… Auftakt zur letzten Berliner Bezirks-Findlingstour (Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg weisen leider keine als Naturdenkmale aus und Spandau nur eine nicht-repräsentative ‘Auswahl’ von zwei Exemplaren), diesmal in Tempelhof-Schöneberg. Auch diese sehr (vor-)städtisch geprägte Strecke hatte ich zweigeteilt, um sie bequem als ‘Lückenfüller’ abwandern zu können.
Da hier zwischen dem ersten Exemplar in Alt-Tempelhof und dem zweiten in Lichtenrade eine Strecke von fast neun Kilometern lag, hatte ich in dem Bereich versucht, möglichst viele Grünzüge zu integrieren. Alle weiteren denkmalgeschützten Findlinge des Bezirks Tempelhof befinden sich ebenfalls in Lichtenrade und sie ließen sich nur per Durchquerung der riesigen Eigenheimsiedlungen verbinden.
Der letzte Stein der heutigen Tour ist ein Kuriosum bezüglich seiner Position: er liegt im Garten eines Privathauses neben Bauschutt und durch einen blickdichten Holzzaun so gut geschützt, dass ich ihn längere Zeit suchen musste ;-)
Herrlich war diesmal natürlich die intensive frühlingshafte Baumblüte, speziell der Zierkirschen.
————-
Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt am U‑Bahnhof Kaiserin-Augusta-Straße, zunächst geht es über die Albrechtstraße und die Friedrich-Franz-Straße in den Bosepark mit dem ersten Findling, über die Schönburgstraße hinweg in den Alten Park und über den Tempelhofer Damm hinweg durch den Franckepark. Anschließend wird der Colditzstraße gefolgt über den Teltowkanal und durch Gewerbegebiete, dann führt der Weg an den Kleingärten und den Mietshäusern entlang zum Westphalweg. An der Prühßstraße wird der Volkspark Mariendorf betreten und zum ausgetrockneten Gänsepfuhl hin durchquert, es schließt sich der schmale Grünzug zum Wildspitzweg an, danach geht es um den Britzer Garten herum zur Tauernallee.
Dem Ankogelweg wird gefolgt zum Mariendorfer Damm, über die Kettinger Straße geht es durch die Eigenheimsiedlungen, nach dem Abzweig in die Geibelstraße wird der zweite Findling dieser Tour an einer kleinen Grünanlage passiert. Weiter geht es bis zum Ende der Geibelstraße, wo sich an beiden Seiten eines großen Spiel- und Bolzplatzes weitere denkmalgeschützte Findlingsgruppen befinden. Über die Barnetstraße führt der Weg zum Lichtenrader Damm, dann über die Marienfelder Straße zum Dorfanger mit der Kirche und dem Giebelpfuhl. Hier befindet sich der nächste gesuchte Findling am südwestlichen Ufer des Gewässers.
Nach Überquerung des Lichtenrader Damms geht es über die Bahnhofstraße zum S‑Bahnhof Lichtenrade, weiter über die Prinzessinnenstraße bis fast zum Mauerweg, anschließend über die Cecilienstraße die Blohmstraße und die Illigstraße zum Fundort des letzten, versteckt in einem Garten liegenden Findlings dieser Tour an der Kreuzung zur Maffeistraße. Am Ende der Illigstraße wird abgezweigt in den Schichauweg und die Tour endet am gleichnamigen S‑Bahnhof.
Das klingt nach einer spannenden und gut durchdachten Tour! Es ist interessant, wie du die Landschaft und die Naturdenkmäler miteinander verbindest und dabei auch die grünen Oasen in einem urbanen Raum berücksichtigst. Deine Detailgenauigkeit zeigt großes Engagement für das Thema und macht den Text besonders ansprechend. Ich bin sicher, dass andere von deinen Erkundungen auch inspiriert werden können!
Vielen Dank!