… heute habe ich quasi eine ‘Kom­ple­men­tär­tour’ gemacht zu der von Anfang der Woche, wie­der ging es in den Natur­park Flä­ming in Sach­sen-Anhalt, dies­mal war ich aber an des­sen öst­li­chem Rand unter­wegs. Als Start bot sich der bes­tens tou­ris­tisch erschlos­sene ‘Hot­spot’ im benach­bar­ten bran­den­bur­gi­schen Natur­park Hoher Flä­ming an, vom Ort Rädigke im Pla­ne­tal aus mit sei­nem kul­ti­gen Gast­hof Moritz ( https://www.gasthof-moritz.de ).

Der Vor­teil dabei ist, dass man sich gleich dort im Gast­hof beim Start noch selbst mit den regio­nal her­ge­stell­ten ‘Fläminger’-Getränken aus dem Kühl­schrank für die Tour ein­de­cken kann (Kasse des Ver­trau­ens direkt am Hof­ein­gang), emp­feh­len kann ich beson­ders die Fass­brause rot / grün.

Der erste Teil der Tour durch die Neu­en­dor­fer Rum­mel bis in den Ort Garrey sollte jedem Flä­ming-Wan­de­rer geläu­fig sein, die bereits in Sach­sen-Anhalt befind­li­che und kaum aus­ge­schil­derte Lob­beser Rum­mel war neu für mich und gefiel mir eben­falls sehr gut. Bei den ‘Rum­meln’ han­delt es sich um eis­zeit­li­che kleine Tro­cken­tä­ler, die für die Region sehr typisch sind.

Wei­ter High­lights der Tour waren der Frie­den­tha­ler Grund mit dem Rot­käpp­chen­weg und dem male­ri­schen Zah­n­a­bach dane­ben sowie das Schloss in Krop­städt, das ich mir heute mal etwas näher ansah, da mich die Nach­barn ermu­tig­ten, gerne doch das Grund­stück über den Was­ser­gra­ben zu betre­ten. Der der­zei­tige Besit­zer des ‘Mär­chen­schlos­ses’ lebt in der Schweiz und küm­mert sich nicht darum, der Ver­fall ist also nur eine Frage der Zeit.

Die Stre­cke in der gewan­der­ten Form war eine Rie­sen­über­ra­schung für mich, sie gefiel mir aus­ge­zeich­net, was ich vorab nicht annä­hernd erwar­tet hatte. In den 28 Kilo­me­tern waren so gut wie keine Asphalt­ab­schnitte ent­hal­ten außer bei den kur­zen Orts­durch­que­run­gen, ansons­ten gab es viele gepflegte Wie­sen­wege sowie Feld- und Wald­wege in abwechs­lungs­rei­cher Mischung. Top-Emp­feh­lung von mir! Wie herr­lich wäre die Tour erst bei gutem Wet­ter gewesen ;-) 

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet in Rädigke an der Bus­hal­te­stelle, ent­lang der Haupt­straße geht es zunächst an der Dorf­kir­che und am Gast­haus Moritz vor­bei, dann wird auf den Garreyer Weg abge­zweigt, der als ‘Hecken­weg’ im offe­nen Gelände leicht berg­auf führt. Nach Über­que­rung der Auto­bahn wird die Stre­cke wald­las­ti­ger, eine Land­straße wird über­quert und im gro­ßen Bogen führt der Weg durch die Neu­en­dor­fer Rum­mel hin­auf in den Ort Garrey, der außen ent­lang des klei­nen Aus­sichts­turms umgan­gen wird.

Nun folgt ein lan­ger, von Hecken gesäum­ter Wie­sen­weg über die Höhen zur nächs­ten Land­stra­ßen­über­que­rung, danach geht es auf einem geschot­ter­ten Weg bis zum Ein­gang zur Lob­beser Rum­mel. Das kleine Tro­cken­tal wird nach unten in süd­li­cher Rich­tung durch­quert, dann führt der Weg im Bogen an den Feld­rän­dern ent­lang zum Orts­aus­gang von Lob­bese, anschlie­ßend auf einem alten brö­cke­li­gen Pflas­ter­stein­weg im leicht hüge­li­gen und abwechs­lungs­rei­chen Ver­lauf über vier Kilo­me­ter nach Kropstädt.

Hier geht es über die Lin­den­straße und den Wed­di­ner Weg durch den Ort zum herr­lich gele­ge­nen Schloss, um den Was­ser­gra­ben herum in den Schloss­park und durch die­sen hin­durch, danach über die Straße ‘Schä­fe­rei’ zum süd­west­li­chen Orts­aus­gang an der Land­straße. Wei­ter führt der Weg im Misch­wald der Krop­städ­ter Heide zum Frie­den­tha­ler Grund, dann sehr schön am Bach­lauf der Zahna, spä­ter am Mühl­bach ent­lang nach Wüs­te­mark. Dort wird gleich wie­der nach einem sehr kur­zen Land­stra­ßen­ab­schnitt abge­zweigt an einer Sied­lung in den Wald hin­ein und im gro­ßen Bogen geht es auf einem Mix aus Wald- und Feld­we­gen, kurz den Oßnitz­bach beglei­tend, bis zur Köp­ni­cker Straße im west­li­chen Zahna.

Abschlie­ßend führt der Weg durch ein Gewer­be­ge­biet zur Rahns­dor­fer Straße und durch die Unter­füh­rung der Bahn­trasse zum Bahn­hof Zahna, an dem diese Tour endet.