… heute eine späte, kurze Tour, durchs immer wieder fantastische Briesetal nördlich von Berlin. Eigentlich war ich auf Regenschauer und damit verbunden eine einsame Wanderstrecke eingestellt, ‘leider’ blieb es aber trocken und ich musste die Idylle mit Familien bei ihrem Sonntagsspaziergang sowie — rücksichtsvollen — Hundebesitzern und Mountainbikern teilen.
Diesmal wählte ich eine Strecke, bei der ich den Start so noch nie gewandert war, nämlich vom gut erreichbaren Bahnhof Zühlsdorf im Mühlenbecker Land aus. Im Prinzip folgte ich bis zur Siedlung Briese dabei der ‘Libelle’, einer markierten Nordic-Walking-Strecke. Erfreulicherweise folgt die Route hierbei dem wie ich finde deutlich schöneren und auch bei Feuchtigkeit weniger matschigen Südufer der Briese, das zudem nach meiner Erfahrung auch weitaus weniger frequentiert ist als der nördlich verlaufende Abschnitt des 66-Seen-Wanderwegs in Richtung Forsthaus.
Den Abschluss hinüber nach Birkenwerder mit dem Boddensee und dem Mönchsee bin ich wie immer gewandert, für mich ist diese Kombination bei der aktuellen Brückensituation an der Autobahn nicht mehr verbesserbar.
Der Einstieg von Zühlsdorf aus ins Briesetal war ganz empfehlenswert, da man die Siedlungsgebiete überwiegend umgeht und schnell in der Natur ist. Möchte man nur eine kurze, gut per ÖPNV erreichbare Wanderung machen, ist diese Variante sicher ideal.
Meine Lieblingsstrecke bleibt aber die, die ich auch schon mit der komoot-Gruppe vor zwei Jahren gewandert bin, von Schönwalde aus nach Birkenwerder:
https://www.komoot.de/tour/98782561
Bei dieser Strecke nimmt man zwar nicht das komplette Briesetal mit, sie bietet aber deutlich mehr Abwechslung, führt an einigen zusätzlichen Seen entlang und ist nur unwesentlich länger.
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Infos und Tourbeschreibung:
Diese Tour startet am Bahnhof in Zühlsdorf, zunächst geht es dem markierten Wanderweg folgend auf dem ‘Sandweg’ um die Siedlung herum, dann auf der Hauptstraße in den Ort hinein. Nach dem Passieren des Ortskerns wird abgebogen auf die gepflasterte Oranienburger Straße, die in eine Sandpiste im Wald übergeht und zur Summter Chaussee führt. Weiter geht es auf einem schnurgeraden Waldweg, bevor auf einen naturbelassenen schmalen Weg abgezweigt wird, der sich im Verlauf immer mehr der Briese annähert.
Nun wird dem wunderbaren Wanderweg durchs Briesetal gefolgt, das anfangs durch aufgestaute Sumpfflächen charakterisiert ist. Nach Überquerung der kreuzenden Landstraße über eine Treppe wechselt die Briese immer wieder zwischen einem bachartigen Verlauf sowie durch Biberaktivität aufgestauten Teichen und sehr sumpfigen Arealen mit abgestorbenen Bäumen darin. Nach gut vier Kilometern wird die Kolonie ‘Briese’ erreicht, auf dem Bohlenweg wird der Briesesee passiert und nach einem kurzen Waldabschnitt folgt der legendäre Bohlensteg auf Höhe des Bogenluchs quer über das Sumpfgebiet hinweg.
Durch den Wald führt der Weg danach in Richtung Autobahnring, der über die Behelfsbrücke an der Fichteallee überquert wird. Im Wald werden die Ausläufer von Birkenwerder umgangen, die Bahntrasse unterquert und der sich anschließende Boddensee auf dem Uferweg passiert. Anschließend geht es auf der Florastraße durch die Wohngebiete und am Mönchberg wieder hinab zu einem Seitenarm der Briese, danach auf dem Bohlenweg um den kleinen Mönchsee herum. Über die Brieseallee führt der Weg zum Rathaus, abschließend über die Clara-Zetkin-Straße zum Ziel dieser Tour am S‑Bahnhof Birkenwerder.
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