Immer wie­der halte ich Aus­schau nach The­men, die sich in Wan­de­run­gen ein­be­zie­hen las­sen und bei denen sich ein ech­ter Mehr­wert aus der Ver­knüp­fung ergibt.

Dabei stoße ich häu­fig auf den Kom­plex der ‘Natur­phä­no­mene’, die ja jedem Wan­der­füh­rer schon bei der Aus­bil­dung als Säu­len der Erleb­nis­päd­ago­gik und damit als Bau­steine jeder guten Tour ver­mit­telt werden.

Sel­ten jedoch habe ich in der Lite­ra­tur einen spie­le­ri­schen Zugang in der Breite zu den geschütz­ten loka­len Natur­denk­ma­len ent­deckt, wobei nicht nur tro­ckene wis­sen­schaft­li­che Fak­ten und Zusam­men­hänge lis­ten­ar­tig abge­han­delt werden.

Das Buch von Lars Franke wählt aus dem uner­schöpf­li­chen Pool an Natur­denk­ma­len in Ber­lin und Bran­den­burg einen schö­nen Quer­schnitt aus und beschreibt jedes die­ser Exem­plare anhand von his­to­ri­schen Ereig­nis­sen und vor allem auch — wie der Titel bereits sug­ge­riert — her­ge­lei­tet durch Sagen, die mit der Ent­ste­hung und der Bedeu­tung der Orte und Objekte fest im Brauch­tum ver­knüpft sind.

Dabei geht es etwa um unge­wöhn­li­che Quel­len, beson­ders alte oder merk­wür­dig gewach­sene Bäume und Baum­grup­pen sowie Find­linge und Moore, ver­teilt über Ber­lin und ganz Brandenburg.

Das Buch ist reich bebil­dert und schil­dert die Lage und Auf­find­bar­keit der Natur­denk­male aus­rei­chend gut, sodass es einer­seits eine schöne zusam­men­hän­gende Lek­türe fürs Lesen zu Hause bie­tet, ande­rer­seits aber auch dazu anregt, Aus­flüge und Wan­de­run­gen zu pla­nen, um sich selbst ein Bild vor Ort zu machen.

Zum Buch beim Steffen-Verlag