… am spä­ten Nach­mit­tag habe ich diese kleine ‘Haus­runde’ im Ber­li­ner Tier­gar­ten gedreht, weil ich zeit­nah unbe­dingt noch eine Gedenk­tour zum Tod von Mario Adorf doku­men­tie­ren wollte. Gelebt hat er zwar nicht in der Stadt, doch er war oft zu Besuch da und es gibt natür­lich auf dem — inzwi­schen doch sehr ver­nach­läs­sig­ten — ‘Bou­le­vard der Stars’ am Pots­da­mer Platz auch einen Stern für ihn. 

Für viele Men­schen mei­ner Gene­ra­tion wird Mario Adorf als Gangs­ter San­ter in Erin­ne­rung blei­ben, der im ers­ten Win­ne­tou-Film des­sen jün­gere Schwes­ter Nscho-tschi erschoss. Der groß­ar­tige Schau­spie­ler bril­lierte ja ansons­ten vor allem in den ambi­va­len­ten ‘Janus’-Bösewichtrollen mit den zwei Gesich­tern. Für mich war ein Höhe­punkt sei­nes Schaf­fens die Figur des ‘Paten’ Janusz Her­zog in dem Die­ter-Wedel-Mehr­tei­ler ‘Der Schat­ten­mann’, den ich mir in die­ser Woche mal wie­der ansehe. Die Fern­seh­se­rie ist rela­tiv wür­dig geal­tert und lässt sich immer noch gut schauen, auch wenn mir beim vier­ten(?) Durch­lauf seit 1996 viele Sze­nen sehr höl­zern gespielt, andere viel zu seicht oder melo­dra­ma­tisch erscheinen.

Sehr über­ra­schend für mich übri­gens heute, dass trotz der Kälte Anfang April schon die ers­ten Rho­do­den­dren blü­hen im Tiergarten.

Hier der ‘Schattenmann’-Trailer von 1996: