Auf dem Märkischen Landweg von Flemsdorf am ‚Grützpott‘ vorbei nach Angermünde (Bus Flemsdorf/Mitte – RE-Angermünde)

Auf dem Märkischen Landweg von Flemsdorf am ‚Grützpott‘ vorbei nach Angermünde (Bus Flemsdorf/Mitte – RE-Angermünde)

2018-11-01T16:12:11+00:0031.10.2018|Region: Uckermark|Wanderweg: |2 Kommentare

… da ich mich mittlerweile als heimlicher Brandenburger fühle, habe ich mir den Feiertag genehmigt, der Berlin ja verwehrt bleibt. Die Tour führte wieder durch die Naturparkregion Unteres Odertal, diesmal im südlichen Bereich von Flemsdorf nach Angermünde.

Somit bin ich bereits mitten im Projekt ‚Märkischer Landweg‘, die offiziellen Etappen sind allerdings so tageswander-unfreundlich, dass ich meine eigene Interpretation dieses Qualitätswanderwegs schaffen muss, damit die Starts und Ziele von Berlin aus erreichbar sind und die Etappenlängen besser passen.

Die Tour heute war sehr empfehlenswert und genauso schön wie die Tour über Criewen nach Schwedt. Mit dem ‚Grützpott‘ (Stolper Turm) bekommt man ein mittelalterliches Baudenkmal mit tollem Ausblick vom dazugehörigen Bergplateau, außerdem schöne Abschnitte auf den Deichen entlang der Polder, einige Gewässer und tolle Wald- und Feldabschnitte im hügeligen Gelände rund um Angermünde.

Übrigens: die Farbsättigung habe ich heute nicht angefasst, das Laub sah wirklich so golden aus.

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Infos und Tourbeschreibung:

Diese Tour beginnt an der Bushaltestelle ‚Mitte‘ in Flemsdorf, nach kurzem Abstecher zum Badestrand des Haussees wird der Ort über den Schöneberger Damm nach Süden hin verlassen. An der ersten Abzweigung wird auf einen Plattenweg gewechselt, der moderat bergauf führt und sich fast malerisch durch die hügelige Landschaft schlängelt. Nach etwa vier Kilometern wird auf die ruhige Verbindungsstraße zwischen Neu Galow und Stützkow getroffen und nun dieser gefolgt bis zum Parkplatz ‚Aussichtspunkt Richterberg‘.

Über einen Feldweg ist gleich der etwas versteckt liegende Aussichtspunkt erreicht, der weite Blicke ins Odertal und bis in die Berge auf polnischer Seite der Oder ermöglicht. Anschließend geht es über Treppen bergab zur Fischerstraße, ein Stück durch Stützkow hindurch und auf der Fußgängerbrücke wird die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße überquert. Nun wird dem Radweg auf bzw. neben dem Hochwasserschutzdeich gefolgt, der erhöht viele tolle Blicke weit in die Polderlandschaft zulässt. An zwei Stellen ergibt sich die Möglichkeit, die Ufer der beiden größten Gewässer der Gegend ‚Galing‘ und ‚Die Fahrt‘ etwas abseits des Weges trockenen Fußes aufzusuchen.

Bei Alt-Galow wird die Wasserstraße wieder überquert, danach geht es weiter auf einem sehr schönen Waldabschnitt entlang der Stolper Fischteiche, von denen im Oktober 2018 allerdings nur ein einziger wirklich Wasser führte. Der Abschnitt endet direkt am Ortseingang von Stolpe, um das Schloss herum führt der Weg über Treppen und Pfade zum hügeligen Bergplateau mit dem schon von Weitem sichtbaren Stolper Turm, auch ‚Grützpott‘ genannt. Von hier ergibt sich wiederum ein toller Weitblick ins Odertal hinein.

Anschließend wird der kleine Ort Stolpe im Wald umgangen und nördlich über die Schöneberger Straße verlassen. Die kleine Siedlung Linde wird passiert, dann geht es über einen Feldweg an Schafweiden vorbei und es schließt sich ein weiter Bogen durch den Wald an, der fast bis nach Schöneberg reicht. Dort ändert sich die Richtung, nun führt der Weg in westlicher Richtung lange durch Wald und auf einer alten Pflasterstraße über die Felder nach Crussow. Nach Durchquerung des Ortes geht es weiter in Richtung Westen, wobei ein großes Areal von Windrädern durchquert wird. Danach ändert sich wieder die Richtung, der Weg führt jetzt bergab in nordwestlicher Richtung durch Sumpfwiesen auf Angermünde zu.

Ein südöstliches Wohngebiet wird durchwandert, durch Brachen und an Kleingärten vorbei geht es zur Schwedter Straße und weiter zum Oberwall. Am Kaisergarten wird auf die Historische Stadtmauer getroffen und dieser gefolgt zur Franziskaner-Klosterkirche. Weiter führt der Weg am Pulverturm vorbei und durch den Friedenspark, dann zur Heilig-Geist-Kapelle um die Ecke und abschließend am Verkehrskreisel vorbei über die Berliner Straße zum Bahnhof Angermünde, an dem diese Tour endet.

2 Comments

  1. rucksackpeggy 4. November 2018 um 13:57 Uhr - Antworten

    Wow, was für eine sonnige und landschaftlich reizvolle Tour! Knapp 30 km sind mir zwar zu weit zum 1:1 nachlaufen, aber angejuckt bin ich allemal. 🙂 Der Märkische Landweg steht seit Längerem auf meiner Wunschliste …

    • admin 4. November 2018 um 20:33 Uhr - Antworten

      Vielen Dank für Dein Feedback, Peggy! Der Märkischer Landweg ist wunderschön, nur die Einteilung in vernünftige Etappen und die Erreichbar der Etappen als Tagestour ist schwierig. Ich schreibe Dir mal per E-Mail dazu.

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