… heute habe ich nun tat­säch­lich mein Pro­jekt ‘Die Jakobs­wege in Bran­den­burg’, das mich zwei Jahre lang beglei­tete, mit dem Absol­vie­ren der letz­ten noch offe­nen Etappe der Via Impe­rii zwi­schen Ber­lin und Stet­tin abge­schlos­sen. Diese Etappe führte mich von Hohen­felde über Schwedt nach Crie­wen, dabei bin ich heute dem mar­kier­ten Weg rela­tiv genau nach Vor­gabe gefolgt. Durch kleine Abwei­chun­gen hier und da habe ich trotz­dem im Titel den Zusatz ‘Vari­ante’ vermerkt.

Beson­ders gefal­len hat mir heute wie­der der Abschnitt ent­lang der Welse, auch die drei stahl­blauen Kies­seen rund um Schwedt kamen bei dem son­ni­gen Wet­ter sehr gut zur Gel­tung. Posi­tiv über­rascht hat mich eben­falls der tolle his­to­ri­sche Was­ser­turm am Rande von Schwedt, es war sicher das Gebäu­de­high­light neben Schloss und Kir­che im Lenné-Park Criewen. 

Ins­ge­samt muss ich aber sagen, dass mich der Abschnitt zwi­schen Schwedt und Crie­wen, den ich noch nicht kannte, sehr ent­täuscht hat. Warum man hier nicht zumin­dest den Mär­ki­schen Land­weg durch die herr­li­chen Sumpf­wie­sen der Pol­der an der Oder führt, ist mir ein Rätsel.

Wald­ab­schnitte gab es bei die­ser Etappe lei­der kaum, dafür die Kom­plett­durch­que­rung von Schwedt mit sei­nem ‘Plat­ten­bau­ring’. Als Jakobs­we­g­e­tappe fand ich die Stre­cke ok, mar­kiert war sie zwi­schen Schwedt und Crie­wen lei­der noch nicht, wei­ter nörd­lich jedoch schon. Als Etappe des mär­ki­schen Land­wegs sehe ich die Stre­cke ins­ge­samt trotz eini­ger punk­tu­el­ler High­lights eher nur im unte­ren Durchschnitt.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Etappe star­tet an der Bus­hal­te­stelle im auf einer klei­nen Anhöhe gele­ge­nen Hohen­felde. Das Dorf wird ent­lang der Moritz­straße durch­quert, dann führt der Weg über die Fel­der und in den Mül­ler­ber­gen durch ein Tro­cken­tal hinab zur Sied­lung Neue Mühle an der Welse. Dem Fluss­lauf der Welse wird eine ganze Weile sehr schön gefolgt, nach Unter­que­rung der Bun­des­straße ist Vier­ra­den erreicht.

Der Ort wird an Kreuz­kir­che und Rat­haus vor­bei kom­plett durch­quert, dann geht es im Bogen über die Fel­der zur ‘Kies­kuhle’ und um die­ses Gewäs­ser herum, dann die angren­zende Kies­grube und einen Recy­cling­hof umrun­dend zur Chaus­see­straße. Nun wird gera­de­aus dem holp­ri­gen Plat­ten­weg über die Fel­der gefolgt, der zu einem gro­ßen Angel­teich neben dem Park Hein­richs­lust am Rand von Schwedt führt. Eine Mischung von Plat­ten­bau- und Neu­bau­vier­teln wird auf Neben­we­gen im Orts­teil ‘Neue Zeit’ durch­quert, dann geht es nach Über­que­rung der Bahn­gleise durch die klei­nen Parks am Auf­bau­weg und am Sten­ger­hain zur Bahn­hof­straße und wei­ter am Ber­lischky-Pavil­lon vor­bei zur his­to­ri­schen Alt­stadt mit den bei­den Kirchen.

Nach einem Schlen­ker durch den Stadt­park führt der Weg zum Rat­haus, dann durch das aus­ge­dehnte Plat­ten­bau­vier­tel, das sich bis zur Karl-Teich­mann-Straße erstreckt. Der beson­ders schöne alte Was­ser­turm wird nach deren Über­que­rung pas­siert, dann geht es auf Beton­plat­ten zwei Kilo­me­ter lang an einer Klein­gar­ten­sied­lung beglei­tet von Was­ser­grä­ben ent­lang bis zum Igel­pfuhl. Über einen Feld­weg wird der Orts­teil Mey­en­burg erreicht und durch­quert, der Weg führt anschlie­ßend meist am Wald­rand ent­lang und teil­weise auch kurz durch ihn hin­durch bis auf die Höhe von Züt­zen. Um die viel­be­fah­rene Land­straße zu umge­hen gibt es dort einen unum­gäng­li­chen Exkurs im Wald hin­auf zum Fern­seh­turm und gleich wie­der auf dem Plat­ten­weg wie­der hinab, bevor die Straße durch einen Brü­cken­bo­gen unter­quert wird.

Es schließt sich ein kur­zer Abschnitt auf kaum erkenn­ba­ren, aber gut mar­kier­ten schma­len Pfa­den im Wald an, bevor es am Wald­rand ent­lang in Rich­tung Crie­wen geht. Über den Weg ‘Am Spei­cher’ wird das Natio­nal­park­zen­trum erreicht, nach einer klei­nen Runde durch den herr­li­chen Lenné-Park mit der Kir­che und dem Schloss endet diese Etappe an der nahen Bushaltestelle.