… gerade habe ich wie­der eine Anfrage von Antenne Bran­den­burg für Win­ter­wan­der­tipps (Auf­zeich­nung am Don­ners­tag) und zur ‘Ein­stim­mung’ habe ich heute am spä­ten Vor­mit­tag eine kleine Tour im tou­ris­ti­schen Zen­trum des Spree­walds unter­nom­men. Ich hatte es ja bereits häu­fi­ger hier und da geäu­ßert: im Win­ter ist für mich der beliebte Spree­wald — spe­zi­ell im wei­ßen Schnee­kleid — die ideale Wan­der­desti­na­tion in Bran­den­burg, da dann die bei­den größ­ten typi­schen Pla­ge­geis­ter nicht anzu­tref­fen sind: aggres­sive Stech­mü­cken und unge­zähmte Draht­esel im wil­den Ritt ;-)

Geplant war in ers­ter Linie neben dem Erle­ben der typi­schen Fließ-Atmo­sphäre ein Test, ob um Lüb­benau die Pro­me­na­den- und Wan­der­wege über­haupt wegen der Wet­ter­si­tua­tion begeh­bar oder zu stark ver­eist sein wür­den. Anfangs war ich skep­tisch, aber der wenige inzwi­schen ver­harschte Neu­schnee, der auf die spie­gel­glat­ten Eis­flä­chen gefal­len ist, bringt doch wie­der deut­lich mehr Grif­fig­keit. Als grenz­wer­tig und nicht ganz unge­fähr­lich würde ich Wan­de­run­gen aktu­ell dort trotz­dem immer noch einordnen …

Eigent­lich wollte ich auch noch zumin­dest die natur­be­las­sene zwei­ein­halb Kilo­me­ter lange ‘Sack­gasse’ zum Gast­haus Wot­schofska mit einem der schöns­ten Wege inte­grie­ren, seit Januar wird nun aber die marode ‘Bank’ (= regio­nal­ty­pi­sche für Kahn­fahr­ten erhöhte Holz­brü­cke) direkt hin­ter dem Ende des Schloss­parks erneu­ert und der kom­plette Weg ist somit unter­bro­chen und nur von der ande­ren Seite aus begeh­bar. Laut Berich­ten, die ich im Nach­gang las, wird die Situa­tion wohl noch bis weit ins Früh­jahr hin­ein andau­ern, sodass man dann in der Zwi­schen­zeit nur per Kahn von Lüb­benau aus auf direk­tem Weg zum Gast­haus Wot­schofska kommt.

Ins­ge­samt war die kleine Runde wie­der mal ein tol­les Spree­wald-Erleb­nis, auch wenn ich die Tour gerne noch wei­ter aus­ge­dehnt hätte. Genutzt habe ich heute übri­gens hin und zurück den neuen ‘Gur­ken­ex­press’ RE20, der von Ber­lin aus trotz des gro­ßen Schlen­kers über den Flug­ha­fen BER bis Lüb­benau nur genauso lange braucht wie der RE2 über die ver­meint­lich direk­tere Stre­cke via Ber­li­ner Stadtbahn.