… heute eine ausgedehnte Tour durch die Schorfheide, diesmal relativ weit westlich. Wie einige vielleicht wissen, war die Schorfheide früher bestimmt durch die Jagdaktivitäten der Preußen bis zu Kaiser Wilhelm II und später der DDR-Bonzen, speziell Erich Honecker, dazwischen gab es das unrühmliche Kapitel um das Fabel-Anwesen ‚Carinhall‘ von Hermann Göring im Dritten Reich.

In Anlehnung an die Sendung ‚Geheimnisvolle Orte‘ des rbb zur Schorfheide habe ich versucht, einige interessante Punkte der Gegend in dieser Tour zu verbinden, angefangen mit Honeckers Jagdhaus ‚Wildfang‘, dann an den Hirschtrophäen-Gedenksteinen (‚1000. Hirsch von Kaiser Wilhelm II‘, ‚Letzter Hirsch von Erich Honecker‘) und an den Überresten von Carinhall vorbei.

Insgesamt ist es eine Tour, die man sicher so mal wandern kann, die Attraktivität der einzelnen Abschnitte in der Schorfheide schwankt allerdings sehr stark. Aufgelockert werden die extremen Waldanteile durch die beiden Seen im ehemaligen Carinhall-Gebiet, die das Wandererherz belohnen, bevor die letzten Kilometer auf Kopfsteinpflaster anstehen …

Vielen Dank an Alexander fürs Markieren der Hirschtrophäen-Gedenksteine, die ich wohl sonst nicht so leicht gefunden hätte.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt an der Endstation der Heidekrautbahn in Groß Schönebeck, zunächst wird der Ort durchquert entlang der Schloßstraße und der Ernst-Thälmann-Straße, dann verlassen über die Alte Joachimsthaler Straße. Auf einer Mischung von grobem Schotter und Kopfsteinpflaster geht es am Waldrand entlang, dann auf einem Betonplattenweg im Wald zu Honeckers ehemaligem Jagdhaus ‚Wildfang‘.

Anschließend führt der Weg durch die riesigen Nadelwaldgebiete auf wechselnden Bodenbelägen mit unterschiedlicher Beschaffenheit, meist aber sehr schön bis zum Jagdtrophäen-Denkmal für Kaiser Wilhelm II. Danach werden die Wege oft breiter und forstartiger, in einem weiten Bogen geht es zum Jagdtrophäen-Denkmal für Erich Honecker mit der Inschrift ‚Mein letzter Hirsch‘. Von dort an führt der Weg wieder im Bogen zum Ufer des herrlichen Großdöllner Sees, dem danach ein Stück weit relativ nah auf dem Waldpfad am Ufer gefolgt wird.

Später wird der Pfad verlassen und es geht weiter auf der Schotterstraße am Wuckersee vorbei zum Denkmal für den Waldhof Carinhall, der zum Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengt wurde. Auf einem schnurgeraden Abschnitt führt der Weg zur ehemaligen Zufahrt mit den Torhäusern, dann wird der Mischung aus Schotterpiste und alter Pflastersteinstraße im Wald eine ganze Weile gefolgt bis nach Friedrichswalde.

Leicht bergab verläuft der Weg mit schönem Blick über die Felder in den Ort hinein, abschließend geht es um die Kirche herum und über die Dorfstraße wird am Bahnhof Friedrichswalde der Endpunkt dieser Tour erreicht.