… heu­te eine kurz­ent­schlos­se­ne und recht spä­te Tour, deren Regi­on ich mir nach der Wet­ter­la­ge spon­tan aus­ge­sucht hat­te. Es wur­de die­se Wan­de­rung am Rand des Spree­walds süd­west­lich des Schwie­loch­sees, sie star­te­te im eher schlecht erreich­ba­ren staat­lich aner­kann­ten Erho­lungs­ort Goyatz.

Gefolgt bin ich dabei über­wie­gend dem Lud­wig-Leich­hardt-Trail, einem meist natur­be­las­se­nen Rad­wan­der­weg, der sich auf 54 Kilo­me­tern zwi­schen dem Geburts­ort Trebatsch des Namens­ge­bers sowie dem Schloss Bra­nitz bei Cott­bus erstreckt. Der Über­lie­fe­rung nach ist Leich­hardt den Weg häu­fi­ger kom­plett zu Fuß gegan­gen, heu­te gibt es einen jähr­li­chen Ultra­lauf auf der Stre­cke.

Leich­hardt war ab etwa Mit­te des 19. Jahr­hun­derts als Zoo­lo­ge, Bota­ni­ker und Geo­lo­ge auf Expe­di­tio­nen im damals noch zumeist unent­deck­ten Aus­tra­li­en unter­wegs, wes­halb der Trail im Spree­wald mit einem Kän­gu­ru mar­kiert ist.

Nun mein Ein­druck: Anfang und Ende gefie­len mir gut, der Mit­tel­teil ent­lang der Aus­läu­fer des ehe­ma­li­gen Trup­pen­übungs­plat­zes der Lie­be­ro­ser Hei­de war aber sehr mono­ton. Den von mir selbst ‘dran­ge­bas­tel­ten’ Abschluss von Byh­len bis nach Straupitz kann ich eben­falls emp­feh­len, auch wenn man bei die­ser Weg­füh­rung vom Byh­leg­uh­r­er See so gut wie nichts sieht. Die Gegend wer­de ich trotz der etwas umständ­li­chen Erreich­bar­keit von Ber­lin aus sicher noch häu­fi­ger bewan­dern.

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Infos und Tour­be­schrei­bung:

Die­se Tour star­tet in Goyatz an der Bus­hal­te­stel­le ‘Schu­le’, zunächst geht es auf dem Schot­ter­weg ‘Am Bosche­berg’ an einer Aue ent­lang bis zum Ufer des Klei­nen Schwie­loch­sees. Auf der Ufer­pro­me­na­de führt der Weg um die Peit­zer Sied­lung her­um zum alten Spree­wald­bahn­hof, nach Über­que­rung der Stra­ße geht es auf einem Wald­pfad zum Ein­stieg in den Leich­hardt-Trail, der bis nach Byh­len wei­test­ge­hend die Stre­cke bestimmt.

Der Weg führt anfangs über eine san­di­ge Pis­te, dann gibt es einen schö­nen natur­be­las­se­nen Abschnitt auf dem Exkurs zur groß­zü­gi­gen Leich­hardt-Hüt­te etwas abseits des Weges. Nach der Rück­kehr auf den Haupt­weg wird gleich wie­der abge­zweigt, dies­mal auf den schö­nen ‘Biber­pfad’, der für ein kur­zes Stück nah am Gro­ßen Mochow­see ent­lang führt. Nach dem Errei­chen und der Durch­que­rung von Mochow führt der Weg über­wie­gend recht mono­ton auf der brei­ten Schnei­se am west­li­chen Rand der Lie­be­ro­ser Hei­de ent­lang bis zur ‘Ram­pe 6’, einem wei­te­ren sehr gut aus­ge­bau­ten Rast­platz mit Grill­hüt­te.

Ab hier ver­läuft der Weg bedeu­tend schö­ner und abwechs­lungs­rei­cher bis ins klei­ne Dorf Byh­len, nach des­sen Durch­que­rung geht es über die Fel­der zum Byh­leg­uh­r­er See. Das nörd­li­che Ufer wird kom­plett pas­siert auf natur­na­hen Pfa­den, wobei sich lei­der nur ein ein­zi­ger Aus­blick aufs Was­ser ergibt. Nach der anschlie­ßen­den Über­que­rung der Land­stra­ße geht es auf dem Hei­li­gen Weg durch die ‘Bytt­na’, ein Laub­baum­wäld­chen mit eini­gen uralten Eichen, bevor wie­der ein Abschnitt ent­lang der Was­ser­grä­ben über die Fel­der ansteht.

Einer Neben­stra­ße wird gefolgt zum Schloß­park Straupitz und dort im üppi­gen Grün eine Run­de gedreht, dann ist abschlie­ßend über die Kirch­stra­ße ent­lang des Alten Korn­spei­chers und der impo­san­ten Schin­kel-Kir­che am Dorf­platz das Ziel die­ser Tour erreicht.