… vorgestern bin ich über die Wünschelbrücke bei Eberswalde gewandert, heute habe ich die hier dokumentierte Tour in Form einer Wünschelrute durchs Briesetal gemacht. Analog zur letzten Tour mit Nonnenfließ und Schwärze bin ich diesmal auch an der Briese auf den schönsten Abschnitten beiderseits des Gewässers gewandert, was ich schon länger nicht mehr im Briesetal gemacht hatte.
Obwohl ich wegen des trüben Wetters wieder zwei Drittel der Fotos aussortieren musste hoffe ich trotzdem, dass die verbliebenen — stark nachbearbeiteten — Bildern die einzigartige Atmosphäre gut wiedergeben können. Aus meiner Sicht sollte man sich das Briesetal ab und zu alleine wandernd an trüben Werktagen gönnen, dann hat man es mit etwas Glück ganz für sich exklusiv und kann den mystischen Zauber am besten genießen.
Für mich war es wichtig, diesen Wander-‘Benchmark’ mal wieder in seiner Komplettheit zu absolvieren und die Eindrücke ohne Ablenkung im Kopf abzuspeichern. Das Briesetal genießt vollkommen zurecht seinen Status der Ausnahmestrecke durch eine bizarre Sumpflandschaft.
Die Biber scheinen derzeit wieder sehr aktiv zu sein, bestehende Dämme wurden stark erweitert und neue sind entstanden. Dadurch geraten aber auch einige Wege langsam in Gefahr, demnächst ‘abzusaufen’.
Heute ist mir zum Beispiel aber auch wieder aufgefallen, dass der Abschnitt nördlich zwischen Forsthaus und Hubertusbrücke ziemlich langweilig ist, aber das ist natürlich Kritik auf sehr hohem Niveau …
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am S‑Bahnhof Birkenwerder, zunächst geht es über die Straße ‘An der Bahn’, die Gartenallee und die Brieseallee zum Mönchsee und auf dem Bohlenweg um ihn herum zum Mönchberg. Der Florastraße wird gefolgt zum Boddensee, der nördlich ebenfalls teilweise auf einem Bohlensteg passiert wird. Nach Unterquerung der Bahntrassen führt der Weg auf der Brücke über die Autobahn hinweg, dann geht es auf dem Trampelpfad neben der Fichteallee zur Siedlung Briese.
Auf gut fünf Kilometern führt der Weg nun wunderschön meist sehr nahe südlich an der Briese entlang, nur kurz unterbrochen durch die Überquerung einer Landstraße. Dabei verändert das Gewässer mehrfach seine Charakteristik und ist durch die Aktivitäten der Biber oft breit aufgestaut und sumpfartig, an anderen Stellen auch wieder bachartig und schmal. Nach Überquerung der Briese am Wendepunkt wird das Forsthaus Wensickendorf passiert, danach führt der Weg eine Weile durch den Wald ohne Blickkontakt zum Gewässer.
Später folgt der Weg dem Verlauf der Briese ebenso schön auf der nördlichen Seite, bis am Ende wieder die Siedlung erreicht ist. Der Briesesee wird passiert, dann geht es auf dem beeindruckenden Bohlensteg quer durch das Sumpfgebiet und im Wald parallel zum Papenluch zur Straße. Am Rand von Borgsdorf wird der Hubertussee umrundet und der Weg führt abschließend über die Dianaallee, die Fuchsallee und die Hirschallee zum S‑Bahnhof Borgsdorf, an dem diese Tour endet.
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