… heute habe ich den Rest der Vor­wan­de­rung absol­viert, der ges­tern wegen des gesperr­ten Zugangs zur alten Auto­bahn­brü­cke bei Albrechts Teerofen nicht erlaubt war. Bereits nach einem Tag war der Weg wie­der geräumt, auch wenn noch/wieder einige Tele­fon­mas­ten samt Lei­tun­gen gefähr­lich nied­rig über der Straße baumelten.

Den Ein­stieg wählte ich dort, wo ich ges­tern auf­ge­hört hatte, am Bahn­hof Grieb­nitz­see. Der Pfad am Tel­tow­ka­nal war erstaun­lich gut begeh­bar, über­haupt hatte ich nur wenige Pro­bleme mit Ast­bruch und umge­fal­le­nen Bäu­men, die die Wege versperrten.

Den klei­nen Bogen um Drei­lin­den herum wählte ich, um die ‘Dark-Brü­cke’ der Fried­hofs­bahn nun auch ein­mal als sol­che doku­men­tiert zu haben. Natür­lich war ich vor­her bereits unzäh­lige Male dort, aber inter­es­sant ist für mich trotz­dem immer wie­der die Fokus­ver­schie­bung, wenn ein an sich wohl­be­kann­ter Ort in einem neuen Kon­text betrach­tet wird.

In der Ecke ist der Mau­er­ver­lauf um West-Ber­lin sicher am inter­es­san­tes­ten mit der ver­win­kel­ten Lage der Sied­lun­gen Drei­lin­den (Bran­den­burg) und Albrechts Teerofen (West-Ber­lin) direkt am ursprüng­li­chen Grenz­über­gang sowie der Exklave Stein­stü­cken (West-Ber­lin) daneben.

Eigent­lich hatte ich vor, mir am Ende der Tour noch den aktu­el­len Umbau­zu­stand der Neuen Hake­burg anzu­schauen, das Wet­ter war aber ein­fach zu ungemütlich.

Bei der kur­zen Tour — ebenso wie ges­tern und auch schon bei der Vor­wan­de­rung am letz­ten Wochen­ende — ging es mir in ers­ter Linie darum, die Begeh­bar­keit der Wege zu prü­fen, neue inter­es­sante Details zu erken­nen und das Timing mög­lichst genau festzuhalten.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt am Bahn­hof Grieb­nitz­see, zunächst wird der Uni-Cam­pus durch­quert zur Stahns­dor­fer Straße hin, dann wird die rena­tu­rierte Bra­che des ehe­ma­li­gen Todes­strei­fens durch­quert nach Kohl­ha­sen­brück. Der Tel­tow­ka­nal wird über­quert, danach dem schma­len Ufer­pfad über ein­ein­halb Kilo­me­ter gefolgt zur alten Autobahnbrücke.

Nun wird der ehe­ma­li­gen Trasse der Auto­bahn gefolgt, die Brü­cken­ruine der Ber­lin-Pots­da­mer Bahn pas­sie­rend, bis zu den Res­ten der Fried­hofs­bahn am Mau­er­weg. In einem klei­nen Schlen­ker geht es zur Brü­cke am Königs­weg, auf den Gleis­res­ten unter­halb der Brü­cke zurück und den Spu­ren der Bahn­trasse fol­gend an der Sied­lung Drei­lin­den vor­bei bis zum Ufer des Teltowkanals.

Erneut wird dem Ufer­pfad knapp zwei Kilo­me­ter weit gefolgt bis zur Mach­nower Schleuse, nach deren Über­que­rung wird über die Wann­see­straße an der Bus­hal­te­stelle ‘Wald­schänke’ das Ende die­ser kur­zen Tour erreicht.