… heute habe ich spontan bei noch halbwegs akzeptablem Wetter eine weitere Findlingstour am Nachmittag absolviert, diesmal im Berliner Bezirk Pankow. Die nur drei denkmalgeschützten Exemplare liegen dabei im ‘mittleren Osten’ in den Ortsteilen Stadtrandsiedlung Malchow, Blankenburg, Französisch Buchholz und Karow.
Als Zugang hatte ich den immer wieder schönen Weg der ‘Humboldtspur’ über die Felder vom Malchower See aus genutzt, den Abschluss bildete der Weg an den Karower Teichen entlang. Leider waren diese beiden Abschnitte dann auch wie erwartet die Highlights der Tour, ansonsten musste ich die schier endlosen Eigenheimsiedlungen in Karow durchqueren, die so langweilig sind, dass man Dutzenden von Straßen keine Namen gegeben hat sondern sie einfach nur humorlos durchnummerierte.
Lag der erste Findling noch etwas von Bäumen verdeckt aber eigentlich ganz schön an einem Reitweg am Fließgraben, so musste ich den zweiten in einer verwilderten Brache am Kiebitzpfuhl längere Zeit suchen. Der dritte Findling, der ‘Große Stein von Buchholz’ wäre mit geschätzten 105 Tonnen Gewicht mehr als doppelt so schwer wie der ‘Thielstein’ in Dahlem, der eigentlich als größter Findling Berlins gilt. Die Steine, die ich an der mit Schild markierten Stelle an der Autobahnbaustelle des ‘Pankow-Zubringers’ neben einem Hundetrainingsplatz vorfand, waren definitiv nicht wirklich groß. Wurde eventuell der ursprüngliche Stein zerteilt oder teilweise mit Sand zugeschüttet, um ihn vor den Bauarbeiten zu schützen? Im Internet finden sich leider keine Hinweise dazu …
Waren die Findlinge in Mitte und in Steglitz-Zehlendorf noch sehr gepflegt und schön in Szene gesetzt, so scheint man offenbar diesen Naturdenkmalen in Pankow leider nicht viel Aufmerksamkeit zu widmen.
Passend zur Tour:
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt an der S‑Bahnstation Wartenberg, nach Durchquerung des Plattenbauviertels rund um den ‘Berl’ geht es quer durch die Wendeschleife der Tram und auf dem Promenadenweg am Hechtgraben entlang zum Malchower See. Dem Naujocks-Weg wird gefolgt zur Ortnitstraße, danach führt der Weg am Fließgraben entlang zur Lageposition des ersten Findlings an der Kreuzung zum Märchenweg. Weiter geht es am Wassergraben entlang zur Landstraße und nach deren Überquerungen zwischen den beiden Hälften des Golfplatzes Pankow hindurch nach Blankenburg.
Am Siedlungsrand entlang wird der schmale Pfad genutzt, anschließend geht es durch die Straße 40 zur Bahntrasse und nach deren Überquerung auf der Straße 50, der Straße 43 und der Beuthener Straße durch die Eigenheimsiedlungen von Karow. An der Brache des Kiebitzpfuhls findet sich versteckt der zweite Findling, auf dem Schrägen Weg wird eine Bahntrasse unterquert und Karow über die Neustädter Straße, die Böttnerstraße und die Krontaler Straße in Richtung Französisch Buchholz verlassen. Die Panke wird überquert, entlang der Autobahnbaustelle führt der Weg zu einem Hundetrainingsplatz, hinter dem sich sehr unscheinbar der ‘Große Stein von Buchholz’ befindet.
Nun wird der vielbefahrenen Bucher Straße bis zum Parkplatz an den Karower Teichen gefolgt, wobei ein Trampelpfad neben der Straße genutzt werden kann. Danach wird das Areal der Karower Teiche durchquert zur Panke hin, dann dem Pankeweg gefolgt bis zum nördlichen Ortsausgang von Karow. Auf dem Schönerlinder Weg und der Straße 94 geht es um die Kleingartenanlage herum und über die Sandbergstraße wird abschließend das Ziel am S‑Bahnhof Karow erreicht.
Hallo Frank,
wie bist Du denn auf diese Sache mit den denkmalgeschützten Findlingen gekommen?
Wusste gar nicht, dass es sowas gibt, und scheinbar ja halbwegs in einen Rahmen gefasst.
Viel Spaß beim weiteren Steinelesen!
Vielen Dank, Gregor! Du weißt ja, dass ich immer wieder gerne neue Themen und Schwerpunkte in Touren integriere, gerade im urbanen Umfeld. Die Findlinge sind für die meisten Berliner Bezirke gut dokumentiert, sodass ich noch zumindest zwei weitere Wanderungen zu dem Thema durchgeplant habe.