… heu­te hat­te ich mei­ne eigent­lich geplan­te Tour tat­säch­lich auf der Hin­fahrt noch gegen eine ande­re aus­ge­tauscht, was ich sehr sel­ten so mache. Die spon­ta­ne Ent­schei­dung war gold­rich­tig, am Ende war die eher ‘expe­ri­men­tel­le’ Pla­nung der anschlie­ßend absol­vier­ten Tour durch mir teil­wei­se unbe­kann­tes Ter­rain fast makel­los und über­aus abwechs­lungs­reich und emp­feh­lens­wert, fast immer auf natur­be­las­se­nen Wegen.

Die kom­plet­te Stre­cke ent­lang der Nie­plitz zwi­schen Beelitz und Stan­gen­ha­gen war schon lan­ge auf mei­ner Lis­te, sie ließ sich bes­tens mit dem kur­zen und sehr schö­nen Abschnitt am Pfef­fer­fließ kom­bi­nie­ren. Auf dem Stre­cken­teil wei­ter nach Treb­bin woll­te ich eine wei­te­re Alter­na­ti­ve in der Ecke zwi­schen den Land­krei­sen Pots­dam-Mit­tel­mark und Tel­tow-Flä­ming tes­ten, was eben­falls sehr gut funk­tio­nier­te.

Den belieb­ten Aus­sichts­turm auf dem Vor­de­ren Löwen­dor­fer Berg hät­te ich sowie­so heu­te aus­ge­spart, er ist bis auf wei­te­res wegen der aktu­el­len Lage geschlos­sen. Sehr über­rascht hat mich, dass die Hin­weis­schil­der eben­falls schon vor der stark erhöh­ten Wald­brand­ge­fah­ren­stu­fe 4 (von 5) war­nen und der­zeit vom Betre­ten der Wäl­der in der Gegend abra­ten. In Bran­den­burg im Hoch­som­mer ja mitt­ler­wei­le Nor­ma­li­tät aber zu Ostern habe ich das bis­her noch nicht erlebt.

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Infos und Tour­be­schrei­bung:

Die­se Tour star­tet am Bahn­hof Beelitz/Stadt, zunächst führt der Weg über die Cla­ra-Zet­kin-Stra­ße und die Ber­li­ner Stra­ße zum his­to­ri­schen Kern des Städt­chens, das am Stein­horst zur Nie­plitz hin ver­las­sen wird. Nun wird auf einer Län­ge von acht­ein­halb Kilo­me­tern dem Ver­lauf des Flus­ses sehr natur­be­las­sen auf dem durch­gän­gi­gen sehr schö­nen Wie­sen­weg gefolgt, der im wei­te­ren Ver­lauf auch land­schaft­lich immer wie­der etwas Abwechs­lung bie­tet.

Am Ende des Abschnitt an der Land­kreis­gren­ze geht es kurz vor Stan­gen­ha­gen durch ein Wäld­chen zum herr­li­chen Pfef­fer­fließ und an die­sem ent­lang bis zum Vogel­be­ob­ach­tungs­turm am neu ent­ste­hen­den Moor mit sei­nen Über­schwem­mungs­ge­bie­ten. Zurück führt der Weg von dort über einen Plat­ten­weg und die Dorf­stra­ße quer durch Stan­gen­ha­gen hin­durch, dann hin­auf am Wald­rand auf den Müh­len­berg mit schö­nem Blick ins Nie­plitz­tal und spä­ter auf den Blan­ken­see.

Durch ein leicht ver­wil­der­tes Wald­stück geht es hin­über nach Schön­ha­gen, dort am Rand des Flug­plat­zes ent­lang und hin­auf auf den benach­bar­ten Kien­berg mit sei­ner kar­gen Hei­de­land­schaft auf dem Gip­fel. Nach dem Abstieg führt der san­di­ge Weg zu einer klei­nen Wald­sied­lung und danach zwi­schen den bei­den Löwen­dor­fer Ber­gen hin­durch auf dem Wald­weg in den namens­ge­ben­den Ort. Kurz wird hier der Nuthe gefolgt, am alten Schwimm­bad vor­bei geht es nach Treb­bin hin­ein, ent­lang der Beelit­zer Stra­ße führt der Weg zu Kir­che und Rat­haus, abschlie­ßend durch die Sied­lun­gen über die Ber­li­ner Stra­ße, die Goe­the­stra­ße, den Nöh­rings­win­kel und die Park­stra­ße zum Bahn­hof Treb­bin, an dem die­se Tour endet.