… eine Vor­mit­tags­tour am nord­west­li­chen Ber­li­ner Stadt­rand im Span­dauer Forst, die ich wegen des wech­sel­haf­ten Wet­ters stark kürzte. So wurde es im Prin­zip eine Vari­ante des bogen­för­mi­gen Klas­si­kers mit der Kuh­lake, dem Teu­fels­bruch und den Rohr­pfüh­len. Ich war die Stre­cke ähn­lich zuletzt am Ende des letz­ten Jah­res gewan­dert und freute mich schon dar­auf, sie mal wie­der im fri­schen Grün zu erleben.

Auf­grund der Viel­falt mit zahl­rei­chen Was­ser- und Moor­flä­chen, umge­ben von immer wie­der unter­schied­lich struk­tu­rier­tem Misch­wald, wird man in der Gegend nie ent­täuscht. Außer­dem ist es dort im Gegen­satz zu den ande­ren Ber­li­ner ‘Natur-Hot­spots’ eigent­lich immer sehr men­schen­leer, sobald man die typi­schen Spaziergänger‑, Jog­ger- und Gas­si­ge­her-Areale verlässt.

Dies­mal hatte ich ein wenig expe­ri­men­tiert, nutzte zwi­schen dem Teu­fels­bruch und den Rohr­pfüh­len einen eher sel­ten genutz­ten Wald­pfad par­al­lel zur übli­chen Route. An der Kuh­lake bin ich alter­na­tiv im Mit­tel­teil auf der ‘fal­schen’ Seite gewan­dert, mit dem Fazit: kann man machen, die schö­ne­ren Weit­bli­cke erge­ben sich aller­dings vom typi­schen Ufer­weg gegen­über aus.

Lei­der ist im letz­ten Abschnitt zwi­schen dem Johan­nes­stift und der Cau­ti­us­straße immer noch die Kuh­lake fast kom­plett tro­cken­ge­legt wegen Sanie­rungs­maß­nah­men wie auch schon Ende Dezember.

Ansons­ten wie immer meine dicke Emp­feh­lung für die Stre­cke in die­ser oder ähn­li­cher Form, gerade jetzt in der Zeit der üppi­gen Vegetation.

Apro­pos ‘Silent Grün’: ich hoffe, die Anspie­lung ist für (lokale) Musik­ken­ner ersichtlich ;-)
Falls nicht: es waren ein­mal die Vor­stadt-Punks Dirk F. und Jan V. aus West-Ber­lin, die zum ers­ten Mal 1981 live gemein­sam im Span­dauer Johan­nes­stift bei einem Kon­zert auf­tra­ten. Sie leg­ten sich Künst­ler­na­men zu, benann­ten die Band um, der Rest ist Geschichte …

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am west­li­chen Ende des Aale­mann­ka­nals an der Bus­hal­te­stelle, nach Über­que­rung der Nie­der­neu­en­dor­fer Allee führt der Weg in den Span­dauer Forst hin­ein und dort jen­seits der Trasse der still­ge­leg­ten ‘Böt­zow­bahn’ auf Pfa­den an der nörd­li­chen Seite des Teu­fels­bruchs ent­lang zum Rast­platz ‘Schwei­ne­hirte’. Über schmale Forst­wege geht es bis zum kreu­zen­den Ober­jä­ger­weg, danach wie­der sehr schön natur­be­las­sen im Bereich der Rohr­pfühle zur Schön­wal­der Allee.

Wei­ter führt der Weg im Wald eine Weile par­al­lel zur Straße, dem abzwei­gen­den brei­ten Schot­ter­weg wird dann gefolgt zur Kuhlake.

An dem wun­der­schö­nen Gewäs­ser­ver­lauf mit sei­nen teils kanal- und teils teich­ar­ti­gen Abschnit­ten ent­lang geht es gut drei­ein­halb Kilo­me­ter weit bis zum Tier­ge­hege, wobei im Mit­tel­teil meist der süd­li­che Wald­weg genutzt wird. Ent­lang der Schön­wal­der Allee geht es zum Anschluss der Kuh­lake jen­seits der Bahn­trasse und die see­ar­ti­gen Aus­läu­fer des Flie­ßes wer­den pas­siert zum Ende der Tour hin an der Bus­hal­te­stelle ‘Cau­ti­us­straße’.