… heute habe ich meine Etappe im Rah­men der Staf­fel­wan­de­rung ‘Von der Saale bis zur Leine’ absol­viert, am nord­öst­li­chen Rand des Har­zes zwi­schen Thale und Blan­ken­burg. Mir war gleich klar, dass ich eine der schöns­ten Stre­cken erwischt hatte, ent­spre­chend groß war die Vorfreude.

Es war tat­säch­lich in über zwan­zig Jah­ren meine erste Tour im Harz und wun­der­ba­rer hät­ten die Ein­drü­cke für mich nicht sein kön­nen im ers­ten und im letz­ten Drit­tel, sie ergän­zen sich sogar per­fekt bei Traum­wet­ter: anfangs von Thale aus ein Stück durchs schmale Bode­tal, dann die stei­len Ser­pen­ti­nen hin­auf zur Aus­sicht ‘Ross­trappe’. Ab dem Ham­bur­ger Wap­pen folgte ich den bizar­ren Fels­for­ma­tio­nen der Teu­fels­mauer bis zu Groß­va­ter / Groß­mutter und nach Blan­ken­burg hin­ein. Nur der Mit­tel­teil war leicht ent­täu­schend und fiel spe­zi­ell im direk­ten Ver­gleich mit den ande­ren Abschnit­ten stark ab. Den­noch eine gran­diose Wan­der­stre­cke mit enorm vie­len Highlights.

Dabei nutzte ich nicht ein­mal den Kamm­weg direkt ‘durch’ die Teu­fels­mauer, son­dern wählte den par­al­lel ver­lau­fen­den Ori­gi­nal­weg des E11 im Süd­hang. Der soge­nannte ‘Löb­be­ckestieg’ wäre sicher noch sehr viel spek­ta­ku­lä­rer gewe­sen, auf­grund des gro­ßen Andrangs auf der zu erwar­ten­den ‘Gän­se­marsch-Klet­ter­pas­sage’ und der Höhen­me­ter, die ich bis dort­hin schon in den Bei­nen hatte, musste die beque­mere — und trotz­dem wun­der­schöne — Vari­ante reichen.

Auch wenn mich die Har­zer Wan­der­na­del etwa so viel inter­es­siert wie ein Jodel­di­plom, werde ich ganz sicher in Zukunft wie­der gut von Ber­lin aus erreich­bare Tages­tou­ren im Harz wandern.

Vie­len Dank an Tho­mas aus EF für die Ein­la­dung und die Orga­ni­sa­tion die­ses tol­len Staffelevents!

Hier die Coll­ec­tion dazu: https://www.komoot.de/collection/1443558/-staffelwanderung-von-der-saale-bis-zur-leine-11–03-13–03-2022

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Etappe beginnt am Haupt­bahn­hof in Thale, nach Durch­que­rung des Frie­dens­parks wird der Huber­tus­straße gefolgt und nach Über­que­rung der Bode ist die Tal­sta­tion der Seil­bahn zum Hexen­tanz­platz erreicht. Gut ein­ein­halb Kilo­me­ter weit geht es auf dem natur­be­las­se­nen, teil­weise fel­si­gen Wan­der­weg wun­der­schön am Ufer des tosen­den klei­nen Flus­ses ent­lang durch das enge Tal, vor­bei am Hotel Wald­ka­ter und dem Gast­haus Königsruhe.

Anschlie­ßend erfolgt der kna­ckige Auf­stieg über die stei­nige ‘Schurre’ in zahl­rei­chen Ser­pen­ti­nen im stei­len Hang durch das Geröll­feld bis hin­auf zum Gip­fel­pla­teau. Nach einem Abste­cher zum spek­ta­ku­lä­ren Aus­sichts­punkt ‘Ross­trappe’ führt der Weg natur­be­las­sen zur Berg­sta­tion mit Hotel und Feri­en­park, dann wird knapp zwei Kilo­me­ter weit der Straße bergab gefolgt, die aber zwi­schen­drin einige hun­dert Meter weit auf Wald­we­gen umgan­gen wer­den kann.

Danach wird auf den brei­ten Forst­weg ‘Alte Roß­trap­pen­straße’ abge­zweigt, der hinab bis nach Ben­ne­cken­rode führt. Nach Durch­que­rung des Dorfs wird der Sand­piste des Egge­röder Wegs gefolgt um die Depo­nie des ehe­ma­li­gen Hüt­ten­werks herum zum Forst­haus, dann geht es über die kar­gen Hügel in den hüb­schen Ort Tim­men­rode. Gleich nach Durch­que­rung der Sied­lung prä­sen­tiert sich auf einer Anhöhe die impo­sante Fels­for­ma­tion ‘Ham­bur­ger Wap­pen’ und in einem Mix mit viel Auf-und-Ab führt der Weg am Fuchs­bau vor­bei durch den Wald zur Heidelbergwarthe.

Hier erfolgt der Ein­stieg in den Süd­hang­weg, der sich knapp unter­halb der Teu­fels­mauer als schma­ler, teils fel­si­ger Pfad durch den Wald win­det bis hin zum mar­kan­ten Groß­va­ter­fel­sen. Um die­sen herum geht es wei­ter zum Groß­mutter­fel­sen und um die­sen herum, anschlie­ßend wer­den die Sied­lun­gen bei­der­seits der Tal­senke am Ein­gang zur Stadt Blan­ken­burg durch­quert, der Weg führt nun hin­auf zum Schloss­teich und wei­ter zum Aus­sichts­punkt am Gro­ßen Schloss. 

Durch den Schloss­park geht es wie­der hinab, den Baro­cken Gar­ten durch­que­rend zum Klei­nen Schloss, danach über die Markt­straße zum Rat­haus und über die Lange Straße und die Lüh­ner­gasse zur Alten Post, abschlie­ßend über die Grüne Gasse und die Bahn­hof­straße zum Bahn­hof Blan­ken­burg, an dem diese Etappe endet.