… heute stand mal wieder die jährliche Verbandswanderung des Märkischen Wanderbunds an, bei der meist ein besonderer Ort im Kernwandergebiet des Vereins im Fokus der Tour steht. Diesmal war es die 2016 in Schenkenberg rekonstruierte Station Nr. 6 der ehemaligen Preußischen Optischen Telegraphenlinie zwischen Berlin und Koblenz, die nur ganze 20 Jahre lang zwischen 1832 und 1852 von Relevanz war und dann bereits technologisch abgelöst wurde.
Der größte Teil der Gruppe traf sich schon früh dort, um sich ausgiebig vom Leiter der hiesigen Interessengemeinschaft die historischen und technischen Details der Anlage in Schenkenberg erklären zu lassen sowie eine kleine Runde durch den Ort zu drehen. Heiner und ich wanderten stattdessen vom Bahnhof Götz etwas später los und stießen pünktlich zum Beginn der ‘richtigen’ Wanderung dazu.
Mit der dann 13-köpfigen Gruppe ging es auf dem markierten Baumkreiswanderweg zum Dorf Trechwitz und um das westliche Ende des Netzener Sees herum in den schön gelegenen, namensgebenden Ort. Von dort aus wanderte ich direkt weiter nach Lehnin und überließ die Gruppe ihrem Schicksal, mit anderen Worten: der wohlverdienten Einkehr im Seehof.
Durchaus eine thematisch sehr interessante Wanderung, wobei der alternativlose Abschnitt zwischen Schenkenberg und Trechwitz leider einige unbequeme und nicht ganz ungefährliche Landstraßenanteile aufweist. Diese werden aber locker aufgewogen durch diverse naturbelassene Passagen und Blicke auf die Gewässer der Gegend. Das Kloster Lehnin ist natürlich immer der gelungene Abschluss einer Wanderung in der Region, wobei ich definitiv die inzwischen allseits bekannte und auch von meinem Wanderführerkollegen Bernd regelmäßig angebotene Gruppenwanderung rund ums Quellgebiet der Emster in verschiedenen Varianten deutlich bevorzuge.
Vielen Dank an Susanne und Maren für die Führung der Gruppe heute!
Hier die Aufzeichnungen der Mitwanderer:
Heiner: https://www.komoot.de/tour/1292327804
Bernd: https://www.komoot.de/tour/1291388458
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am Bahnhof in Götz, über die Straßen ‘Zum Bahnhof’ und ‘Am Mühlenberg’ führt der Weg zunächst südlich durch den Ort, dann um das Areal des IHK-Campus herum und weiter auf Schotter- und Asphaltpisten leicht bergauf. Über einen Feldweg wird der Ort Schenkenberg erreicht, dort geht es über die Wustermarkstraße, den Kleinen Birkenweg und die Gartenstraße durchs Dorf zur Telegrafenstation in einer kleinen Parkanlage an der Kirschallee.
Der Kirschallee wird gefolgt zum Friedhof, danach führt der Weg über die Bruchstraße zur Trechwitzer Straße und nach dem Ortsausgang auf dem breiten Forstweg bis nach Trechwitz hinein. Hier muss für einen Kilometer die alternativlose Landstraße genutzt werden, bevor der Abzweig ins Naturschutzgebiet am Netzener See erfolgt. Durch weitläufige Schilfgebiete führt der Weg um den See herum zu einem der wenigen Gewässerzugänge am westlichen Ende, anschließend geht es zur Brücke über den Emster Kanal und dem Kanal folgend durch üppiges Grün im feuchten Gelände bis zum kleinen Hafen am Einstich.
In Netzen führt der Weg am Seeufer entlang bis zur großen Badestelle am Finkenweg, über den Drosselweg und den Sperlingsweg wird das Dorf südlich verlassen. Sehr verwinkelt und mit vielen Richtungsänderungen geht es durch den Kiefernwald zur Autobahn und ein kurzes Stück daran entlang, nach der Unterquerung ist der Ort Nehmitz erreicht, der komplett durchquert wird. Am Eichelhof führt der Weg wieder in den Wald hinein und die Siedlung Heidehof wird großräumig umgangen, später noch einmal der Emster Kanal überquert.
Über die schöne alte Baumallee geht es auf das Areal des Klosters Lehnin zu und an dem historischen Gebäudeensemble entlang zum Marktplatz. Der Markgrafenplatz wird durchquert und die Tour endet am angrenzenden Busbahnhof in Lehnin.
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