nörd­li­che Ende des Sees in der Nähe der Auto­bahn gefolgt bis hin zu deren Unter­que­rung und dem erneu­ten Kon­takt zum Kanal.

Gewäs­ser­nah wer­den die Wohn­la­gen ‘Roter Krug’ und der Strand in Berken­brück pas­siert, bevor es etwas ent­fernt vom Was­ser­lauf im Wald auf natur­be­las­se­nen Wegen zur Brü­cke der Bun­des­straße am öst­li­chen Rand von Fürs­ten­walde geht. Die Brü­cke wird auf dem Rad­weg über­quert und die­sem par­al­lel zur Bahn­trasse gefolgt bis hin zum Hal­te­punkt Fürs­ten­walde-Süd, an dem die Etappe endet.