… eine sehr spon­tane Tour heute, bei der ich in ers­ter Linie für eine mög­li­che ‘9‑Euro-Ticket-Grup­pen­wan­de­rung’ tes­ten wollte, d.h. eine Wan­de­rung auf einer etwas wei­ter von Ber­lin ent­fern­ten aber gut erreich­ba­ren und schö­nen Stre­cke in Bran­den­burg mit eher wenig Fahr­gast­auf­kom­men. Kurz­fris­tig hatte ich bei die­sem ‘Klas­si­ker’ in der Ostp­ri­g­nitz zwi­schen Kyritz und Neustadt/Dosse noch den Anfang ent­lang der Jäg­litz ange­fügt. In der Pra­xis war die­ser Wie­sen­weg-Abschnitt wun­der­bar aber — wie vorab schon von mir geahnt — lei­der jah­res­zeit­lich bedingt bereits stark zuge­wach­sen, obwohl er der pas­sende ‘Miss­ing Link’ gewe­sen wäre, um aus einer sehr guten Stre­cke eine fast makel­los per­fekte zu machen.

Den­noch bleibt die Tour in der Form ein hei­ßer Kan­di­dat (dann mit Abkür­zung über die etwas öde See­straße in Kyritz), wie­der mal gefiel mir die Zusam­men­set­zung bes­tens, zu der neben den viel­fäl­ti­gen Gewäs­ser­ab­schnit­ten auch die bei­den sehens­wer­ten Städt­chen Kyritz und Wus­ter­hau­sen bei­tra­gen. In Neu­stadt machte wie ich finde der Schlen­ker nach Spie­gel­berg zu Schloss und Mühle Sinn, gege­be­nen­falls ließe sich dort noch das pracht­volle, tra­di­ti­ons­rei­che Haupt­ge­stüt der ‘Stadt der Pferde’ integrieren.

Auf der Hin­fahrt gegen 7:30 Uhr war der Regio­nal­ex­press ange­nehm leer, auf der Rück­fahrt nach Ber­lin sechs Stun­den spä­ter dann zumin­dest ab Span­dau kom­plett gefüllt.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet am Bahn­hof in Kyritz, zunächst geht es über die Post­straße in den Rosen­gar­ten und durch ihn hin­durch, dann über Dom­straße und Weber­straße zur Mari­en­kir­che, anschlie­ßend über den Markt­platz und durch die Pforte in der Stadt­mauer zum Ufer der Jäg­litz. Dem Gewäs­ser wird kurz gefolgt, danach geht es über die Straße ‘An der Pro­me­nade’, die Müh­len­straße und den Schwar­zen Weg im gro­ßen Bogen zurück an das Flüss­chen. Auf einem leicht zuge­wach­se­nen Wie­sen­weg wird der Jäg­litz gefolgt, bevor am Wald­rand zur Witt­sto­cker Straße abge­zweigt wird. 

Durch einen schma­len ‘Wald­tun­nel’ führt der schmale Weg zum Ufer des Unter­sees, um des­sen Ufer wun­der­schön wei­ter pfad­ar­tig bis zum Strand­bad Kyritz zu fol­gen. Nun geht es vor­bei an einer Reihe von Boots­häu­sern, danach etwa drei Kilo­me­ter auf dem herr­li­chen natur­be­las­se­nen Wald­pfad direkt am Ufer des lang­ge­zo­ge­nen Klem­pow­sees ent­lang bis zur Sied­lung Rei­her­eck. Die Sied­lung wird pas­siert und nach einem kur­zen Abschnitt ent­lang von Agrar­flä­chen wird am süd­li­chen Ende des Sees die ‘Titu­lar­stadt’ Wus­ter­hau­sen an der See­mühle erreicht. Wei­ter geht es durch die Stadt hin­durch, an der Peter-und-Paul-Kir­che vor­bei und über den Markt­platz, dann auf der Ber­li­ner Straße und der sich anschlie­ßen­den Neben­straße aus dem Ort hin­aus und zum Hoch­was­ser­schutz­deich der Dosse.

Auf einer Länge von gut zwei Kilo­me­tern wird nun der Dosse auf der tol­len schma­len Baum­al­lee auf der Deich­krone gefolgt bis zu einem Teich­ge­biet, nach Unter­que­rung der angren­zen­den Bahn­trasse ist Neu­stadt erreicht. Nach Über­que­rung der bei­den Dos­se­arme auf der Prinz-von-Hom­burg-Straße wird dem nörd­li­chen Gewäs­ser­ver­lauf natur­be­las­sen gefolgt bis zur Spie­gel­mühle, am Schloss Spie­gel­berg vor­bei geht es bis zum Sied­lungs­ende, dann an der Schwenze am Huge­not­ten­fried­hof entlang.

Das Schul­zen­trum wird pas­siert, durch den Wald führt der Weg zur Straße ‘Am Vogel­sang’ und abschlie­ßend durch die Wohn­ge­biete zum Bahn­hof Neustadt/Dosse, an dem die Tour endet.