… heu­te wie­der eine urba­ne Tour am spä­ten Nach­mit­tag zusam­men mit Vic­to­ria, bei der ich ihr die­se klei­ne weni­ger bekann­te Run­de im stark erwei­ter­ten Innen­stadt­be­reich Ber­lins gezeigt habe, die mir immer wie­der gut gefällt.

Zum ers­ten Mal bin ich die Run­de vor drei Jah­ren gewan­dert und fin­de die Zusam­men­set­zung ide­al. Die pas­sier­ten Sied­lungs­ge­bie­te sind sehr ruhig (außer es don­nert ein ver­rück­ter Gabel­stap­ler­fah­rer durch die Gegend — klei­ner Insi­der-Gag …), der Abschnitt an der Wuh­le teil­wei­se idyl­lisch und der Biesen­hors­ter Sand extrem abge­schie­den und ein­sam, wenn gera­de kein Zug­ver­kehr statt­fin­den. Ein kur­zes Wald­stück an der Wuhl­hei­de ist eben­falls ent­hal­ten sowie der Bag­ger­see am Ende der Tour.

Die Auf­zeich­nung ist heu­te im Ori­gi­nal, die Fotos sind nach­be­ar­bei­tet.

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Infos und Tour­be­schrei­bung:

Dies ist eine Rund­tour, die am U‑Bahnhof Bies­dorf-Süd beginnt und endet. Zunächst führt der Weg über die Beru­ner Stra­ße und die Scha­ckels­ter­stra­ße in Rich­tung der Bahn­glei­se, nach deren Unter­que­rung geht es auf einem schma­len Pfad hin­ein in den ‘Biesen­hors­ter Sand’, ein Brach­ge­län­de auf dem seit 1994 still­ge­leg­ten Ran­gier­bahn­hof Wuhl­hei­de. Ab und zu erin­nern ein­zel­ne leer­ste­hen­de Gebäu­de, Gleis­schot­ter sowie Hau­fen von Bahn­schwel­len noch an die ehe­ma­li­ge Nut­zung, ansons­ten hat sich die Natur inner­halb von gut 20 Jah­ren schon wie­der deut­lich das Gebiet zurück­er­obert.

Im Prin­zip wird nun einer Abfol­ge von mehr oder weni­ger schma­len Pfa­den durch das gut 3 Kilo­me­ter lan­ge Gelän­de gefolgt, ver­lau­fen kann man sich prak­tisch nicht. Am Ende wer­den zwei Klein­gar­ten­ko­lo­nien an der Rudolf-Rühl-Allee pas­siert, dann führt der Weg auf der Trep­pe hin­ab in den nörd­li­chen Zip­fel der Wuhl­hei­de und durch den Wald in nord­öst­li­cher Rich­tung zur Wuh­le hin.

Dem recht bekann­ten Wuh­le­tal-Wan­der­weg, einem der schöns­ten Wan­der­we­ge in Ber­lin, wird nun nach Nor­den gefolgt, zumin­dest zwi­schen den Brü­cken an der Heese­stra­ße und der Hons­fel­der Stra­ße bin ich dies­mal auf der ‘fal­schen’ Ufer­sei­te gegan­gen, um einen alter­na­ti­ven Abschnitt aus­zu­pro­bie­ren. Am Stadt­park Bies­dorf wird der Weg an der Wuh­le ver­las­sen und der Park dann in Längs­rich­tung durch­quert.

Über den Els­ter­wer­da­er Platz geht es wei­ter am Stadt­gar­ten Bies­dorf ent­lang, danach führt der Weg durch die Wil­helms­brü­cker Stra­ße zum Ufer des Bies­dor­fer Bag­ger­sees. Der See wird nun ent­ge­gen des Uhr­zei­ger­sinns auf dem Pro­me­na­den­weg umrun­det bis zur süd­li­chen Bade­stel­le. Hier ist dann auch gleich wie­der der U‑Bahnhof Bies­dorf-Süd erreicht und die Wan­der­run­de ist abge­schlos­sen.