… den öst­li­chen Ter­mi­nus mei­nes Oder-Spree-Kanal-Pro­jekts bin ich heute gewan­dert rund um die Mün­dung des künst­li­chen Was­ser­wegs in die Oder in Fürs­ten­berg. Dabei war die Rou­ten­pla­nung gar nicht so ein­fach, da das Gewäs­ser im Stadt­ge­biet von Eisen­hüt­ten­stadt auf über fünf Kilo­me­tern Länge durch Hafen­an­la­gen und Indus­trie­ge­biete ohne öffent­li­chen Zugang ver­läuft. So erreichte ich erst in der zwei­ten Hälfte der Etappe den Kanal, bewan­derte ihn dafür aber im Bereich der Mün­dung beidseitig.

Die Ver­bin­dung vom Bahn­hof Zil­ten­dorf bis nach Fürs­ten­berg hatte ich im Prin­zip nur als zweck­dien­li­chen Ver­bin­dungs­ab­schnitt ein­ge­schätzt, der durch­ge­hende Wald­weg par­al­lel zur Bahn­trasse (über­wie­gend nicht im OSM-Kar­ten­ma­te­rial) ent­puppte sich dabei aber als durch­aus brauch­bar und sehr gut nutz­bar. Eigent­lich sollte es dies­mal nur ein ganz kur­zer Abste­cher zu den Kies­gru­ben­ge­wäs­sern wer­den, direkt der erste See, das ‘Schwarze Luch’, beein­druckte mich aber der­ma­ßen, dass ich in Rich­tung des Win­ter­ha­fens noch wei­tere mit in die Stre­cke integrierte. 

Natür­lich durf­ten auch ein paar ‘Buh­nen­be­su­che’ an der Oder unter­wegs nicht feh­len. So wurde es für mich ein wahr­haf­ter ‘Hüt­ten­zau­ber’ und gerade durch das Areal der Kies­seen hat sich die Gegend um ‘Hütte’ auf mei­ner Attrak­ti­vi­täts­skala deut­lich wei­ter oben posi­tio­niert. Einen klei­nen Haken gibt es bei der Tour in der Form: ich habe öst­lich des Schwar­zen Luchs eine Dat­schen­an­lage durch­quert, bei der mir glück­li­cher­weise jemand das ver­bin­dende Tor auf­schloss. Hier muss man gege­be­nen­falls sonst einen Bogen außen herum machen, um zur Oder hin weiterzukommen.

Die aktua­li­sierte Coll­ec­tion: https://www.komoot.com/de-de/collection/4241561/
Der noch feh­lende Mit­tel­teil folgt dann wohl in Kürze als etwas län­gere Einzeletappe …

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Etappe star­tet am Bahn­hof in Zil­ten­dorf, zunächst geht es süd­öst­lich bis zum Sied­lungs­ende, nach Über­que­rung des Flie­ßes wird dann knapp vier­ein­halb Kilo­me­ter weit dem Wald­weg gefolgt, der maxi­mal 50 Meter ent­fernt par­al­lel zur Bahn­trasse ver­läuft bis zum ehe­ma­li­gen Was­ser­werk. Danach wird abge­zweigt zum Kies­see ‘Schwar­zes Luch’, auf san­di­gen Pfa­den führt der Weg um des­sen süd­west­li­ches Ende herum. Anschlie­ßend geht es auf Pfa­den durchs teils bewal­dete Brach­ge­lände und durch eine Dat­schen­an­lage (Öff­nun­gen beach­ten!) hin­durch zur Ber­li­ner Straße, es schließt sich die Schot­ter­piste an durch das Areal wei­te­rer klei­ner Kies­tei­che zur Buchwaldstraße. 

Dort führt der Weg nach einem Abste­cher zum beson­ders schö­nen Aus­blick auf die Oder am Win­ter­ha­fen ent­lang und durch den ufer­na­hen Teil des Ortes Fürs­ten­berg zur Neuen Deich­brü­cke. In einer zwei Kilo­me­ter lan­gen Schleife führt der Weg auf den Beton­plat­ten auf dem Deich zur Mün­dung des Oder-Spree-Kanals in die Oder mit dem ‘Terminus’-Gedenkstein. Anschlie­ßend wird dem Kanal, spä­ter dem Alten Abstieg auf dem hohen Deich auf dem asphal­tier­ten Rad­weg gefolgt am Schöpf­werg vor­bei, nach Unter­que­rung der Bahn­stre­cke ist die his­to­ri­sche Unter­schleuse erreicht.

Nun geht es auf der Gube­ner Straße wei­ter zur neue­ren Zwil­lings­schleuse, dann wird dem Pro­me­na­den­weg knapp drei Kilo­me­ter weit gewäs­ser­nah gefolgt ent­lang der Insel, spä­ter das Tro­cken­dock und die Marina auf Brü­cken pas­sie­rend. An der Bees­kower Straße wird der Kanal über­quert, über die Straße ‘Am Kanal’ und die Glas­hüt­ten­straße führt der Weg durch Gewer­be­ge­biete, abschlie­ßend geht es par­al­lel zur auf­ge­ge­be­nen Hafen­bahn­trasse durch eine Bra­che zum Bahn­hof Eisen­hüt­ten­stadt, an dem die Etappe endet.