… meine heutige kurze Tour führte mich ganz ohne Schuster ins ‘Rappenland’ nordwestlich von Berlin, hier grenzt eine Pferdepension mit ihren Koppeln an die nächste, und das über viele benachbarte Orte hinweg. Ziel war eine Wanderung durch die amtsfreie Gemeinde Schönwalde-Glien, die vor knapp 20 Jahren durch den Zusammenschluss einiger Dörfer entstand.
Neben den Reiterhöfen dominieren vor allem Asphalt- und Plattenwege südlich des großen Krämerwalds das Bild, Wanderwege sind hier kaum vorhanden. Insofern verband ich die einzelnen Siedlungen auch meist über Radwege und entlang von Straßen, bei Wansdorf war ich tatsächlich längere Zeit auf einem intensiv genutzten Reitparcours unterwegs. Besonders interessant fand ich — neben dem immer wieder skurril wirkenden, mitten im Dorf stehenden Fernsehturm Perwenitz — den Ort Wansdorf mit einem sehenswerten, wenig sanierten Schloss. Bei Schönwalde-Siedlung, das erst vor 90 Jahren direkt am Berliner Stadtrand entstand, überraschten mich die Größe und die Lage quasi mitten im Wald mit viel Abstand zwischen den Grundstücken.
Definitiv eher eine Empfehlung für Radfahrer, zum Wandern ist das riesige Waldgebiet des ‘Krämer’ gleich nebenan sicher die bessere Wahl.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet an der Bushaltestelle ‘Kirche’ in Perwenitz, am Anger entlang geht es zunächst zum Dorfteich, dann östlich aus dem Ort hinaus und auf dem Verbundplattenweg durch die offene Landschaft mit Blick auf den Fernsehturm und durch die Siedlung Duettchens Höh hindurch. Ein kleines Waldgebiet wird durchquert und der Weg führt hinab nach Pausin. Hier geht es im Dorf am langgestreckten Dorfanger entlang und über den Wansdorfer Weg wieder aus dem Ort hinaus.
Dem Radweg wird im Wald gefolgt ins benachbarte Wansdorf, das mit seinen verfallenen Gutsanlagen und dem teilrestaurierten Neuen Schloss sehenswert ist. Anschließend wird abgezweigt über den Schmiedeweg an Pferdekoppeln vorbei, an die sich ein zwei Kilometer langer, offensichtlich stark genutzter öffentlicher Reitweg durch die Wiesenlandschaft anschließt bis hin zum Radweg, auf den am Waldrand getroffen wird.
Die Gleistrasse wird am ehemaligen Bahnhof überquert und es geht an zahlreichen Pferdepensionen und Reitanlagen vorbei und durch die Fliegersiedlung nach Schönwalde. Das Dorf wird entlang des Angers durchquert, dann der Radweg neben der Bötzower Landstraße genutzt bis hin zum Havelkanal. Nach dessen Überquerung wird dem naturbelassenen Uferweg sehr schön einen Kilometer weit gefolgt, danach abgebogen zum ‘Waldwichtelpfad’, der neben einem Wassergraben verläuft bis nach Schönwalde-Siedlung hinein. Abschließend wird entlang der Berliner Allee das Ende der Tour an der Bushaltestelle am historischen Schwanenkrug erreicht.
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