… heute habe ich mir bei perfektem winterlichen Wanderwetter mal wieder eins der ganz besonderen Naturdenkmale in Brandenburg angesehen, den ‘Gesundbrunnen’ im Buckautal. Es handelt sich dabei um einen sehr ergiebigen Quelltopf (mehr als 70 Liter Wasser pro Sekunde), was in Brandenburg eine absolute Seltenheit darstellt. Schon zu DDR-Zeiten speiste die stark eisenhaltige Quelle die Zucht des VEB Binnenfischer Potsdam, heute ist daraus eine privat geführte Fischfarm mit Bistro und Übernachtungsmöglichkeiten geworden (https://www.25teiche.com/).
Glücklicherweise ist der Gesundbrunnen weiterhin öffentlich gut zugänglich, ohne dass Privatgrund betreten werden muss.
Kombiniert hatte ich die Quelle mit Streckenteilen an weiteren Bachläufen entlang soweit möglich, außerdem hatte ich den Gutspark Dahlen sowie das Gebiet der Werbiger Heide bisher noch nicht gesehen, was ich nachgeholt habe. Den Abschluss bildete wieder mal der Pfad am Briesener Bach entlang, eine meiner absoluten Lieblingsstrecken in Brandenburg. Heute führten die Bachläufe allesamt reichlich Wasser, was ich auch schon lange nicht mehr erlebt hatte. Insgesamt eine sehr schöne Tour in dieser Form, der Hohe Fläming halt — da kann man selten etwas falsch machen. Aus Zeitgründen musste ich das Kirchlein und den Artesischen Brunnen in Klein Briesen weglassen, würde ich ansonsten ebenso empfehlen als Bestandteile der Wanderung.
Hier ein kleines Mood-Video vom Gesundbrunnen:
Wer sich fragt, wo ich die Infos und Inspirationen zu den letzten Naturdenkmal-Touren (Gräninger Spring, Eem von Klinge etc.) gefunden habe:
https://wandern-berlin-brandenburg.de/downloads/besondere_naturdenkmale_brandenburg.pdf
Und wer genau hinschaut, erkennt bei den Fotos meiner heutigen Tour auch einen Hinweis auf das Thema der übernächsten Staffelwanderung ;-)
—————–
Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour beginnt an der Bushaltestelle ‘Birkenreismühle’ direkt am Radweg auf der ehemaligen Gleistrasse, der zunächst kurz gefolgt wird. Weiter geht es auf dem Radweg in Richtung der Fischfarm, vor der jedoch am Waldrand abgezweigt und dem Feldweg in den Wald gefolgt wird. Nach wenigen hundert Metern wird dort der große Quelltopf des Gesundbrunnens erreicht, zu dessen Zentrum es zwei Zugänge gibt, außen herum führt ein schmaler Pfad am Rand entlang.
Nach dem Besuch der Quelle wird der Wald in südlicher Richtung verlassen und der schönen Baumallee über die Höhen gefolgt bis hinab nach Rottstock, nach Durchquerung des Dorfs führt der Weg asphaltiert hinauf zur kleinen Siedlung Grünehaus, wo auf den geschotterten Weg parallel zum Riembach abgezweigt wird. An einer Kreuzung wird abgebogen auf den Weg, der am Weiler Struvenberg mit verfallenem Herrenhaus vorbei führt, östlich geht es im Kiefernwald über zweieinhalb Kilometer bis nach Dahlen.
Nach einer kleinen Runde im Gutspark geht es wieder längere Zeit durch den Wald zu den idyllisch gelegenen kleinen Siedlungen Hohenspringe und Egelinde. Nun führt der Weg bergauf, am Rande der Werbiger Heide entlang und bis zum verfallenen Juliushof bei Klein Briesen. Hier erfolgt der Einstieg in den Burgenwanderweg, nach einem kurzen Abschnitt über Forstwege wird dem schmalen Pfad gefolgt, der im Wald zum Briesener Bach und dann wunderschön knapp zwei Kilometer weit an diesem entlang führt bis zum Mühlenteich am Ortseingang von Bullenberg. Über die Briesener Straße und die Ragöser Straße führt der Weg abschließend zum Ziel der Tour an der Bushaltestelle ‘Ambulatorium’ in Ragösen.
Hinterlasse einen Kommentar