… heute habe ich wie­der eine Genuss­wan­de­rung aus­pro­biert, die den Flug­ha­fen BER beinhal­tet, was wahr­schein­lich erst ein­mal para­dox klingt. Mir war durch Tou­ren ande­rer komoot-User auf­ge­fal­len, dass man ja im Prin­zip prima den tol­len Weg an der Krum­men Lake mit anschlie­ßen­der Durch­que­rung von Eich­walde und Schul­zen­dorf und dem Abschnitt ent­lang des Sel­chower Flut­gra­bens kom­bi­nie­ren kann, was in der Pra­xis auch gut funk­tio­nierte. Die Durch­que­rung der Sied­lungs­ge­biete und des Flug­ha­fen­are­als zie­hen sich zwar etwas, ins­ge­samt finde ich die Tour aber stim­mig und man wird belohnt durch die schnelle Rück­fahr­mög­lich­keit mit dem neuen ‘FEX’ ins Ber­li­ner Zentrum.

Beglei­tet hat mich heute bis nach Schul­zen­dorf der ein­hei­mi­sche Wan­der­füh­rer und Wan­der­we­ge­wart Andreas Peters (https://www.komoot.de/user/249842600371), der zahl­lose inter­na­tio­nale Wan­der­aus­zeich­nun­gen besitzt und der selbst schon über 100.000 Kilo­me­ter gewan­dert ist. Das Gespräch mit ihm war für mich äußerst inter­es­sant und mich ‘erleich­tert’ es immer etwas, wenn ich auf andere extreme ‘Wan­der­ver­rückte’ treffe.

Andreas erzählte mir auch davon, dass das Schloss in Schul­zen­dorf ein Dreh­ort der Net­flix-Erfolgs­se­rie ‘Das Damen­gam­bit’ war. Abge­se­hen davon, dass die Auf­nah­men dazu zum gro­ßen Teil in Ber­lin statt­fan­den, hat mir selbst die Serie auch sehr gut gefal­len und ich kann sie empfehlen.

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Infos und Tourbeschreibung:

Am Aus­gang der S‑Bahnstation Grünau und nach Über­que­rung des brei­ten ‘Adler­ge­stells’ führt der Weg direkt in den Wald hin­ein. Am Wald­spiel­platz Grünau vor­bei geht es wei­ter quer durch den Wald, bis auf die Straße ‘Zur Ufer­bahn’ neben der durch den Wald füh­ren­den Tram­stre­cke gesto­ßen wird. Dahin­ter führt der Weg wie­der in den Wald, um die Sied­lungs­ge­biete herum und am Wald­fried­hof vor­bei zur Wald­gast­stätte Hanff’s Ruh.

Hier beginnt der sehr schöne, gewun­dene Pfad ent­lang des Sumpf­ge­biets der Krum­men Lake über einige Kilo­me­ter. Oft hat man dabei die Wahl, den schma­len Tram­pel­pfad nah am Gewäs­ser oder aber den brei­te­ren, meist etwas vom Gewäs­ser ent­fern­ten Weg durch den Wald zu nut­zen. Der Weg führt anfangs ent­lang der nörd­li­chen Seite des Sumpf­ge­biets, kurz vor des­sen Ende wird dann auf die süd­li­che Seite gewechselt.

Die Schapp­ach­straße wird über­quert und die Sied­lungs­ge­biete von Karo­li­nen­hof wer­den umgan­gen, anschlie­ßend das Adler­ge­stell erneut über­quert. Durch den Wald geht es zur Schmöck­witz-Sied­lung und um diese herum, danach über die Wald­straße und die Karl-Marx-Straße durch Eich­walde und Schul­zen­dorf hin­durch. Am Schwar­zen Weg wird zum ers­ten Mal auf den Sel­chower Flut­gra­ben getrof­fen, nun geht es auf dem von Obst­bäu­men gesäum­ten Feld­weg zum Hin­ter­ein­gang des Schloss­are­als und um das sehens­werte Schloss herum zur Dorfstraße.

Der Dorf­straße und dem sich anschlie­ßen­den gepflas­ter­ten Mit­ten­wal­der Weg wird ein Stück gefolgt, dann abge­bo­gen in die Auen hin­ein. Auf dem etwas ver­win­kel­ten, teil­weise kaum erkenn­ba­ren Wie­sen­weg geht es zwi­schen den Was­ser­grä­ben hin­durch bis hin zur Land­straße, die über­quert wird. Die benach­barte Auto­bahn wird am Durch­flus­s­tun­nel des Sel­chower Gra­bens unter­quert und dem Weg ent­lang des Gewäs­sers gefolgt bis zum auf­ge­stau­ten See. Nach einem kur­zen Abste­cher zum Ufer wird der benach­barte Kie­ke­busch-See pas­siert und auf dem Feld­weg geht es zum Zaun um das Flugplatzareal. 

Dem Weg am Zaun ent­lang wird gefolgt bis zum Ver­kehrs­krei­sel, danach führt der Weg ent­lang der Hugo-Ecke­ner-Allee und des Hugo-Jun­kers-Rings in Rich­tung der BER-Ter­mi­nals und an des­sen Front vor­bei, auf dem Vor­platz geht es über die Treppe hinab direkt auf den Regio­nal­bahn­steig, an dem diese Tour endet.