… heute nun wie kürzlich angekündigt eine weitere ‚Architektour‘, zwischen den beiden wohl markantesten Gebäuden des Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre in Berlin. Beide Gebäude wurden vom Architekten Eugen Schmohl geplant. Die Tour ausschließlich im Berliner Westen war ich so vorher noch nie gegangen, die allermeisten Abschnitte kannte ich aber bereits gut.

Mich wundert, dass beide Bauten nicht in der Serie ‚Babylon Berlin‘ auftauchten, zumal sie zeithistorisch und architektonisch perfekt gepasst hätten. Passiert ja vielleicht noch in einer weiteren Staffel …

Zur Strecke an sich: ich habe versucht, sie so attraktiv wie möglich zu gestalten. Ein schönerer und ‚grünerer‘ Verlauf wäre problemlos möglich gewesen, hätte die Strecke aber auch deutlich länger gemacht.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt an der U-Bahnstation Ullsteinstraße, direkt neben dem äußerst imposanten Ullsteinhaus. Nach einem kurzen Abstecher um die Ecke zum sehenswerten Tempelhofer Hafen wird ein Stück dem Teltowkanal gefolgt, dann wird abgebogen zum Park an der Marienhöhe und dieser an der ehemaligen Freilichtbühne durchquert. Anschließend geht es durch die Lindenhofsiedlung, danach wird das Schöneberger Südgelände durchquert zum Bahnhof Südkreuz hin.

Durch den Cheruskerpark führt der Weg am Schöneberger Gasometer vorbei, dann geht es entlang einer Linie an den großen Kirchen in der Gegend, nämlich der Apostel-Paulus-Kirche, der St.Matthias-Kirche und der Zwölf-Apostel-Kirche bis zur Kurfürstenstraße und weiter zum Lützowplatz am Landwehrkanal. Dem Kanal wird gefolgt am Rand des Großen Tiergartens entlang bis zur S-Bahnstation Tiergarten, über die Straße ‚Siegmunds Hof‘ geht es danach über die Spree nach Moabit, wo dem Wikingerufer gefolgt wird zur Gotzkowskybrücke.

Über die Gotzkowskystraße und die Waldstraße wird das westliche Moabit durchquert, auf der Beusselstraße und an der Seestraße entlang führt der Weg um den Westhafen herum. Nun geht es im Wedding am Plötzensee vorbei und quer durch den Volkspark Rehberge, dann durch eine ausgedehnte Kleingartenkolonie in Richtung Kurt-Schumacher-Platz. Über die Meteorstraße und den Uranusweg, dann die Scharnweberstraße und die Seidelstraße wird das westliche Reinickendorf durchquert, bis am Schwarzer-Graben-Kanal zum Flughafensee abgebogen wird.

Dem Seeufer wird ein Stück gefolgt, danach geht es durch die Eigenheimsiedlungen und ein Hochhausviertel hindurch zum Borsigdamm, von wo ab es über den schönen Promenadenweg am Ufer des Tegeler Sees entlang bis zum Kanonenplatz geht. Hier wird abgebogen in die Veitstraße, dann führt der Weg durch das Areal ‚Am Borsigturm‘, mit dem namensgebenden Gebäude im Zentrum, bis hin zur U-Bahnstation Borsigwerke auf der anderen Seite, an der diese Tour ihr Ende findet.