… heute habe ich die Uckermärker Landrunde komplettiert, die letzte verbliebene Etappe führte mich von Warthe nach Boitzenburg. Da die Etappe recht kurz war, habe ich den ungefähren Verlauf des ‚Kleinen Boitzenburgers‘, eines ebenfalls prämierten Wanderwegs, noch angehangen.

In dieser Konstellation hat mir die Wanderung sehr gut gefallen, teilweise fand ich sie sogar herausragend, und ich kann sie in jedem Fall empfehlen, auch den Etappenabschnitt von Warthe nach Boitzenburg separat (ca. 14km). Endlich kam bei dieser Strecke wieder das Uckermark-Feeling auf mit den typischen sanften Hügeln und den schön gelegenen Seen, außerdem waren wieder viele ‚echte‘ Wanderwegabschnitte dabei.

Somit nun mein kleines Fazit zur Uckermärker Landrunde insgesamt:
Die Strecke bietet auf etwa 160 Kilometern all jene Landschaftsformationen, wie sie für die Uckermark sehr typisch sind. Qualitativ und von der Länge her schwanken die Standardetappen sehr stark, empfehlen kann ich aber alle bis auf zwei kurze Abschnitte: der absurde Gleisschotterabschnitt in der Nähe von Prenzlau sowie ein bei Nässe nicht begehbarer Abschnitt am Bahndamm bei Seehausen. Ob das Prädikat ‚Qualitätsweg Wanderbares Deutschland‘ nun gerechtfertigt ist, vermag ich nicht zu beurteilen, dafür gibt es Zertifizierungsspezialisten. Auf jeden Fall – und das ist bei Rundwanderwegen immer schwierig – hat mir die Uckermärker Landrunde unter dem Strich sehr gut gefallen.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt an der Bushaltestelle ‚Dorf‘ in Warthe, hier ist direkt hinter dem Sportplatz das westliche Ufer des Großen Warthesees erreicht. Zunächst wird dem Seeufer entlang von Ferienanlagen und Seegrundstücken gefolgt, dann etwas erhöht auf einem schönen schmalen Waldpfad bis zum östlichen Ende des Sees. Es empfiehlt sich in jedem Fall, ebenfalls um die Bucht herum die östliche Badestelle mit tollem Blick über den See zu besuchen.

Nun führt der Weg bergauf zur kleinen Siedlung Stabeshöhe und durch sie hindurch, weiter geht es über die Felder zu einer alten Baumallee, die ins NSG Jungfernheide führt. Hier beginnt ein toller Waldabschnitt, der sich im hügeligen Gelände flankiert von kleinen Teichen und Sumpfgewässern durch die Buchenwaldbestände hinzieht bis zum Krienkowsee. Über den Aussichtspunkt ‚Dietlofs Lust‘ wird dessen Seeufer erreicht, das über eine schmale Landbrücke mit dem benachbarten Schumellensee verbunden ist.

Dem Ufer des Schumellensees wird gefolgt, dann geht es durch den Wald zum ehemaligen Fasanengarten des Schlosses Boitzenburg und weiter durch den Wald zum Ortseingang von Boitzenburg. Auf der Goethestraße führt der Weg um die auf einem Hügel gelegene Kirche herum, dann bergab auf der Templiner Straße am Marstall vorbei zum bemerkenswerten Schloss, das umrundet wird. Nun geht es im Wald zum Schlangentempel, bergauf zur verfallenen Roten Kapelle und im großen Bogen zum Apollotempel mit sehr schönem Blick von oben aufs Schloss.

Am Löwentempel mit dem Erbbegräbnis vorbei führt der Weg wieder zur Templiner Straße, dort wird nach einer Weile abgebogen auf die Lindenallee, die als von Bäumen gesäumter Feldweg zum Tiergarten führt. Hier wird eine große Runde gedreht, an den Findlingen und Denkmälern vorbei und im großen Bogen um den ‚Strom‘ herum zum Jägerplatz und schließlich zur Klosterruine. Der Mühlenteich wird passiert, dann dem Poetensteig gefolgt durch die Hügel und am ‚Strom‘ entlang, bis über den Wassersteig abschließend in der August-Bebel-Straße mit der Bushaltestelle ‚Markt‘ der Endpunkt dieser Tour erreicht ist.