… heute sehr spon­tan eine Tour vom Unter­spree­wald aus nach Lüb­ben, im wahrs­ten Sinne auf den Spu­ren von Wolf­ram, der dort ges­tern unter­wegs war (https://www.komoot.de/tour/300102273). Vie­len Dank für die Inspiration!
Auch ich fand eine sehr beson­dere Wit­te­rung vor, zwar kei­nen frisch gefal­le­nen Schnee, dafür aber hart­nä­cki­gen und sehr dich­ten Nebel, der diese Tour ganz außer­ge­wöhn­lich wer­den ließ.

Neu waren für mich nur der Som­mer­damm zwi­schen Groß Was­ser­burg und der Land­straße nach Kraus­nick sowie die Quer­ver­bin­dung vom Som­mer­damm zum Hart­manns­dor­fer Wehr. Meine heu­tige Wan­de­rung ent­sprach somit der unmar­kier­ten alter­na­ti­ven Abschluss­etappe des Paul-Ger­hardt-Wegs wie von Man­fred Reschke in sei­nem Buch beschrieben.

Die Stre­cke gefiel mir gut, aller­dings hat sie durch ihre Mono­to­nie — wenn auch auf hohem Niveau — am Ende einen faden Bei­geschmack. Zumin­dest wech­seln sich am Som­mer­damm die Umge­bun­gen und der Weg­be­lag etwas ab. Durch das beson­dere Wet­ter heute war die Tour aller­dings sehr außer­ge­wöhn­lich und die ver­wun­schene Cha­rak­te­ris­tik der natur­be­las­se­nen Fließe und Bruch­wäl­der kam im Nebel noch stär­ker zur Geltung.

Foto­tech­nisch war es heute schwie­rig, ich sehe einige wenige wirk­lich gelun­gene Auf­nah­men, beson­ders von den Flie­ßen, der bereits stark aus­sor­tierte Rest dient der detail­lier­ten Doku­men­ta­tion der heu­ti­gen ‘Geis­ter­bahn’.

WICHTIGER HINWEIS: der Stre­cken­teil zwi­schen Som­mer­damm und Hart­manns­dor­fer Wehr darf auf einem Abschnitt zwi­schen dem 01.02. und dem 31.07. des Jah­res nicht betre­ten wer­den! Dar­auf weist auch komoot bzw. das zugrun­de­lie­gende Open Street Maps schon beim Pla­nen hin.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour star­tet an der Bus­hal­te­stelle in Groß Was­ser­burg, nach weni­gen Metern ent­lang der Dorf­straße wird gleich auf den Kahn­ha­fen an der Was­ser­bur­ger Spree getrof­fen. Von hier ab wird dem grasbe­wach­se­nen Som­mer­damm auf dem Feld­weg auf des­sen Krone gefolgt, zunächst knapp zwei Kilo­me­ter lang par­al­lel zu einem Ent­wäs­se­rungs­gra­ben. Danach wird wie­der auf die Was­ser­bur­ger Spree getrof­fen und ihr gut fünf Kilo­me­ter weit gefolgt, meist auf Feld­we­gen, teil­weise auch auf Betonplatten.

Anschlie­ßend wird der Som­mer­damm ver­las­sen, es geht nun auf brei­ten Forst­we­gen durch den Wald, meist beglei­tet von klei­ne­ren Sumpf­ge­bie­ten bei­der­seits des Weges. Nach wei­te­ren zwei Kilo­me­tern führt der Weg erneut zu einem Ent­wäs­se­rungs­gra­ben und folgt die­sem zum gro­ßen Hart­manns­dor­fer Wehr an der Haupt­spree. Nach des­sen Über­que­rung fol­gen zwei große Kom­plexe von meist sehr schö­nen, künst­lich ange­leg­ten Fisch­tei­chen, die über schmale Dämme ver­bun­den sind und die jeweils auf der west­li­chen Seite umrun­det wer­den, immer in Spreenähe. 

Nach dem Lachs­luch ist die­ser Abschnitt been­det, der Weg führt kurz durch sump­fi­gen Wald, trifft wie­der auf die Spree und ver­läuft danach wei­ter auf einem erhöh­ten Damm. In Höhe des Hafens Leh­nigks­berg wer­den der Nord­um­flu­ter und die Spree auf schö­nen Brü­cken über­quert, dann geht es auf dem Leh­nigks­ber­ger Weg immer am Was­ser ent­lang nach Lüb­ben hin­ein. Am Paul-Ger­hardt-Gym­na­sium wird die Ber­li­ner Chaus­see über­quert und der kleine Stadt­park ‘Hain’ betre­ten. Im Wäld­chen führt der Weg an der Berste ent­lang zum Aus­gang in der Frie­dens­straße, an deren Ende diese Tour am Bahn­hof in Lüb­ben endet.